Das Uitgeestermeer umfasst 660 Hektar. In Uitgeest erzählt Wasser von zwei Seiten des Ortes: Segelrouten und Fährüberfahrten erschließen den See, historische Mühlen erinnern an die Entwässerung der Polder. Forts und die sichtbaren Spuren des Oer-IJ ergänzen diese Entdeckungen um weitere Kapitel der Landschafts- und Ortsgeschichte.
Das Uitgeestermeer und seine Routen
An den Ufern des Uitgeestermeers gibt es Flächen für die Tageserholung, kleine Strände und Jachthäfen. Segeln, Rudern, Surfen und Motorbootfahren sind dort möglich; Jachthäfen stehen für diese Aktivitäten zur Verfügung. Zudem ist das Uitgeestermeer an 350 Kilometer Segelrouten angebunden. Damit gehören sowohl Ausflüge direkt am Wasser als auch ein umfangreiches Routennetz zum Bild des Sees.
Eine andere Art, die Wasserwege zu erkunden, bietet die Pontjesroute mit ihren vier Fährüberfahrten. Bei zwei Überfahrten bedienen Sie die Fähre selbst mit einer Handwinde. Da der Fährbetrieb saisonal sein kann, prüfen Sie vor der Abfahrt, ob die Fähren verkehren.
Auch an Land führen Wege nah ans Wasser: Die Dorregeesterpolderroute verläuft an den Ufern des Uitgeestermeers entlang. In ihrer Nähe liegt ein Aussichtspunkt mit Panorama über das Wasser. Im Erholungsgebiet Dorregeest gibt es außerdem einen Sandstrand zum Schwimmen und Surfen, eine große Spiel- und Liegewiese, kostenlose Parkplätze, ein Toilettengebäude und einen Tagescampingplatz. Wasserbedingungen und Einrichtungen können variieren.
Forts und historische Bauwerke
Das Fort aan den Ham ist eines der 42 Forts der Stelling van Amsterdam, die seit 1996 auf der UNESCO-Welterbeliste steht. Errichtet wurde es zwischen 1896 und 1903 im Sektor Zaandam. Zum Besuchsangebot zählen Ausstellungen, Führungen, Reenactments und Aktivitäten für Menschen unterschiedlichen Alters; das Programm kann variieren.
Am Fort K’IJK dauert die Audiotour etwa 30 Minuten und ist auf Englisch, Deutsch und Niederländisch verfügbar. Der Aussichtspunkt dort ist kostenlos und über den Eingang des Teehauses erreichbar. Da sich Besuchsangebote und Zugangswege ändern können, prüfen Sie diese Angaben am besten vor Ihrem Besuch.
Auch in der Kerkbuurt lässt sich der historische Baubestand entdecken: Dort stehen Häuser und Gebäude aus dem 17. und 18. Jahrhundert. Zu den genannten Beispielen gehören die Niederländisch-Reformierte Kirche, die Kirche Unserer Lieben Frau von der Geburt und das Regthuys.
Mühlen und Wasserwirtschaft
Die Wassermühle De Kat, früher auch De Zien genannt, ist mindestens die dritte Mühle an ihrem Standort. Sie entwässerte den Polder De Zien und erfüllt diese Funktion weiterhin. Ihre Gründung erfolgte aller Wahrscheinlichkeit nach 1567. Für Besucher ist sie samstags von 11:00 bis 15:00 Uhr geöffnet, wenn sich die Flügel drehen; Besuche sind außerdem nach Vereinbarung möglich.
Andere Mühlen erzählen von weiteren Poldern und technischen Lösungen. Die 1896 errichtete De Dog ist ein achtkantiger Oberkruier. Zusammen mit einem elektrischen Pumpwerk entwässerte sie den 645 Hektar großen Castricummerpolder am Schermerboezem. Die Tweede Broekermolen wurde aller Wahrscheinlichkeit nach 1631 errichtet. Als achtkantige Außenkruier entwässerte sie zusammen mit vier weiteren Mühlen den etwa 1.805 Hektar großen Polder Uitgeester- en Heemskerkerbroek am Schermerboezem. Wegen ihrer Bewohnung ist die Tweede Broekermolen nicht zugänglich; prüfen Sie die Besuchsmöglichkeit, bevor Sie einen Besuch einplanen.
Im industriellen Erfgoedpark De Hoop in Uitgeest befindet sich die Holzsägemühle De Corneliszoon. Sie soll eine Bandsäge, eine Kreissäge und weitere kleine Holzbearbeitungsmaschinen antreiben. Ein Informationspunkt in einer restaurierten Holz-Trocknungshalle erzählt vom Oer-IJ und von der Landschaft, die Uitgeest geprägt hat. Am Informationspunkt wird auch über Cornelis Corneliszoon und seine Erfindung im Bereich der Holzsägemühle informiert.
Die Dorregeestermolen wurde nach einer früheren Betriebsunterbrechung zwischen 1975 und 1978 schrittweise restauriert. Heute wird sie wieder regelmäßig in Betrieb genommen. Ihre Geschichte ergänzt die der Mühlen, die mit der Entwässerung der Polder verbunden sind.
Spuren des Oer-IJ und praktische Orientierung
Uitgeest liegt im Einzugsgebiet des Oer-IJ. Spuren des verschwundenen Flussarms sind noch heute in der Landschaft zu sehen. Geführte Spaziergänge in der Oer-IJ-Landschaft bieten Gelegenheit, Wiesenvögel zu beobachten; das Führungsangebot kann variieren. So lässt sich die Landschaft nicht nur über ihre sichtbaren Formen, sondern auch über ihre Naturgeschichte erschließen.
Vom Bahnhof Uitgeest fahren regelmäßig Züge nach Alkmaar und Amsterdam; in beide Richtungen fährt viertelstündlich ein Zug. Prüfen Sie vor der Reise den aktuellen NS-Fahrplan.
Weitere Reiseziele entdecken: Uitgeest, Wieringen, Graft-De Rijp, Muiden, Hilversum, Ouder-Amstel, Weesp, Heerhugowaard.
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