In Heemstede erzählen Parkanlagen und historische Bauwerke von ganz unterschiedlichen Epochen. Besonders anschaulich wird das im Groenendaal: Der Parkwald liegt auf ursprünglichem Binnendünengebiet und verbindet offene mit geschlossenen Bereichen, Laub- und Nadelbäume mit älteren Waldparzellen, Solitärbäumen und Baumgruppen. Als weitgehend erhaltenes, großflächiges Parkwaldgebiet aus der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts ist Groenendaal zugleich ein Rijksmonument.
Parkgeschichte im Groenendaal entdecken
Zu den frühen Parkelementen gehören die Lindenkom mit einem angrenzenden Hügel und Sichtachsen. Auch ein historischer Aussichtshügel ist erhalten; später wurde darauf die Belvedere errichtet. So lässt sich der Charakter des Parks nicht nur an den unterschiedlichen Baumbeständen, sondern auch an seiner Gestaltung ablesen. Wenn Sie zu Fuß unterwegs sind, führt eine Wanderroute durch Groenendaal. Sie ist für Mobilitätshilfen und Kinderwagen geeignet; verhindern Hindernisse die Passage, wird eine Alternative angeboten. Ein Teil der Route verläuft durch ein Gebiet, in dem Hunde nicht erlaubt sind.
Für den Besuch gilt eine klare zeitliche Begrenzung: Zugang zum Wandelbos Groenendaal und Aufenthalt dort sind nur zwischen Sonnenaufgang und Sonnenuntergang gestattet. Die Manpadroute bietet einen anderen Blick auf die Umgebung: Sie ist eine Fahrradroute am Binnenduinrand entlang und führt am im 17. Jahrhundert erbauten Huis te Manpad vorbei. Vor der Tour lohnt sich ein Blick auf die Routenführung, da vorübergehende Umleitungen sich ändern können.
Huis te Manpad und seine Gartenanlagen
Huis te Manpad ist eine historische buitenplaats in Heemstede. Der Amsterdamer Kaufmann Cornelis Mattheuszn. Heuts ließ das Haus zwischen 1634 und 1640 erbauen. Im Park sind formale Gestaltungselemente des 18. Jahrhunderts bewahrt, darunter eine zentrale Sichtachse und Teile des Alleenmusters. Besonders eigenständig wirkt die mehr als 200 Meter lange Schlangenwand mit alten Obstsorten. Daneben finden sich Elemente der landschaftlichen Gestaltung des 19. Jahrhunderts.
Der Park rund um Huis te Manpad kann auf Anfrage besichtigt werden. Die Insel mit dem privat bewohnten Haus ist für die Öffentlichkeit nicht zugänglich. Diese Unterscheidung ist für die Planung wichtig: Ein Besuch des Parks und der Zugang zum Haus sind nicht dasselbe. Die Manpadroute führt am historischen Haus vorbei, während für die Besichtigung des Parkgeländes eine Anfrage nötig ist.
Natur erleben im Park Meermond
Park Meermond setzt einen anderen Akzent. Er liegt am Spaarne, hinter dem Bauhof der Gemeinde und neben den Wiesen von Hageveld. Als Naturspielplatz angelegt, bietet er einen Spielwald und einen Nachhaltigkeitspfad. Informationstafeln entlang des Pfads greifen Themen aus Umwelt und Umgebung auf; damit lässt sich ein Spaziergang mit kleinen Einblicken in die Landschaft verbinden. Der Park eignet sich außerdem zum Naturerleben und Picknicken.
Der Haupteingang und die Parkplätze befinden sich an der Cruquiusweg 49. Zu Fuß und mit dem Fahrrad erreichen Sie den Park über den Freizeitweg ab Hageveld. Park Meermond ist täglich von Sonnenaufgang bis Sonnenuntergang geöffnet; für Ihre Planung können Sie die aktuellen Zugangshinweise prüfen. So unterscheidet sich die Orientierung hier von der Anfrage für den Park rund um Huis te Manpad: In Meermond sind Eingang, Adresse und Zugangsmöglichkeiten angegeben, während die Besichtigung bei Huis te Manpad auf Anfrage erfolgt.
Mühle, Kirche und lokale Eindrücke
De Nachtegaal ist eine runde Getreidemühle des Typs Stellingmühle. Ihr Bau begann 1760 und wurde 1761 vollendet. Der Mühlenrumpf ist seit dem 21. April 2000 als Rijksmonument eingetragen. Die Mühle besitzt außerdem industriearchäologischen Wert als Erinnerung an die frühesten industriellen Tätigkeiten in Heemstede. Im alten Ortsteil De Glip prägt sie das Bild an der Brücke über die Glipperzandvaart.
Auch die Oude Kerk verbindet mehrere Zeitschichten: Sie wurde 1625 auf den Resten einer Marienkapelle aus dem 14. Jahrhundert errichtet. Die einschiffige spätgotische Kirche beherbergt das Grabmonument von Adriaan Pauw aus dem Jahr 1656 und eine einmanualige Orgel von A. Paradijs aus dem Jahr 1752. Sie wird weiterhin für Gottesdienste genutzt und eignet sich außerdem für Konzerte und Vorträge.
Für einen weiteren Einblick in das örtliche Leben findet jeden Mittwoch in Heemstede ein Markt statt. Die Kinderboerderij ’t Molentje ist ein besucherorientierter Kinderbauernhof mit Tieren und Aktivitäten. Ihr Besucherzentrum kann für kreative Workshops kleiner Gruppen gemietet werden: höchstens zwölf Personen je Vor- oder Nachmittagsabschnitt. So stehen in Heemstede neben Parkwald und Gartenkunst auch Angebote im Alltag der Gemeinde im Blick.
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