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In Oud-Alblas treffen Mühlengeschichte und Routenplanung aufeinander: Die Windmühlen stehen für unterschiedliche Aufgaben, während eine benannte Fahrradrundroute den Ort mit weiteren Stationen verbindet. Für Ihren Aufenthalt können Sie zwei Fragen getrennt betrachten: Welche Mühlengeschichte interessiert Sie besonders, und möchten Sie Oud-Alblas in eine Rad- oder Wandertour einordnen? Daraus ergeben sich zwei Schwerpunkte: die historischen Funktionen der Mühlen und die Orientierung auf Rad- oder Wanderrouten.

Mühlen und ihre Aufgaben

Die Mühle De Hoop mahlt etwa 500 Kilogramm Weizen pro Woche für Hobbybäcker. Die Wochenmenge gibt ihrer gegenwärtigen Arbeit eine konkrete Größenordnung und unterscheidet sie von den historischen Aufgaben der anderen Mühlen. Bei De Hoop geht es um Getreideverarbeitung; bei der Peilmolen und der Kooijwijkse Molen steht die frühere Wasserwirtschaft im Mittelpunkt.

Bis in die 1950er-Jahre entwässerte die Peilmolen gemeinsam mit einem Motorpumpwerk das 630 Hektar große Peilgebiet Zuidzijde. Bei der Kooijwijkse Molen war die Partnerin die Noordelijke Kooijwijkse Molen: Gemeinsam entwässerten sie den Polder Noordzijde. Der Unterschied liegt auch in der Zusammenarbeit: Bei der Peilmolen kam ein Motorpumpwerk hinzu, bei der Kooijwijkse Molen eine zweite Mühle.

Baugeschichte und Signalrolle

Die Peilmolen wurde 1819 am Standort einer Bockwindmühle errichtet, die durch einen Brand zerstört worden war. Die Jahreszahl lässt sich so mit einem konkreten Vorgängerbau verbinden. Die Kooijwijkse Molen wiederum ersetzte vor 1866 eine ältere Windmühle, die wegen ihres schlechten Zustands abgebrochen worden war. Die beiden Mühlen haben damit unterschiedliche zeitliche Bezugspunkte: Bei der Peilmolen ist die Errichtung auf 1819 datiert, bei der Kooijwijkse Molen die Ersetzung des Vorgängerbaus auf einen Zeitpunkt vor 1866.

Eine weitere Besonderheit der Kooijwijkse Molen ist ihre frühere Funktion als Bake- oder Signalwindmühle. An ihrem oberen Aufbau ist noch ein Hebegerüst für eine Lampe zu sehen. Die frühere Signalrolle und dieses sichtbare Bauteil bieten einen anderen Zugang zur Mühlengeschichte als die Entwässerungsaufgaben. Wer die Mühlen miteinander vergleicht, kann so sowohl auf ihre Funktionen als auch auf Baugeschichte und erhaltene Details achten.

Rad- und Wanderrouten

Die Molenroute Alblasserwaard ist eine Fahrradrundroute. Sie beginnt in Alblasserdam, führt über Groot-Ammers, Bleskensgraaf und Oud-Alblas und endet wieder in Alblasserdam. Für die Planung ist diese Start-Ziel-Angabe entscheidend: Oud-Alblas liegt auf dem Verlauf der Runde, ist aber nicht ihr genannter Start- oder Endpunkt.

Der TOP Oud-Alblas bietet Parkplätze und dient als Ausgangspunkt für verschiedene Rad- und Wanderrouten. Das ist eine andere Orientierung als die Molenroute: Sie ist eine benannte Fahrradrundroute mit Start und Ziel in Alblasserdam, während der TOP den Ausgangspunkt für verschiedene Wege bildet. Wenn Sie zu Fuß unterwegs sein möchten, bietet der TOP einen Ausgangspunkt für Wanderrouten; für eine Fahrradrundtour durch mehrere Orte gibt die Molenroute eine konkrete Alternative.

Die unterschiedlichen Mühlengeschichten und Wege geben Ihrem Aufenthalt in Oud-Alblas zwei klare Ansatzpunkte: Sie können die früheren Aufgaben der Mühlen in den Mittelpunkt stellen oder Ihren Ausflug nach der gewünschten Art der Route planen. Bei der Hotel-Suche hilft es, diesen Schwerpunkt zuerst festzulegen und danach Ihre Übernachtung zu suchen.

Weitere Reiseziele entdecken: Nieuw-Lekkerland, Ottoland.

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Molenwaard.

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