Albrandswaard zeigt zwei markante Seiten: das kulturhistorisch bedeutsame Kasteel van Rhoon und die tidegeprägten Auenlandschaften mit Weidenbeständen. Weitere Wege führen zu Orten der Besatzungszeit, durch Polder oder in den Weiden-Dschungel von Klein Profijt. So können Sie den Schwerpunkt auf Baugeschichte, Natur oder eine Wanderung legen – und unterschiedliche Facetten der Gegend entdecken.
Schlossgeschichte in Rhoon
Das Kasteel van Rhoon ist ein Rijksmonument, besitzt große kulturhistorische Bedeutung und gilt als historischer Blickfang von Albrandswaard. Die Familie Van Duivelandt ließ es um 1432 erbauen. Nach mehreren Überschwemmungen und Bränden erhielt das Schloss 1598 seine heutige Form. Die beiden Daten geben einen Einblick in die lange Geschichte des Bauwerks und seine Umgestaltung nach schweren Ereignissen.
Besuche sind im Rahmen kultureller Aktivitäten der Stiftung und bei regelmäßig stattfindenden Führungen möglich. Prüfen Sie vorab die Programmdaten und mögliche Buchungserfordernisse. Die Stiftung bietet jährlich ein Programm mit Theater, Kabarett, Musik und Ausstellungen an; die Inhalte wechseln von Jahr zu Jahr. Auch die Route „Blik op Albrandswaard“ hat einen kulturellen Schwerpunkt: Über die Storytrails-App erhalten Sie Informationen zu Kunst, Kultur und Geschichte. Prüfen Sie vor Ihrer Reise, ob die App verfügbar ist.
Geschichtsspuren in Poortugaal
Die Bevrijdingsroute „Terug in de tijd“ verbindet besondere Orte in Albrandswaard, die während der Besatzung im Zweiten Weltkrieg eine wichtige Rolle spielten. An jeder Station führt ein QR-Code zu Informationen in Form von Foto, Text oder Video. Das alte Rathaus von Poortugaal liegt an der Route. Das als „Oude School“ bekannte Gebäude war früher eine öffentliche Schule; während der Besatzungszeit wurden dort regelmäßig untergetauchte Personen untergebracht.
Auch weitere Bauwerke erzählen von der Geschichte Poortugaals. Die Dorpskerk ist eine gotische Kreuzkirche, deren heutige Form im 15. Jahrhundert erbaut wurde. Zur Geschichte der Oudheidkamer Rhoon en Poortugaal gehört, dass sie 1988 Räume im alten Rathaus nutzen konnte, nachdem die Gemeindeverwaltung diese angeboten hatte. Die Oudheidkamer ist montags und samstags nachmittags von 14 bis 17 Uhr geöffnet. Da sich Öffnungszeiten ändern können, prüfen Sie diese vor dem Besuch.
Gezeitenauen und Wege durch die Landschaft
Die Rhoonse Grienden gehören zu den letzten Süßwasser-Gezeitenauen mit Weidenbeständen in den Niederlanden. Biber haben dort Burgen gebaut; eine Sichtung der Tiere ist jedoch nicht garantiert. In den Grienden gibt es außerdem eine für Rollstühle zugängliche Route. Prüfen Sie vorab die Zugänglichkeitsbedingungen. Beachten Sie auch mögliche saisonale Einschränkungen: Verschiedene Wanderwege sind über einen Zeitraum von zwei Monaten geschlossen oder Brücken werden geöffnet, häufig im Januar und Februar. Informieren Sie sich vor dem Losgehen über die Situation.
Ein anderes Landschaftsbild bietet Klein Profijt, ein Süßwasser-Gezeitengebiet mit Wald, Weidenauen, Schilffeldern und rauem Grasland. Die 2,5 Kilometer lange Jungleroute führt durch den Weiden-Dschungel dort. Wer verschiedene Abschnitte der Auenlandschaft erkunden möchte, findet mit der Route „Groene lint langs de Oude Maas“ eine weitere Möglichkeit: Sie führt über verschlungene Wege durch die Rhoonse und Carnisse Grienden sowie durch den Weiden-Dschungel von Klein Profijt.
Routen für unterschiedliche Zeitbudgets
Die Jungleroute ist 2,5 Kilometer lang; die Rolf Route durch Albrandswaard und Barendrecht umfasst insgesamt etwa 50 Kilometer. Auf der Rolf Route können Sie einzelne Abschnitte zu Fuß oder mit dem Fahrrad erkunden. Informationstafeln entlang der Strecke erläutern das in den Poldern verborgene kulturelle Erbe. So stehen eine kurze Wanderung und eine deutlich längere Route, die sich abschnittsweise erleben lässt, als unterschiedliche Möglichkeiten nebeneinander.
Die Boerenroute durch das Buijtenland van Rhoon ist etwa 2,5 bis 3 Kilometer lang; eine kürzere Variante von 1 Kilometer ist möglich. Die Zugänglichkeit gilt nicht für die gesamte Strecke: Ein befestigter Abschnitt ist für Rollstuhlfahrer und Kinderwagen zugänglich. Davon zu unterscheiden ist die Buijtenroute, eine 22,5 Kilometer lange Fahrradtour. Eine verkürzte Variante ist möglich, und die Route kann auch zu Fuß zurückgelegt werden. Ihre zwei Startpunkte sind De Buytenhof in Rhoon und das Restaurant Abel in Poortugaal.
Das Vossenpad setzt einen weiteren Akzent: Bauern haben diesen Wanderweg über den Deich für Besucher geöffnet, damit sie die Polderlandschaft erleben können. Zusammen mit den Informationstafeln an der Rolf Route zeigt sich, dass Wege in Albrandswaard nicht nur durch die Landschaft führen, sondern auch deren kulturelles Erbe zum Thema machen.
Saisonales Selbstpflücken
Bei De Buytenhof können Besucher jedes Jahr im September und Oktober Äpfel und Birnen pflücken. Erdbeeren lassen sich dort in der Saison ebenfalls selbst pflücken; sie beginnt meist im Juni und dauert etwa drei Wochen. Die Zeitfenster für die beiden Ernten liegen also in unterschiedlichen Teilen des Jahres. Prüfen Sie die jeweilige Saison vor einem Besuch.
Weitere Reiseziele
Weitere Reiseziele entdecken: Rhoon, Rijswijk, Wassenaar, Hardinxveld-Giessendam, Barendrecht, Hendrik-Ido-Ambacht, Zoetermeer, Dordrecht.
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