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Im Dal van de Groote Beerze liegt eine 3,6 Kilometer lange Wanderroute; die vennenreiche Landschotse Heide zwischen Middelbeers und Westelbeers bildet einen zweiten Naturbezug. Mit der Mariakapel und Kamp Baarschot kommen historische Themen hinzu. Wenn Sie ein Hotel in Westelbeers suchen, können Sie Ihren Aufenthalt nach Landschaft und Bewegung oder nach Bau- und Erinnerungsgeschichte ausrichten.

Heide und Beerze-Tal

Die Landschotse Heide umfasst 239 Hektar und gehört zum Natura-2000-Netzwerk. Ihre Lage zwischen Middelbeers und Westelbeers verortet sie in der Landschaft der Region. Auch der Fluss Groote Beerze prägt den geografischen Bezug: Auf Höhe von Westelbeers durchquert er den nordbrabantischen Decksandriedel.

Das Dal van de Groote Beerze ist eine 298 Hektar große Bewirtschaftungseinheit von Brabants Landschap. Sie umfasst mehrere Flächen im Tal der Groote Beerze zwischen Bladel, Hapert, Casteren, Netersel und Westelbeers. Die 239 Hektar beziehen sich auf die Heide, die 298 Hektar auf die Bewirtschaftungseinheit im Beerze-Tal. So lassen sich die beiden Landschaftsthemen auseinanderhalten, statt sie als eine einzige Fläche zu betrachten.

Wandern und Radfahren

Wer das Tal zu Fuß erkunden möchte, findet dort eine 3,6 Kilometer lange Wanderroute. Für eine Radtour bietet die Route „De Brabantse Kempen het stilste stukje Nederland“ einen anderen Zugang zur Landschaft: Sie beginnt und endet bei Eigentijdserf in Westelbeers. Feuchtes Weideland an der Radroute bietet vielen Vögeln und anderen Tieren Nahrung. Damit gehört auch die ökologische Funktion der Landschaft zu den Eindrücken entlang der Strecke.

Die Routen geben unterschiedliche Orientierung für die Planung: Bei der Wanderung ist die Länge konkret benannt; bei der Radroute sind Anfang und Ende in Westelbeers verortet. Wer sich vor allem für Natur interessiert, kann so zwischen einer Wanderstrecke im Beerze-Tal und einer Radroute mit Start und Ziel bei Eigentijdserf wählen.

Mariakapel und Kamp Baarschot

Die Mariakapel in Westelbeers wurde 1637 als steinerne Kapelle wiedererrichtet, nachdem eine frühere Holzkapelle zerstört worden war. Sie ist Onze-Lieve-Vrouw van Scherpenheuvel geweiht. 1937 kamen ein kleiner Turm und eine Glocke hinzu. Damit lassen sich der Wiederaufbau und eine spätere bauliche Ergänzung als zwei unterschiedliche Phasen der Kapellengeschichte einordnen.

Wenn Sie die Mariakapel als Ausgangspunkt für Wanderungen in die umliegenden Felder und Wälder einplanen, prüfen Sie vorab, ob Parken und Zugang aktuell möglich sind. So können Sie die lokale Geschichte mit einem Aufenthalt im Freien verbinden, ohne die Kapelle mit einer bestimmten Besuchsmöglichkeit gleichzusetzen.

Auf dem Gelände von Kamp Baarschot ist eine Baracke als Erinnerung an die vielen Menschen erhalten, die dort von den 1930er-Jahren bis zum Ende des 20. Jahrhunderts verblieben. Jüdische und nichtjüdische Männer wurden in Kamp Baarschot zwangsweise festgehalten. Nach der Befreiung diente Kamp Baarschot zunächst als Auffangort für Menschen aus unsicheren Gebieten sowie für Flüchtlinge, die noch nicht nach Hause zurückkehren konnten.

Eine besondere Geschichte der Heide

Die vennenreiche Landschotse Heide hat auch eine militärische Übungsgeschichte. Für Übungszwecke wurden dort ein Hafen und „Scheinboote“ nachgebildet, um Bombenrichter beim Üben des Bombardierens alliierter Häfen und Schiffe zu unterstützen. Die breiten Erdwälle waren 50 Meter lang und 7 Meter breit und von einem Graben umgeben. Diese Maße geben der ungewöhnlichen Nutzung der Heide einen konkreten räumlichen Bezug, ohne ihr eine nicht belegte Zeitstellung zuzuordnen.

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