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Ootmarsum lässt sich über sehr unterschiedliche Spuren entdecken: herrschaftliche Wohnkultur im Drostenhuis, die Kunst Ton Schultens und ein Freilichtmuseum am Rand der historischen Stadt. Dazu kommen die Geschichte einer steinernen Getreidemühle und das Springendal nahe Ootmarsum. Die kulturellen Stationen erzählen von Häusern, Kunst und Alltag; im Springendal stehen Gewässer und Landschaft im Mittelpunkt.

Kunst und Wohnkultur in unterschiedlichen Zeitschichten

Das Drostenhuis war zunächst ein städtischer Bauernhof und wurde um 1750 zu einem Herrenhaus umgebaut. Seine Räume enthalten antike Möbel aus dem frühen 19. Jahrhundert, Gemälde und Gebrauchsgegenstände, die das Leben der herrschaftlichen Bevölkerung veranschaulichen. So stehen zwei historische Ebenen nebeneinander: die Umwandlung des Hauses im 18. Jahrhundert und die Ausstattung aus dem folgenden Jahrhundert.

Das Museum Ton Schulten setzt einen anderen Akzent. Gemälde und Dokumentarfilme führen in die Welt, die Gedanken, die Sichtweise und die künstlerische Suche des Malers ein. Seine Werke sind dauerhaft zu sehen. Daneben gibt es einen separaten Themenraum für wechselnde Ausstellungen nationaler und internationaler Gastkünstler. Der Kontrast zwischen der dauerhaften Präsentation Schultens und den wechselnden Gastbeiträgen macht die beiden Ausstellungsteile unterscheidbar. Für Gruppen besteht die Möglichkeit, eine Führung zu reservieren.

Museen zum Anschauen und Mitmachen

Das Openluchtmuseum Ootmarsum liegt am Rand der historischen Stadt. Es zeigt authentische Gebäude mit jeweils eigener Einrichtung und eigenen Gebrauchsgegenständen. Der Besuch unterscheidet sich damit von einer Ausstellung, die vor allem Gemälde oder Filme in den Mittelpunkt stellt: Hier prägen die Gebäude und ihre individuelle Ausstattung den Eindruck des Museums.

Im Schoolmuseum Ootmarsum können Gruppen Unterricht in einem Klassenraum aus dem 17. Jahrhundert erhalten. Auch die Zugänglichkeit kann für die Planung wichtig sein: Das Museum ist für Rollstuhlfahrer zugänglich, verfügt über einen rollstuhlgerechten Toilettenraum und hat einen Aufzug. Wenn Sie auf diese Ausstattung angewiesen sind, bestätigen Sie die aktuellen Angaben vor Ihrem Besuch. Für Gruppen bieten Schoolmuseum und Museum Ton Schulten unterschiedliche Formate: Unterricht im historischen Klassenraum dort, eine reservierbare Führung hier.

Mühle und Denkmal

Die H.H.-Simon-und-Judas-Kirche ist ein Rijksmonument mit der Nummer 31756. Die Molen van Oude Hengel ist eine steinerne Getreidemühle in Ootmarsum am Rand der Ageleres. Ihr heutiger steinerner Bau wurde 1872 errichtet, nachdem der hölzerne Mühlenrumpf von 1866 abgebrannt war.

Auch die spätere Nutzung der Mühle gehört zu ihrer Geschichte: Von 1911 bis 2010 befand sie sich im Besitz der Familie Oude Hengel, zusammen mit Bäckerei, Laden, Café und Sägerei. Baugeschichte und Familienbetrieb beschreiben dabei verschiedene Abschnitte: erst den Neubau nach dem Brand, dann die lange Zeit, in der Mühle und weitere Betriebe zur Familiengeschichte gehörten.

Springendal und Fahrradroute

Das Springendal liegt nahe Ootmarsum. Dort speist aufsprudelndes Wasser drei Teiche, die wiederum den Springendalsebeek versorgen. Die Landschaft umfasst Wälder, Hügel, Weiden, kleine Seen, Heuwiesen, Heideflächen und historische Bauernhöfe. Damit bildet der Naturraum einen anderen Schwerpunkt als Museen und historische Gebäude: Wasser und verschiedene Landschaftselemente prägen die Ortsbeschreibung.

Als Fahrradroute für Ootmarsum und Denekamp wird die Springendalroute mit Varianten über 43 und 53 Kilometer geführt. Die beiden Distanzen geben eine konkrete Wahl des Streckenumfangs, ohne eine bestimmte Fahrzeit vorzugeben. Prüfen Sie vor der Fahrt den aktuellen Routenstand.

Weitere Reiseziele entdecken: Weerselo, Saasveld, Rossum, Lattrop, Deurningen, Agelo, Tilligte, Denekamp.

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Dinkelland.

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