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Sieben ehemalige Landgüter und drei Parks gehören zur Landgoederenzone von Rijswijk; hinzu kommen Sportplätze und ein Kinderbauernhof. Die Zone ist Teil des Nationalparks Hollandse Duinen. Damit stehen Grün- und Freizeitflächen neben historischen Orten – eine Kombination, die Rijswijk für unterschiedliche Entdeckungsinteressen prägt.

Landgoederenzone und Natur

Landgoed Te Werve liegt teilweise auf der alten Rijswijkse Strandwall-Landschaft und ist unter anderem für Stinsenpflanzen sowie weitere seltene Flora und Fauna bekannt. Damit zeigt sich der Naturbezug Rijswijks sowohl in einem konkreten Landschaftstyp als auch in der Pflanzen- und Tierwelt. Für Besucher, die sich für diese Themen interessieren, bietet die Landgoederenzone einen anderen Schwerpunkt als die historischen Gebäude im Zentrum: Hier stehen ehemalige Landgüter, Parks und Natur im Vordergrund.

Wege auf eigene Faust

Die kostenlose App „Rondje Rijswijk“ bietet Spazier- und Fahrradrouten in Rijswijk, darunter Routen entlang der Landgoederenzone. Als konkrete Wanderung ist „Landgoedwandelen: Rijswijk“ mit 6,5 Kilometern angegeben; ihr Start liegt im Museum Rijswijk im Tollenshuis, Herenstraat 67, 2282 BR Rijswijk. Die beiden Angebote beantworten unterschiedliche Planungsfragen: Die App eröffnet eine Auswahl zwischen Spazier- und Fahrradrouten; die benannte Wanderung liefert eine festgelegte Gesamtlänge und einen konkreten Startpunkt. Damit können Sie wählen, ob Ihnen die Auswahl nach Aktivitätsart oder ein klar umrissener Streckenwert wichtiger ist.

Museum und alte Landschaft

Das Museum Rijswijk ist im alten Zentrum in einem Herrenhaus aus der Zeit um 1790 untergebracht. Sein abfallender Garten ist einer der wenigen sichtbaren Überreste der Strandwall-Landschaft aus der Zeit um etwa 3500 v. Chr. Die beiden Zeitangaben beziehen sich auf unterschiedliche Dinge: Das Herrenhaus stammt ungefähr aus dem Jahr 1790, während die ältere Datierung die Landschaft bezeichnet. So treffen an diesem Ort Baugeschichte und eine weit ältere Landschaftsspur aufeinander.

Spuren in Wald und Stadtraum

Auch im Rijswijkse Bos ist Geschichte markiert: Die Fundamente bei der Herdenkingsnaald kennzeichnen den Ort, an dem Huis ter Nieuburch stand. Bei Huis Te Werve geht es weiter zurück ins Mittelalter. Es war damals eine wehrhafte Burg mit Wassergraben in der Grafschaft Holland; ein kleiner Teil des Grabens ist erhalten. Die beiden Orte lassen sich an ihren erhaltenen Spuren unterscheiden: Bei Huis ter Nieuburch markieren Fundamente den Standort, bei Huis Te Werve ist ein Teil des Wassergrabens geblieben.

Bei der Oude Kerk steht eine weitere historische Spur im heutigen Stadtraum: Die Wasserpumpe ist ein Rijksmonument aus dem Jahr 1831. Seit einigen Jahren liefert sie wieder frisches Trinkwasser für Einwohner und Besucher von Rijswijk. An ihr treffen Denkmalgeschichte und eine konkrete Funktion für den öffentlichen Raum aufeinander.

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