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Eine nostalgische Zugfahrt durch das Hügelland, eine Sammlung im Kloster Huize Loreto und eine Wanderung zu einem römischen Fund geben Simpelveld sehr unterschiedliche Akzente. Dazu kommen Kirchenarchitektur und eine ehemalige Wassermühle. So können Sie Kultur, Eisenbahngeschichte und Bewegung als eigene Schwerpunkte Ihrer Reise betrachten.

Mit der Museumseisenbahn und auf dem Rad

Das alte Bahnhofsgebäude von Station Simpelveld stammt aus dem Jahr 1908 und bildet das Herzstück der Museumseisenbahn De Miljoenenlijn. Von Station Simpelveld aus bietet die Bahn eine nostalgische Zugfahrt durch das Hügelland von Zuid-Limburg. Eine Führung über das Gelände dauert etwa 45 Minuten und umfasst auch das Stellwerk und die Werkstatt. Zugfahrt und Führung setzen verschiedene Akzente: Hier steht die Fahrt durch die Landschaft im Mittelpunkt, dort ein Einblick in Stellwerk und Werkstatt.

Die Parkstadroute ist etwa 34 km lang, verläuft als Rad- und Wanderweg zwischen Beekdaelen und Simpelveld und endet am Bahngelände in Simpelveld. Sie verbindet das regionale Routennetz mit der deutschen Vennbahn und dem belgischen Kolenspoor. Eine weitere Radoption ist die Route „Romeins Simpelveld en Voerendaal“: Sie startet am Parkplatz der Miljoenenlijn zwischen den Fahrradknotenpunkten 88 und 89. Das Fahrradknotenpunktsystem erleichtert die Orientierung.

Kunst, Architektur und Mühlengeschichte

Das Museum de Schat van Simpelveld befindet sich im stattlichen Kloster Huize Loreto. Zu seiner Sammlung gehören hochfeine Stickereien des 19. und 20. Jahrhunderts, die als Nadelmalerei bekannt sind, sowie Gemälde, goldene Kelche, Wachsfiguren und mittelalterliche Skulpturen. Die unterschiedlichen Werke geben der Klostersammlung eine eigene Bandbreite, von feiner Textilkunst bis zu historischen Figuren und sakralen Gegenständen.

Die Sint Remigiuskerk ist eine dreischiffige Kreuzbasilika mit Westturm, gestaltet in traditionalistischen Formen unter romanischem Einfluss. Zu ihrer Ausstattung zählen eine Kommunionbank, eine Kanzel aus dem 19. Jahrhundert und eine Orgelempore aus dem 18. Jahrhundert. Diese ruht auf Säulen aus Naamer Stein. Zwei Beichtstühle aus dem 19. Jahrhundert gehören ebenfalls zum Kircheninneren.

Westlich von Simpelveld liegt die Oude Molen, eine ehemalige Wassermühle, deren Ursprung auf das Jahr 1774 zurückgeht. Das Mühlenregister verzeichnet für die Oude Molen ein Wasserrad mit einem Durchmesser von fünf Metern in einem überdachten Anbau des Mühlenhauses.

Wandern zwischen Römerfunden und Landschaft

Die Wanderroute „Romeinse hoogtepunten in Simpelveld“ führt an der Fundstelle der Dame van Simpelveld vorbei, die zu den bedeutendsten römischen Funden der Niederlande zählt. Die Strecke ist 8,4 km lang und dauert etwa zwei Stunden. Nach einem anstrengenden Anstieg erreichen Sie einen Aussichtspunkt mit Blick über Felder, die von den Römern großflächig landwirtschaftlich erschlossen wurden. Länge, ungefähre Dauer und Anstieg geben Ihnen unterschiedliche Anhaltspunkte für die Planung dieser Wanderung. Die separate Wanderroute „Plateau Huls Simpelveld“ ist als schwierig eingestuft; berücksichtigen Sie diese Einordnung, wenn Sie die beiden Wandermöglichkeiten vergleichen.

Auch hinter dem Kloster Loreto verbinden sich Landschaft und religiöse Zeugnisse: Dort liegt ein Hangwald mit einer Lourdesgrotte, einer verfallenen Kapelle, vierzehn Kreuzwegstationen und einem gut gepflegten Friedhof für die Schwestern des Klosters. Zur Anlage gelangen Sie über Rodeput und den Hoogenberg-Fußweg. Auf dem Weg erreicht man nach 200 Metern ein Gatter; an diesem führt ein Pfad zur Lourdesgrotte, zur Kapelle und zu den Kreuzwegstationen. In Simpelveld gibt es außerdem ein Netz aus Wander- und Fahrradrouten, in dem Sie Ihre eigene Route und Entfernung wählen können. Als regionaler Rahmen erstreckt sich das Land van Kalk von Aachen über Simpelveld bis Voerendaal und bietet Lebensraum für besondere Pflanzen und Tiere.

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