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Spielbare historische Orgeln, ein Mühlenmuseum und eine weitläufige Polderlandschaft zeigen unterschiedliche Seiten von Alkmaar und den umliegenden Orten. In der Innenstadt stehen Kunst, Kirchen und Käsetradition im Blick; in De Rijp und Schermerhorn erzählen Museen und Bauwerke von Seefahrt und Wasserwirtschaft. Die Eilandspolder umfasst 1.950 Hektar, ein Viertel davon ist Wasser. Sie liegt zwischen Graft, De Rijp, Noordeinde, Grootschermer, Schermerhorn und Driehuizen und ist als Natura-2000-Gebiet geschützt. So finden Sie Anknüpfungspunkte für einen Besuch, der sich an Stadtgeschichte, Technik oder Landschaft orientiert.

Mühlen und Seefahrtsgeschichte

In Schermerhorn ist die Museummolen die mittlere von drei Mühlen. Vom 1. April bis zum 1. November ist sie für Besucher geöffnet; die saisonale Öffnung kann sich ändern. In der Mühle sehen Sie, wie eine Wassermühle funktioniert und wie vor 400 Jahren durch die Trockenlegung des Schermeers der Schermerpolder entstand. Besucherzentrum und Mühlenhof sind rollstuhlgerecht zugänglich, die Mühle selbst jedoch nicht. Prüfen Sie die Angaben zur Barrierefreiheit vor Ihrer Reise erneut.

Eine andere Perspektive auf die Geschichte der Region bietet das Museum In ’t Houten Huis in De Rijp. Es befindet sich in einem Holzgebäude aus dem 18. Jahrhundert und behandelt Heringsfang, Walfang und Schifffahrt. Seekarten, Schiffstagebücher und Drucke geben diesen Themen konkrete Gegenstände; außerdem vermittelt das Museum die Geschichte des Walfangs auf Schermereiland und seiner Seefahrer. Wer lieber draußen durch den Ort geht, findet bei der sechs Kilometer langen Dorpswandeling De Rijp Denkmäler, fotogene Grachten und historische Fassaden.

Auch das Rathaus von De Rijp erzählt von der Dorfgeschichte: Jan Adriaenszn Leeghwater entwarf das Gebäude, das die Bedeutung des Dorfes im 17. Jahrhundert veranschaulicht. Die Innenstadt, De Rijp und das Westerhoutkwartier sind staatlich geschützte Ortsbilder. In der Oudorperpolder liegt zudem die Stätte Nieuwburg, ein nationales archäologisches Denkmal.

Kunst, Kirchen und Käsetradition in Alkmaar

Im Stedelijk Museum Alkmaar begegnen sich alte und moderne Kunst sowie bedeutende Wechselausstellungen. Zur Dauerausstellung gehören Werke von Künstlern der Bergener Schule, darunter Else Berg, Mommie Schwarz, Leo Gestel, Dirk Filarski, Arnout Colnot sowie Piet und Matthieu Wiegman. Das Museum verbindet Kunst und Geschichte; so können Sie den Besuch an einer Sammlung, einer Ausstellung oder den Werken dieser Künstler ausrichten.

In der Grote Kerk Alkmaar stehen gleich mehrere unterschiedliche Entdeckungen nebeneinander: zwei historische, noch spielbare Orgeln, das Gewölbegemälde „Das Jüngste Gericht“ und Fiona Tans Kunstwerk „Het Grote Raam“. Die App „De Grote Zerk“ vermittelt Informationen zu den 1.755 Grabplatten auf dem Kirchenboden. Bei der kostenlosen interaktiven VerhalenVangers-Tour lösen Besucher mit einem Tablet Aufgaben und entdecken Geschichten über das Gebäude und seine Schätze.

Das Dutch Cheese Museum befindet sich im Waaggebouw mit Blick auf den Waagplein. Dort findet von April bis Oktober jeden Freitag der Käsemarkt statt; die saisonalen Termine können sich ändern, daher lohnt sich ein Blick auf die Daten vor dem Besuch. Im Museum geht es um die Geschichte der Käseherstellung und des niederländischen Landlebens, vermittelt anhand historischer Artefakte und Gemälde. Ein Viewer mit Augmented-Reality-Technik macht den Käsemarkt ganzjährig im Museum erlebbar. Zum Jahreslauf Alkmaars gehört außerdem Alkmaars Ontzet, das jährlich am 8. Oktober gefeiert wird und zu den ältesten Traditionen der Stadt zählt. Das Programm variiert von Jahr zu Jahr.

Zu Fuß zwischen Stadt und Polder

Die Spazierwege in Alkmaar setzen verschiedene Schwerpunkte. Die 3,5 Kilometer lange Stadswandeling Alkmaar führt durch die alte Innenstadt; die 4,5 Kilometer lange Monumentenwandeling passiert die wichtigsten Denkmäler der Stadt. „Kunst op Straat“ erstreckt sich über sechs Kilometer und führt zu besonderen Kunstobjekten, Gedichten und weiteren kreativen Ausdrucksformen im öffentlichen Raum. Auf der 3,2 Kilometer langen Route „Vrouwen van Alkmaar“ lernen Sie Geschichten über Frauen kennen, die Alkmaar geprägt haben. Die Elfendeurtjesroute ergänzt solche Stadtspaziergänge mit 26 Elefantentüren an besonderen Orten und in Schaufenstern der Innenstadt.

Für die Landschaft bietet die Eilandspolder andere Maßstäbe und Wegverläufe. Die sieben Kilometer lange Route „Door de Eilandspolder“ beginnt in De Rijp und führt über gut zugängliche Wege durch das Naturgebiet. „Haring en Hennep“ ist 14 Kilometer lang und passiert Dörfer wie Grootschermer, Noordeinde und De Rijp. Die 20 Kilometer lange Wanderung Alkmaar–Noordeinde führt von Alkmaar über eine Fährverbindung nach De Schermer und in die Eilandspolder; prüfen Sie für Ihre Planung den Fahrplan. Auf den Gewässern der Eilandspolder gilt eine Höchstgeschwindigkeit von sechs Kilometern pro Stunde. Informieren Sie sich vor einer Fahrt über die aktuellen kommunalen Bootsregeln.

Das Land van Leeghwater liegt östlich von Alkmaar und lässt sich mit dem Fahrrad, dem Boot, dem SUP-Board oder zu Fuß erkunden. In der Eilandspolder bietet SupSchermer SUP-Unterricht und Touren durch De Schermer und die Eilandspolder an; das Angebot kann sich ändern. So stehen in den beschriebenen Ausflügen unterschiedliche Arten des Entdeckens nebeneinander: kurze thematische Stadtwege, Wanderungen durch die Polderlandschaft und Aktivitäten auf dem Wasser.

Weitere Reiseziele entdecken: Koedijk, Alkmaar, Oudorp, Schermerhorn, Stompetoren, Driehuizen, Zaanstad, Haarlemmermeer.

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Nordholland.

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