Noordwijk lässt sich über drei unterschiedliche Schwerpunkte planen: die Küste von Noordwijk aan Zee, die Geschichte des Atlantikwalls und die Kunst von Max Liebermann. Der Strand prägt den Küstenschwerpunkt; bei Museum und Wanderroute stehen Bunker und Verteidigungslinie im Mittelpunkt, während die Max-Liebermann-Route Kunstwerke mit ihren Entstehungsorten verbindet. So können Sie sich bei der Planung zuerst fragen, welchem Thema Sie in Ihrem Aufenthalt mehr Raum geben möchten.
Strand und Küste von Noordwijk aan Zee
Noordwijk aan Zee verfügt über einen 13 Kilometer langen Strand und ist seit 1866 ein touristisch attraktiver Badeort. Die Küste bildet damit einen eigenständigen Schwerpunkt neben den kulturhistorischen Zielen. Wenn Sie vor allem die Strandlandschaft erleben möchten, bietet sie einen anderen Fokus als ein Besuch, der sich auf einzelne Bauwerke oder Kunstwerke richtet. Die lange Strandlinie und die thematisch klar geführten Routen stehen für unterschiedliche Arten, Noordwijk kennenzulernen.
Atlantikwall-Wanderroute und Museum
Die Atlantikwall-Wanderroute beginnt am Atlantikwall Museum Noordwijk und führt in den Dünen nördlich von Noordwijk an Resten der Atlantikwall-Verteidigungslinie aus dem Zweiten Weltkrieg entlang. Auch außerhalb der Öffnungszeiten des Museums ist die Route zugänglich. Sie können den Weg daher als eigenen Teil Ihres Aufenthalts betrachten, statt seine Zugänglichkeit an einen Museumsbesuch zu knüpfen.
Das Atlantikwall Museum befindet sich in der ehemaligen S414-Feuerleitstelle, einem dreigeschossigen Bunker. Über ein mehr als 400 Meter langes Tunnelsystem können Besucher einen Geschützbunker und zwei Mannschaftsbunker besichtigen. Damit treffen beim Museum mehrere bauliche Aspekte aufeinander: das Gebäude mit seiner früheren Funktion als Feuerleitstelle und die unterschiedlichen Bunkertypen, die über das Tunnelsystem zugänglich sind. Entlang der Wanderroute dienen Bunker als Fledermausreservat und stehen deshalb unter Schutz. Die historische Verteidigungslinie ist so zugleich mit einer heutigen Schutzfunktion verbunden.
Leuchtturm und Kunst von Max Liebermann
Mit dem Bau des Vuurtoren Noordwijk wurde 1922 begonnen. Dieser Baubeginn setzt einen anderen zeitlichen Bezug als die Überreste der Atlantikwall-Verteidigungslinie aus dem Zweiten Weltkrieg. Wer sich für die Geschichte von Bauwerken interessiert, kann so zwei unterschiedliche historische Zusammenhänge in den Blick nehmen, ohne sie zu einem einzigen Thema zusammenzufassen.
Die Max-Liebermann-Route führt zu 24 Kunstwerken an den Orten in Noordwijk, an denen Max Liebermann tatsächlich malte. Ihr besonderer Bezug liegt damit sowohl in den Werken als auch in ihrer Verbindung zu den jeweiligen Malorten. Das unterscheidet sie von der Betrachtung eines einzelnen Bauwerks: Hier führt der Leitgedanke von einem Kunstwerk zu einem Ort seiner Entstehung. Für Kunstinteressierte bietet die Route somit einen eigenen Zugang zum Ort, getrennt von der Geschichte des Atlantikwalls.
Thalasso-Ruheplatz am Strand
Bei Strandabgang 10 in Noordwijk aan Zee ist eine Plattform als Thalasso-Ruheplatz eingerichtet. Von dort bietet sich ein Blick auf das Meer, den Strand und die Brandungslinie. Auf einer der Bänke können Sie Platz nehmen und die Wirkung erfahren. Während die Atlantikwall- und die Max-Liebermann-Route jeweils einem historischen oder künstlerischen Thema folgen, ist die Plattform ein bestimmter Ort zum Verweilen mit Blick auf die Küstenlandschaft. Damit ergänzt sie die Wahl zwischen Strand, Geschichte und Kunst um eine weitere, klar benannte Möglichkeit.
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