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Maassluis erschließt seine maritime Geschichte über verschiedene Perspektiven: Ein Museumshafen ist historischen Schleppern und Bergungsschiffen gewidmet, Museen behandeln die Schleppschifffahrt und am Wasser lässt sich der Schiffsverkehr beobachten. Dazu kommen Kunst, Bauwerke und Wege durch die Polderlandschaft. So begegnen Ihnen maritime Geschichte und städtische Kultur nicht nur in Ausstellungen, sondern auch an markanten Orten und auf dem Wasser.

Schleppschifffahrt in Museum und Hafen

Der Sleepboothaven Maassluis ist ein Museumshafen für historische Schlepper und Bergungsschiffe und wird als einziger Schlepper-Museumshafen der Welt bezeichnet. Das Nationaal Sleepvaart Museum vermittelt die Geschichte der niederländischen Schleppschifffahrt und die maritime Geschichte; es gilt als einziges Museum seiner Art in den Niederlanden. Ein Simulationsprogramm lässt Besucher selbst ausprobieren, ein Schiff zu fahren.

Auch einzelne Schiffe stehen für unterschiedliche Kapitel dieser Geschichte. Das Museumsschiff Hudson ist der einzige noch existierende Vorkriegsseeschlepper in den Niederlanden. An Bord können Besucher sehen, wie Kapitän und Besatzung lebten und arbeiteten, und eine Ausstellung über die Seeschleppfahrt während des Zweiten Weltkriegs besichtigen. Die Dampfseeschlepperin Furie ist der letzte dampfbetriebene Seeschlepper in den Niederlanden. Sie spielte außerdem eine zentrale Rolle in der Fernsehserie „Hollands Glorie“ nach dem Buch von Jan de Hartog. Das Bergungsfahrzeug Bruinvisch ist das letzte überlebende Schiff aus der Generation der Vorkriegs-Bergungsfahrzeuge; nach dem Zweiten Weltkrieg wurde es unter anderem zur Wrackbeseitigung in der Nieuwe Waterweg eingesetzt.

Kunst, Bauwerke und historische Spuren

Im Museum Maassluis kommen moderne bildende Kunst und die Geschichte der Stadt unter einem Dach zusammen. Zu sehen sind Modelle von Gebäuden und Fischereifahrzeugen sowie Objekte aus Handwerk und Alltagsleben. Die Sammlung umfasst außerdem Gemälde, Zeichnungen und Textilien. Damit stehen unterschiedliche Formen des Sammelns und Zeigens nebeneinander: Stadtgeschichte, Alltagsgegenstände und Kunst.

Die Groote Kerk wurde zwischen 1629 und 1639 erbaut und ist unter anderem für ihre Garrels-Orgel bekannt. Nach Vereinbarung können Sie den Turm besteigen; von dort bietet sich ein Ausblick auf das historische Stadthart von Maassluis. Prüfen Sie vor dem Besuch die offiziellen Besucherinformationen zu den Zugangsregelungen. Auch die Monstersche Sluis erzählt von mehreren historischen Entwicklungsstufen: 1343 wurde eine Öffnung in der Maasdijk beschrieben, 1602 wurde sie zu einem Entwässerungsschleusensystem umgebaut, und 1889 entstand eine Schleuse. Die Wippersmolen stammt aus dem Jahr 1726; sowohl die Mühle als auch das Müllerhaus besitzen den Status eines Rijksmonuments.

Am Wasser und durch die Polder

An der Waterweg können Sie spazieren gehen oder Rad fahren und dabei den Schiffsverkehr und die maritime Betriebsamkeit auf dem Wasser beobachten. Eine konkrete Möglichkeit ist „De 9 rondom Maassluis“: Die 9 Kilometer lange Wanderroute verbindet historische Straßen, weitläufige Polder und Wasserflächen entlang der Nieuwe Waterweg. Sie führt am Hafen entlang und eröffnet Ausblicke auf regelmäßig vorbeifahrende große Seeschiffe. Außerdem verläuft sie durch eine offene Polderlandschaft über Deiche und an grünen Feldern entlang. Prüfen Sie vor dem Aufbruch, ob die Route verfügbar ist.

Boonerlucht gilt als Gebiet zum Spazierengehen und Radfahren. Auf den Vlieten von Maassluis und bei Boonerlucht wird SUP als sportliche Aktivität für die ganze Familie angeboten; Verfügbarkeit und Anbieterinformationen sollten Sie vorab prüfen. Für Kinder gibt es Avonturis, einen Naturspielplatz in Maassluis. Damit ergänzen ruhigere Wege und Aktivitäten im Freien die maritimen Eindrücke in Museum und Hafen.

Stadtrundgänge und Fahrten

Geführte Stadtrundgänge greifen unterschiedliche Interessen auf: Die Themen reichen von Maritimem und Geschichte über Maarten ’t Hart bis zur Außenkunst. Die Führungen dauern etwa eineinhalb Stunden; Buchungs- und Terminmöglichkeiten können sich ändern. Auf dem Wasser bietet die Trekschuit de Goude Leeuwin eine von Pferden gezogene Bootsfahrt, die in Maassluis beginnt und über Maasland in Richtung De Kwakelweg führt. Abfahrten können variieren, informieren Sie sich daher über die aktuellen Möglichkeiten.

Während der Fahrsaison können Besucher samstags mit Tonijn, Steenbank und Bruinvisch mitfahren. Bei Fahrten mit dem Europoortschlepper Steenbank können Passagiere außerdem Maschinenraum und Steuerhaus besichtigen und unter Begleitung versuchen, den Schlepper auf Kurs zu halten. Die Betriebstermine können variieren; prüfen Sie vor der Fahrt das aktuelle Programm. Ein weiteres maritimes Ereignis ist die Furieade: Das mehrtägige Veranstaltungswochenende im Oktober gilt als Höhepunkt des Jahres. Termine und Programm wechseln jährlich.

Verbindungen für die Reiseplanung

Die Fähre zwischen Maassluis und Rozenburg überquert das Scheur. Die Veerpont Blankenburg nimmt Autos, Lastwagen, Busse, Motorräder, Fahrräder und Fußgänger mit; die Veerpont Jorina ist ausschließlich für Radfahrer und Fußgänger vorgesehen. Da sich Fährbetrieb und Tarife ändern können, prüfen Sie die aktuellen Informationen des Betreibers. Maassluis verfügt außerdem über eine Metroverbindung nach Hoek van Holland und Rotterdam sowie über drei Metrostationen. Für aktuelle Verbindungen empfiehlt sich ein Blick in die Informationen des öffentlichen Nahverkehrs.

Weitere Reiseziele entdecken: Maassluis, Barendrecht, Hillegom, Ridderkerk, Zoeterwoude, Rijnwoude, Alblasserdam, Hellevoetsluis

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Südholland.

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