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Wer Grave für einen Kulturaufenthalt auswählt, begegnet einer Stadt, deren befestigte Vergangenheit im historischen Zentrum sichtbar bleibt. Grave gilt als die am häufigsten belagerte befestigte Stadt der Niederlande. Zu den erhaltenen Zeugnissen gehören bemerkenswerte, sorgfältig restaurierte Gebäude aus dem 17. und 18. Jahrhundert, Denkmäler, Klöster und Kirchen. Verwinkelte kleine Straßen und Gassen laden dazu ein, diese unterschiedlichen Aspekte zu Fuß zu erkunden.

Festungsgeschichte an ihren Schauplätzen

Die Hampoort ist eines der markanten historischen Bauwerke der Stadt: Von den damaligen Stadttoren ist nur sie erhalten geblieben, ihre frühere Funktion als Torbau hat sie jedoch verloren. Die heutige Hampoort wurde von 1686 bis 1688 errichtet. In dem Bau aus dem 17. Jahrhundert befindet sich das Stadsmuseum Grave. In der historischen Torhalle stehen Grave als Festungsstadt und die zahlreichen Belagerungen im Mittelpunkt der Dauerausstellung.

Ein weiteres Zeugnis der Militärgeschichte ist der Komplex Arsenaal im Südwesten der Umwallung der alten Festungsstadt. Er umfasst drei ursprünglich für militärische Zwecke errichtete Teile: ein ehemaliges Arsenal, dessen Ursprünge auf 1534 zurückgehen, ein ehemaliges Pulverhaus von 1689 und einen Kavalier, auch Katze genannt, von 1694 mit fünf Kasematten. Das Pulverhaus wurde 1898 von J. van Lokhorst zu einer Kapelle umgebaut. Die einzelnen Bauwerke zeigen, wie vielfältig die historischen Anlagen in Grave sind.

Auch die Kirchen erzählen von unterschiedlichen Bauzeiten. Die Bagijnenkerk ist ein gotischer Bau aus dem 15. Jahrhundert; kennzeichnend ist ihr ausgemauerter Treppenturm. Die Sint Elisabethkerk wurde wahrscheinlich um 1240 während der Regierungszeit von Hendrik III. van Cuyk, die von 1233 bis 1268 dauerte, als kleine romanische Kirche gegründet. Wer durch das Zentrum geht, kann diese Bauwerke zusammen mit weiteren Denkmälern und historischen Gebäuden wahrnehmen, statt den Blick nur auf die ehemalige Befestigung zu richten.

Museen und Wasserbau

Das Kazemattenmuseum Grave ergänzt den Blick auf die Stadtgeschichte um die Bedeutung des Zweiten Weltkriegs für Grave und seine Umgebung. Einen anderen Zugang bietet das Gemaal van Sasse: Es war das erste elektrische Pumpwerk, das der frühere Wasserverband De Maaskant errichten ließ. Heute dient es als Erlebniszentrum mit einer 3D-Ausstellung über die Vergangenheit und Gegenwart des Pumpwerks.

Das Besucherzentrum der Zuiderwaterlinie befindet sich im historischen Rathaus neben der Tourist Information Grave. Als Mini-Museum vermittelt es mit interaktiven und informativen Elementen Wissenswertes über die Zuiderwaterlinie und die Stellung Grave-Ravenstein. Dort werden außerdem Wander-, Fahrrad- und Autorouten verkauft, die zu Höhepunkten der Zuiderwaterlinie führen. Wenn Sie eine solche Route nutzen möchten, prüfen Sie vor der Reise, ob sie zu Ihrem Termin erhältlich ist.

Zu Fuß oder auf einer Route

Die Waterweetjeswandeling Grave beginnt am Gemaal van Sasse, Mars en Wijthdijk 1. Unterwegs führt sie an der Marina, dem Graafs Museum, dem Festungswall, dem Maasdijk und historischen Kanonen vorbei. Inhaltlich geht es auch um die Bedeutung der Maas für Grave im Lauf der Jahrhunderte. Die Historische Route stellt Grave als alte Festungsstadt und ihre Geschichte vor; Denkmäler und Gebäude erinnern dabei an die Vergangenheit. Eine weitere Route zur Kriegsgeschichte behandelt die Kriegsgeschichten von Grave und Mill.

Für eine zeitlich umrissene Stadtwanderung nennt das saisonale Besucherprogramm einen Start um 11 Uhr am Toeristisch Informatiepunt, kurz TIP Grave, im historischen Rathaus. Die Wanderung dauert etwa anderthalb Stunden. Prüfen Sie vorab, ob ein Termin in Ihren Aufenthalt fällt. Auch das Historisch Spektakel findet alle zwei Jahre statt. Zum Programm gehören eine Parade, Handwerk wie Korbflechten und Verkaufsstände; die Einzelheiten können sich von Ausgabe zu Ausgabe unterscheiden. Prüfen Sie deshalb die aktuellen Veranstaltungstermine, wenn Sie Ihre Reise danach ausrichten möchten.

Bei den genannten Radrouten unterscheiden sich sowohl der Schwerpunkt als auch die Länge. Die geschichtsorientierte Vesting-Route wird mit 21 oder 43 Kilometern angeboten. Die naturorientierte Raamvalleiroute umfasst Varianten von 32 oder 42 Kilometern. Die Waterroute verbindet Geschichte und Natur und ist mit 28 oder 39 Kilometern beschrieben. So können Sie die thematische Ausrichtung mit der für Sie passenden Streckenlänge abgleichen; Routendetails können sich ändern, daher lohnt sich vor der Fahrt ein Blick auf die Angaben zur Strecke.

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