An der Asschatterkeerkade lässt sich Leusdener Geschichte bei einem Spaziergang entdecken: Der 2.500 Meter lange Abschnitt stammt aus dem Jahr 1745. Unterwegs kommen Sie an Betonkasematten, einem Kriegsdenkmal, einem wiederaufgebauten Schützengraben und einer erhaltenen Panzersperre vorbei. Zugleich hat sich die Kade nach dem Krieg zu einem ökologischen Gebiet entwickelt. Dort kommen Fledermäuse und andere Säugetiere sowie bis zu 40 verschiedene Vogelarten vor. Auch Exkursionen an der Asschatterkeerkade werden unter anderem von Leesbaar Landschap Leusden organisiert.
Landgüter und Wege durch die Landschaft
Leusden liegt in der Provinz Utrecht zwischen der Utrechtse Heuvelrug und der Gelderse Vallei. Diese Landschaft zeigt sich auch am Landgoed Den Treek-Henschoten: Auf fast 2.200 Hektar finden sich Wälder, Naturflächen, Landwirtschaft und Heide. Das Landgut ist für Naturinteressierte geöffnet und bietet selbstständig begehbare Themenwanderungen mit Audiotour, GPS-Route und ausführlichen Routeninformationen. Hinzu kommen getrennte blaue und rote MTB-Routen sowie ein Reitroutennetz von mehr als 60 Kilometern.
Für Wanderungen gibt es unterschiedliche Streckenprofile. Der Termatenpad ist 14 Kilometer lang und beginnt gegenüber dem Wachthuisje Post 43 an der Leusbroekerweg 6. Er ist über die Bushaltestelle Leusbroekerweg/De Mof erreichbar. Die 10 Kilometer lange Grebbelinie-Wanderroute verläuft entlang des Liniedijks von Leusden nach Woudenberg. Damit stehen zwei ausgewiesene Wanderwege mit unterschiedlichen Längen und Routenverläufen zur Auswahl.
Auch die Klompenpad-Rundwanderwege erschließen die Kulturlandschaft rund um Leusden: Sie führen über historische Trassen durch Agrarlandschaft, über unbefestigte Wege, Bauernland und Landgüter. Der Schutpad verläuft durch den Parkwald rund um das Herrenhaus des Landgoed De Boom. Das Landgut umfasst mehr als 1.100 Hektar und bewahrt zwischen Leusden, Woudenberg, Achterveld und De Glind eine abwechslungsreiche Kulturlandschaft mit Heckenstrukturen. Eine weitere Möglichkeit auf dem Rad ist eine 27 Kilometer lange Tour, die an elf Aufmerksamkeitssteinen vorbeiführt. Sie erinnern an markante historische Gebäude in der Gemeinde Leusden, die verschwunden sind.
Natur und Geschichte bei Stoutenburg
Zur Heerlijkheid Stoutenburg gehören von Baumreihen gesäumte Wiesen, feuchte Grasländer an einem Bach und ein vogelreiches Parkwaldgebiet. Das benachbarte Koetshuis dient als Besucherzentrum; mehrere Routen beginnen dort. Außerdem bietet es regionale Produkte und Kaffee an. Im alten Schlosswald führt eine Wanderroute durch überwiegend Laubwald mit etwas Nadelholz. Im Gebiet wurden 66 Vogelarten gezählt. Der Stoute Schoenenpad auf der Heerlijkheid ist als Mitmach-, Lern- und Wanderweg für Familien mit kleinen Kindern angelegt.
Auch die Geschichte der Landgüter reicht weit zurück: Auf Landgoed Stoutenburg standen im Laufe der Jahrhunderte drei verschiedene Schlösser. Das heutige Kasteel Klein Stoutenburg wurde 1888 erbaut. Ein anderer Blick auf die Vergangenheit führt zur Museumbunker Leusden, einem deutschen Bunker aus den Jahren 1944–1945, der Ende 2014 als kleines Museum eingerichtet wurde. Er gehört zu einer größeren Freilichtmuseumslandschaft mit dem Valleikanaal, Wiederaufbauhöfen, Schussfeldern, einer gesprengten Brücke und einem wieder angelegten Schützengraben.
Im regionalen Umfeld von Leusden hält das Nationaal Monument Kamp Amersfoort die Erinnerung an etwa 47.000 Gefangene wach. Das unterirdische Museum und der rekonstruierte Innenhof vermitteln Besuchern die Geschichte des Ortes; auf dem Außengelände sind Nachkriegsdenkmäler, Bodenspuren und originale Überreste erhalten. So ergänzen sich in der Region Spuren militärischer Geschichte, Wege durch Kulturlandschaften und Naturgebiete.
Weitere Reiseziele entdecken: Leusden, Achterveld, Lopik, Baarn, Woudenberg, Veenendaal, Zeist, Utrechtse Heuvelrug.
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