In Bodegraven-Reeuwijk treffen eine von Torfgewinnung geprägte Seenlandschaft und Geschichte an konkreten Orten aufeinander. Für Ihren Aufenthalt können Sie den Schwerpunkt auf Wege am Wasser, römische Spuren oder historische Gebäude legen. Die verschiedenen Ziele bieten dabei unterschiedliche Zugänge: vom Bootfahren und Radeln bis zum Museum und zur Festungsanlage.
Die Reeuwijkse Plassen: Seen und Wege am Wasser
Die Reeuwijkse Plassen bestehen aus 13 Seen, die im 18. Jahrhundert durch Torfgewinnung entstanden. Schmale Straßen trennen die Gewässer voneinander. So ist die Landschaft nicht als eine einzige offene Wasserfläche zu verstehen, sondern als eine Folge einzelner Seen. Bootfahren gehört zu den Möglichkeiten vor Ort. Die Plassen sind ganzjährig zugänglich; beachten Sie bei Ihrem Besuch die lokalen Schilder.
Auch Radwege setzen unterschiedliche Schwerpunkte. Die 24 Kilometer lange Fahrradroute „Romeinen & Turfstekers“ beginnt am TOP Reeuwijkse Hout am Reeuwijkse Houtwal in Reeuwijk. Wird die Route überarbeitet, kann sich ihre Streckenlänge ändern. Die Smikkelroute verbindet das Radfahren mit Stopps an Bauernhöfen, die frische und handwerklich hergestellte Produkte anbieten. Unterwegs können Sie Lebensmittel zum sofortigen Verzehr oder für zu Hause kaufen. Diese beiden Touren unterscheiden sich damit sowohl durch ihr Thema als auch durch die angegebene Streckenlänge; für die Smikkelroute ist hier keine Distanz angegeben.
Römische Spuren und historische Bauwerke
In Bodegraven lebten römische Soldaten in einem Kastell, das vermutlich im Jahr 61 n. Chr. errichtet wurde. Die „Wandeling door Romeins Bodegraven“ führt zu Orten, an denen römische Spuren gefunden wurden. Sie können die Route kostenlos herunterladen; prüfen Sie vor der Planung, ob der Download weiterhin verfügbar ist. Eine andere Perspektive auf die Geschichte bietet die Fahrradroute „Romeinen & Turfstekers“, deren Thema Römer und Torfstecher verbindet.
Fort Wierickerschans wurde 1673 als Verteidigungsanlage errichtet. Das Gelände ist für Einzelbesucher grundsätzlich montags bis freitags von 9 bis 16 Uhr frei zugänglich. Private Vermietungen können den Zugang beeinflussen, deshalb empfiehlt sich eine vorherige Bestätigung. Im Fort stammt das Kruithuis aus dem Jahr 1747 und ist in seinem ursprünglichen Zustand erhalten. Es verfügt über einen Ausstellungsraum; außerdem können dort Workshops und kleinere Präsentationen stattfinden.
Auch De Schansen van Nieuwerbrug erinnern an die Verteidigungsgeschichte: Während des Rampjaars wurden die Deiche entlang des Rheins auf beiden Seiten verteidigt. Dort begann das Hauptquartier von Prinz Willem III. Die Oukoopse Molen ergänzt diese historischen Orte um ein technisches Denkmal. Die Wippwassermühle stammt ungefähr aus dem Jahr 1674 und ist ein Rijksmonument. 2019 wurde ihr Wasserlauf restauriert; auf freiwilliger Basis ist sie vollständig mahlfähig.
Museum, Bühne und Brauereiführung
Das Streekmuseum Reeuwijk ist in einem Bauernhof aus dem Jahr 1907 untergebracht. Seine Dauerausstellung erklärt, wie die Reeuwijkse Plassen durch Torfgewinnung in Reeuwijk und Sluipwijk entstanden. Zusätzlich gibt es in jeder Saison eine wechselnde Ausstellung. Damit stehen im Museum sowohl die Entstehung der Landschaft als auch wechselnde Themen im Mittelpunkt.
Im Evertshuis treten lokale Tanzschulen, Theatervereine, Bands und weitere Gruppen auf; das Programm kann sich ändern. Wer sich für eine Brauereiführung interessiert, findet bei Brouwerij De Molen ein konkretes Angebot: Die Führung dauert 80 bis 90 Minuten und muss vorher angemeldet werden. Sie umfasst einen Besuch der neuen Brauerei nahe der Mühle und die Verkostung von drei Bieren. Die Tourdetails können sich ändern, daher empfiehlt sich eine Prüfung vor der Anmeldung.
Orientierung für Ihren Aufenthalt
Für die Planung sind auch einzelne Ankunfts- und Startpunkte hilfreich. Der NS-Bahnhof Bodegraven ist zwei Gehminuten vom Evertshuis entfernt. Am Bahnhof beginnt außerdem die Linie-Ploeter-Route. Diese Angaben geben Ihnen konkrete Bezugspunkte, ohne dass daraus eine bestimmte Reihenfolge für die Besuche folgt. Wenn Sie eine Route wählen, orientieren Sie sich an ihrem jeweiligen Schwerpunkt: römische Fundorte beim Spaziergang, die Verbindung von Römern und Torfstechern auf der Fahrradroute oder Hofprodukte entlang der Smikkelroute. Für einen Besuch des Fortgeländes sollten Sie zusätzlich die Zugangshinweise berücksichtigen.
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