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Helenaveen lässt sich über drei unterschiedliche Themen kennenlernen: die Torfgewinnung, das geschützte Dorfbild und die Reste der Hochmoorlandschaft in der Deurnese Peel und der Mariapeel. Auch die Routen setzen eigene Akzente: Eine Wanderroute hat eine ausgewiesene Länge, die Gedichtenroute verbindet Helenaveen und Neerkant, und eine Fahrradroute führt durch die Peel-Gebiete. So können Sie vorab entscheiden, ob Sie den Schwerpunkt Ihrer Reise auf Kulturgeschichte, Wandern oder Radfahren legen möchten.

Torfgewinnung und historische Spuren

Im Jahr 1853 kauften Helena Panis’ Ehemann Jan van de Griendt und dessen Bruder Nicolaas in Helenaveen 610 Hektar Hochmoor zur Torfgewinnung. Die Arbeit mit dem Moor zeigt sich auch im sogenannten Dreizacksystem: Drei kleine Kanäle, Wijken oder Wieken genannt, mündeten in einen parallel zur Helenavaart angelegten Seitenkanal. Dieser war direkt mit der Hauptvaart verbunden, sodass der als Brennstoff verwendete Torf per Schiff abtransportiert werden konnte.

Eine spätere bauliche Spur sind die koningshoeven. Zwischen 1908 und 1920 wurden entlang der Helenavaart neun große, monumentale Höfe errichtet; angelegt wurden sie von der Maatschappij Helenaveen. Der Kauf des Hochmoors 1853 und die Errichtung der Höfe gut fünf Jahrzehnte später sind unterschiedliche Stationen der Ortsgeschichte: Die eine betrifft den Erwerb von Moorfläche zur Torfgewinnung, die andere die Reihe der Höfe entlang des Kanals.

Dorfbild, Kirche und Kunstorte

Ein großer Teil des Ortskerns von Helenaveen ist vom niederländischen Staat als geschütztes Dorfbild ausgewiesen. Die protestantische Saalkirche ist Teil eines Kirchenkomplexes. Zusammen geben Ortsbild und Kirche einen Einblick in die baulichen und kulturellen Themen Helenaveens, ohne dass sie mit der Geschichte der Torfkanäle gleichzusetzen sind.

Am Rand von Helenaveen markiert ein Kunstwerk die Fundstelle der Gouden Helm. Geschaffen hat es der Künstler Joep Coppens aus Vlierden; es befindet sich an der Ecke der Oude Peelstraat und des Centuriowegs. So lässt sich der markierte Ort auch anhand seiner konkreten Lage einordnen.

Die Mijmerplek Helenaveen liegt an der Stelle, an der früher eine koningshoeve stand. Zu ihr gehören eine wieder ausgegrabene frühere Hausgrube, ein wiederhergestellter Obstgarten mit Obstbäumen und einem Nussbaum, eine Informationstafel, eine Bank und ein Kunstwerk. Ein anderer Blick auf die Landschaft bietet sich von der Peeltroef Helenaveen: Von dort reicht der Ausblick auf die neue Landschaft, die nach dem Ende der landwirtschaftlichen Nutzung entstanden ist. Die Peeltroef zählt zu den besonderen Orten in und um De Peel, die gemeinsam dessen Geschichte mit den Schwerpunkten Torf, Krieg und Hochmoor erzählen.

Wandern und Radfahren in der Peel-Landschaft

Die Deurnese Peel und die Mariapeel bewahren rund um die ehemaligen veenkolonies Griendtsveen und Helenaveen Reste der einst weit ausgedehnten Hochmoorlandschaft. Zusammen bilden sie ein besonderes Naturgebiet zum Wandern. Die Wanderroute Deurnese- en Mariapeel ist 7,7 Kilometer lang und beginnt am Parkplatz Mariapeel an der Koolweg 36a in Helenaveen. Da Routendetails aktualisiert werden können, prüfen Sie die Angaben vor dem Aufbruch.

Die Gedichtenroute Helenaveen-Neerkant beginnt in Helenaveen, führt durch das Außengebiet von Helenaveen nach Neerkant und zurück nach Helenaveen. Unterwegs gibt es an vier Stellen Gedichte. Eine weitere Perspektive bietet die Fahrradroute Death Valley De Peel: Sie führt durch die Deurnese Peel und die Mariapeel sowie an Griendtsveen, Helenaveen und Neerkant vorbei und steht im Zusammenhang mit 75 Jahren Befreiung. Die beiden Routen setzen unterschiedliche Schwerpunkte: Die Wanderroute nennt eine konkrete Länge und einen Startpunkt, während die Fahrradroute Landschaften und Orte mit dem Befreiungskontext verbindet.

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