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Aerdenhout verbindet Baugeschichte mit Landschaft: Zu den örtlichen Themen zählen Villen und historische Häuser ebenso wie die raue Binnendüne Naaldenveld. Die Bauten reichen vom Jagdhaus des frühen 17. Jahrhunderts bis zu Entwürfen der Nachkriegszeit. Ihre unterschiedlichen Vorbilder und Materialien geben der Architekturgeschichte konkrete Konturen.

Villenarchitektur und unterschiedliche Vorbilder

Der Aerdenhoutspark ist der älteste Villenbezirk Aerdenhouts; seine Anlage begann 1899. De Kroft entstand 1917/18 als Wohn- und Arbeitsstätte für den Architekten J.P. Smits und seine Familie. Der Entwurf orientiert sich an der englischen Landhausarchitektur des späten 19. Jahrhunderts, besonders an den Arbeiten von R.N. Shaw und Sir E.L. Lutyens. Bauzeit und Vorbild liegen damit in unterschiedlichen Jahrzehnten: De Kroft entstand im frühen 20. Jahrhundert, greift aber eine ältere Architektursprache auf. Das Haus liegt am östlichen Rand des Villenparks Oosterduin, am Übergang von der Strandwall- zur Strandflächenlandschaft.

Villa Looyen wurde zwischen 1948 und 1950 nach einem Entwurf des Architekten ir. B. Bijvoet gebaut und gilt als wesentliches Beispiel der frühen Wiederaufbauarchitektur ab 1940. Der Entwurf ist von den Villen Le Corbusiers inspiriert; beim Bau wurden Glasbausteine verwendet. Die Gartenanlage mit Terrasse rund um die Villa wurde von der Gartenarchitektin Mien Ruys angelegt. Ein weiterer Le-Corbusier-Bezug findet sich bei der Adventskerk: Sie wurde 1957/58 nach einem Entwurf des Architekten K.L. Sijmons gebaut. Ihr Entwurf ist stark vom Werk Le Corbusiers inspiriert; zu den rauen Materialien zählen Beton und unbehandeltes Holz.

Historische Häuser und ihre Details

De Koekoek, auch Brouwershuisje genannt, ist ein Jagdhaus aus dem frühen 17. Jahrhundert auf dem Landgut Koekoeksduin in Aerdenhout. De Olifant zeigt eine andere, schlichtere Bauform: Das niedrige Wohnhaus stammt aus dem 18. Jahrhundert und hat ein gerades Kranzgesims, das den oberen Fassadenabschluss bildet. Boekenrode ist ein stattliches Landhaus mit einer hölzernen Türpartie und einem schönen Teehaus aus dem späten 18. Jahrhundert.

Die Beispiele lassen sich anhand verschiedener Aspekte vergleichen: bei De Kroft sind die englischen Landhausvorbilder wichtig, bei Villa Looyen unter anderem die Glasbausteine und der Garten, bei De Olifant die niedrige Form und das Kranzgesims. So wird Aerdenhouts Baugeschichte nicht auf eine einzige Epoche oder einen einzigen Stil reduziert.

Binnendüne, Wanderwege und Orientierung

Das Naaldenveld ist eine raue Binnendüne in Aerdenhout und wird von Landschap Noord-Holland verwaltet. Die Wanderroute Rondje Aerdenhout (lila) beginnt am Bahnhof Heemstede-Aerdenhout und ist mit öffentlichen Verkehrsmitteln gut erreichbar. Damit hat die Route einen konkreten Startpunkt für die Planung. Am Bahnhof gibt es außerdem eine StationsHuiskamer, in der Reisende mit Einrichtungen für Fahrgäste warten können.

In Aerdenhout sind drei Hundeauslaufgebiete ausgewiesen: ein Fußweg zwischen der Van Vollenhovenlaan und der Leeuwerikenlaan, ein Wald zwischen der Juliana van Stolberglaan und der Bentveldseweg sowie der Mr. H. Enschedépark. Wer auch Ziele in der Umgebung einbeziehen möchte, findet nördlich von Aerdenhout die Buitenplaats Elswout mit drei markierten Wanderwegen. Im weiteren Umfeld führt die Haarlemroute durch die drei zusammenhängenden Landgüter Woestduin, Vinkenduin und Leyduin. Die Hinweise unterscheiden sich in ihrer Reichweite: Elswout liegt nördlich, während die Haarlemroute im weiteren regionalen Umfeld verläuft.

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