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35 Bleiglasfenster, geschaffen von Künstlern aus fünf Generationen der Familie Nicolas, geben der Sint-Pancratius-Basilika ein besonderes Detail. Tubbergen lässt sich über solche kulturellen Zeugnisse ebenso erschließen wie über Spazierwege und die Landschaft der Umgebung. So können Sie Ihren Aufenthalt danach ausrichten, ob Sie vor allem Baugeschichte, lokale Erinnerung, Glaskunst oder Wege zu Fuß interessieren.

Kirchen und Baugeschichte

Die neogotische St.-Pancratius-Kirche wurde 1896–1897 nach einem Entwurf von Alfred Tepe neben einem Westturm aus dem 16. Jahrhundert errichtet. Die Sint-Pancratius-Basilika besitzt die 35 Bleiglasfenster der Familie Nicolas; im Jahr 2000 wurde die Pancratius-Kirche zur Basilica Minor erhoben. Architektur, Glasgestaltung und der spätere kirchliche Rang bilden unterschiedliche Anhaltspunkte, wenn Sie sich mit der Geschichte des Ortes beschäftigen.

Ein anderer Akzent ist die Hervormde Kerk: Das einfache Saalgebäude stammt aus dem Jahr 1810 und hat ein Türmchen über der Fassade. Zu seiner Ausstattung gehört eine spätgotische Sandsteinkanzel von 1519. Die Jahreszahlen 1519 und 1810 verweisen auf verschiedene Bau- und Kunstphasen; sie helfen, die beiden Kirchen als eigenständige historische Zeugnisse zu betrachten, statt sie zu einer einheitlichen Epoche zusammenzufassen.

Erinnerungsorte und lokale Geschichte

Auf der Tubbergse Esch steht das von August Falise entworfene Denkmal für Mgr. Dr. Schaepman. Es wurde am 11. August 1927 enthüllt. Herman Schaepman wurde 1844 in der Eeshof geboren. Der Vergleich der beiden Daten ordnet Geburt und spätere Erinnerung zeitlich ein, ohne die unterschiedlichen Orte und Ereignisse gleichzusetzen.

Auch das Motorraddenkmal gehört zur lokalen Erinnerung: Es steht auf einem Kreisverkehr und nimmt Bezug auf die TT von Tubbergen. Seine Inschrift trägt die Namen von fünf Menschen, die bei den Straßenrennen von Tubbergen ums Leben kamen: drei Rennfahrer und zwei Zuschauer. Das Denkmal erinnert damit nicht nur an den Motorsport, sondern benennt auch die Menschen, die bei den Rennen starben.

Der untere Teil des Hauses Enschede beziehungsweise der Eeshof stammt teilweise noch aus dem 18. Jahrhundert. Die noch erkennbaren Gräben der Eeshof verbinden die Heinemansbeek und die Markgraven. Gebäude, Wasserläufe und Gräben zeigen unterschiedliche Seiten der Ortsgeschichte und geben der Eeshof mehr als nur einen architektonischen Bezugspunkt.

Spazierwege nach Streckenlänge wählen

Der Tubberger Esch ist ein 8 Kilometer langer Dorfrundweg. Er beginnt im Zentrum von Tubbergen am Raadhuisplein. Das Dorpsommetje Tubbergen: Schultenwolde ist ein 10,5 Kilometer langer Spazierweg. Wer die beiden Strecken nach Länge vergleicht, findet einen Unterschied von 2,5 Kilometern zwischen ihnen.

Auf der Tubbergse Esch steht außerdem das Dr.-Schaepman-Denkmal.

Landschaft rund um Tubbergen

In der näheren Umgebung liegt das Hondenven, ein geologisches Monument und Überrest eines Pingos aus der Eiszeit. Auch die Kulturlandschaft der Umgebung bietet einen anderen Blick als die Bauwerke im Ort: Wiesen, Wölbacker und Heideflächen bilden ein Mosaik. Hecken, Baumreihen und alte Wege grenzen die Flurstücke natürlich ab. Wenn Sie neben den Kirchen und Denkmälern auch Landschaftsformen in Ihre Auswahl einbeziehen möchten, sind dies eigenständige Themen für die Orientierung in der Umgebung.

GLASRIJK und die jährliche Ausgabe

GLASRIJK Tubbergen ist ein internationales Glaskunstfestival in Overijssel, das jährlich stattfindet. Das Format verbindet Glaskunstausstellungen mit Workshops, Musik, Führungen sowie Fahrrad- und Wanderrouten. Damit steht neben der dauerhaften Bau- und Ortsgeschichte ein wiederkehrendes Kulturereignis, dessen Programm unterschiedliche Zugänge zur Glaskunst eröffnet. Für die konkrete Reiseplanung lohnt es sich, die Termine der jeweiligen Ausgabe zu prüfen.

Weitere Reiseziele entdecken: Harbrinkhoek, Vasse, Reutum, Albergen, Geesteren, Mander.

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Tubbergen.

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