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Leidens historische Innenstadt zählt 28 Kilometer Grachten und Singels sowie 88 Brücken. Neben dieser Wasserlandschaft stehen botanische Geschichte, Kunstsammlungen und Bauwerke verschiedener Epochen. Sie können Leiden daher über unterschiedliche Schwerpunkte kennenlernen: bei einem Stadtrundgang, mit einem Museumsbesuch oder vom Wasser aus.

Grachten, Garten und Mühle

Mit den Grachten und Singels gehört Wasser deutlich zum Stadtbild der historischen Innenstadt. Für eine Fahrt auf den Grachten können Besucher ein Boot mieten oder eine Grachtenrundfahrt buchen. Das sind zwei Möglichkeiten, Zeit auf dem Wasser einzuplanen; die eine setzt auf ein gemietetes Boot, die andere auf eine gebuchte Rundfahrt.

Auch Leidens botanische Geschichte hat einen besonderen Rang: Der Hortus botanicus Leiden ist der älteste botanische Garten der Niederlande und Westeuropas. Gegründet wurde er 1590 in der Innenstadt. Am nördlichen Ufer des Rheins steht außerdem die Molen De Put, die in den 1980er-Jahren wiederaufgebaut wurde. Die beiden Beispiele stehen für unterschiedliche Aspekte der Stadtgeschichte: eine frühe botanische Gründung und eine Mühle mit Wiederaufbaugeschichte.

Kunst und Baugeschichte

Museum De Lakenhal begann 1868 als Stadtmuseum von Leiden. Es zeigt Werke alter Meister wie Lucas van Leyden, Rembrandt van Rijn und Jan Steen sowie moderner Künstler wie Theo van Doesburg, Jan Wolkers und Erwin Olaf. Die konkrete Präsentation der Werke kann variieren. Die Sammlung verbindet damit verschiedene künstlerische Epochen; wer sich für Kunst interessiert, findet hier sowohl ältere als auch moderne Positionen.

Die Pieterskerk ist Leidens älteste Pfarrkirche. Sie wurde 1121 als Kapelle des gräflichen Hofes geweiht; ihre heutige Form entstand zwischen 1390 und 1565. An der Kirche lassen sich somit zwei unterschiedliche historische Angaben auseinanderhalten: die frühe Weihe und die später entwickelte Gestalt des Bauwerks. Die Burcht van Leiden ist ein weiteres markantes Zeugnis der Baugeschichte und zählt zu den ältesten erhaltenen Beispielen einer Burg in den Niederlanden.

Leiden hat 13 Museen, die zu Fuß voneinander erreichbar sind. Das gibt dem Museumsbesuch einen konkreten Rahmen für die Tagesplanung, ohne dass alle Häuser denselben Schwerpunkt haben müssen. Museum De Lakenhal etwa zeigt die genannte Spannweite von alten Meistern bis zu modernen Künstlern; die Auswahl lässt sich an den eigenen Kunstinteressen ausrichten.

Stadtrundgänge mit unterschiedlichen Akzenten

Die Leidse Hofjes Route ist 5 Kilometer lang und dauert ungefähr 2 Stunden. Wie lange Sie unterwegs sind, hängt von Ihrem Tempo und der Anzahl der Stopps ab. Die Angabe hilft als grober Zeitrahmen, nicht als feste Vorgabe für jeden Spaziergang.

Der Leidse Loper ist ein weiterer Stadtrundgang durch Leiden. Er führt an historischen Denkmälern und besonderen Durchblicken vorbei. Die beiden Rundgänge setzen unterschiedliche Akzente: Bei der Leidse Hofjes Route sind Länge und ungefähre Dauer angegeben; beim Leidse Loper stehen historische Denkmäler und Sichtachsen im Mittelpunkt der Beschreibung. So können Sie beim Planen zwischen einem benannten Zeitrahmen und dem Schwerpunkt auf Bauwerken und Blicken abwägen, ohne beide Wege als dieselbe Route zu behandeln.

Anreise und Bewegung vor Ort

Vom Bahnhof Leiden Centraal erreichen Besucher die Innenstadt zu Fuß in fünf Minuten; Busse fahren alle paar Minuten. Wenn Sie für die Anreise oder Wege in der Stadt den Bus einplanen, prüfen Sie vor der Fahrt den aktuellen Fahrplan. Für die Erkundung von Stadt und Region gibt es außerdem Informationen und Inspiration zu Fahrradrouten, Fahrradabstellplätzen, Fahrradverleih und Absteigepunkten. Diese Themen ergänzen die Möglichkeiten zu Fuß und auf dem Wasser um eine weitere Art, die Planung an den eigenen Interessen auszurichten.

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Leiden.

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