In Lijnden treffen Wasserwege und die Geschichte der Trockenlegung des Haarlemmermeers aufeinander. Am Wasser gibt es einen Wanderweg, eine Fahrradroute und weitere Wanderwege entlang der Ringvaart. Für die Wahl einer Unterkunft können Sie daher zuerst überlegen, ob Sie vor allem Wege am Wasser oder die örtliche Wasserbaugeschichte in Ihren Aufenthalt einbeziehen möchten.
Wander- und Radwege am Wasser
Zwischen Lijnden und Zwanenburg verläuft neben der Ringvaart ein etwa 2 Kilometer langer Jaagpad, der heute als Wanderweg dient. Er bietet eine klar benannte Wegstrecke mit zwei angegebenen Endpunkten. Davon zu unterscheiden sind die weiter gefassten Möglichkeiten entlang der Ringvaart Haarlemmermeer: Dort gibt es eine Fahrradroute und mehrere Wanderwege am Wasser. Auch die touristische Route Rondje Ringvaart Haarlemmermeer führt unter anderem durch Lijnden.
Eine konkrete Orientierung vor Ort bietet die Ecke der Hoofdweg Westzijde am Übergang der Lijnderdijk in die Akerdijk. Dort gibt es eine Sitzgelegenheit am Wasser mit einer Ladestation für E-Bikes. Wenn Sie die Einrichtung bei einer Radtour einplanen, prüfen Sie vorab, ob sie aktuell verfügbar ist; solche Besucherangebote können sich ändern.
Ringvaart, Hoofdvaart und Pumpwerk
Die Hoofdvaart ist ein 20 Kilometer langer Kanal, der von Norden nach Süden an Lijnden vorbeiführt. Ihr nördliches Ende liegt am Gemaal De Lynden neben der Ringvaart: Dort mündet die Hoofdvaart in Lijnden. Diese Beziehung macht den Ortspunkt für alle interessant, die die örtlichen Wasserwege genauer einordnen möchten. Die Ringvaart selbst ist seit 2017 kommunales Kulturerbe der Gemeinde Haarlemmermeer.
Auch die Entstehung der Kanäle gehört zur Geschichte der Landschaft. Die Hoofdvaart wurde 1852 nach der Trockenlegung des Haarlemmermeers ausgehoben. Gemaal De Lynden war eines von drei Dampfpumpwerken, die zwischen 1849 und 1852 zur Trockenlegung beitrugen. Kanal und Pumpwerk stehen damit in unterschiedlichen, aber zeitlich verbundenen Bezügen zu diesem Vorhaben: Die Hoofdvaart wurde nach der Trockenlegung angelegt, während die Pumpwerke zu deren Durchführung beitrugen.
Technikgeschichte in Lijnden
Ein weiteres Detail ist das Transformatorhaus in Lijnden. Es wurde zur Elektrifizierung einer Zentrifugalpumpe des Gemaal De Lynden und des Weilers Lijnden errichtet. J.B. van Loghem entwarf das Haus 1919. Seine Funktion verbindet die Technikgeschichte des Pumpwerks mit der Elektrifizierung des Weilers; die Datierung und der Name des Architekten geben diesem Thema einen konkreten historischen Rahmen.
Zusammen betrachtet führen Pumpwerk, Hoofdvaart und Transformatorhaus zu verschiedenen Aspekten der Wasser- und Technikgeschichte: zur Trockenlegung, zum Kanalbau und zur Elektrifizierung. Die Ringvaart ergänzt diese Perspektive als kommunales Kulturerbe. Wer sich eher für Wege interessiert, findet dagegen am Jaagpad und an den Routen entlang der Ringvaart konkrete Anhaltspunkte für die eigene Planung.
Einkehr im ehemaligen Pumpwerk
QuatreBeach befindet sich im ehemaligen Pumpwerk in Lijnden. Das Restaurant hat eine industrielle Innengestaltung und eine hölzerne Terrasse mit Sand. Angeboten werden Frühstück, Mittagessen, Getränke und Abendessen. Damit lässt sich bei der Planung eine Einkehr mit unterschiedlichen Mahlzeiten berücksichtigen. Da sich Angebot und Service ändern können, empfiehlt es sich, die aktuellen Möglichkeiten vor einem Besuch zu prüfen.
So können Sie Lijnden danach beurteilen, welcher dieser örtlichen Bezüge Ihren Aufenthalt stärker prägen soll.
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