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Das genaue Baujahr 1776 ist auf einem eingemauerten Stein an der Teekuppel von VreedenHoff vermerkt. Dieses präzise Datum ist ein Einstieg in die verschiedenen Zeitschichten von Nieuwersluis: Fort, Damsluis, historische Schleusen und die Parkanlage von Sterreschans stehen für unterschiedliche Aspekte der Ortsgeschichte. Nieuwersluis ist als geschütztes Stadt- und Dorfsbild ausgewiesen.

Fort und Schleusen im Wandel

Das runde Backstein-Turmfort Fort Nieuwersluis wurde 1880 um eine große Backsteinkaserne und vier Remisen mit Kellerräumen erweitert. Die Kaserne und die Remisen gehören damit zu den konkreten baulichen Ergänzungen des Forts. Auch die Damsluis in Nieuwersluis steht mit der Anlage in Verbindung: Sie wurde 1871 von der Genie als Teil der Nieuwe Hollandse Waterlinie und im Zusammenhang mit dem Fort erbaut. Aufgrund ihres kultur- und architekturhistorischen Werts gilt sie als gut erhaltenes Beispiel einer 1871 errichteten Damsluis innerhalb der Wasserlinie und im Zusammenhang mit dem Fort Nieuwersluis.

Die Schleusengeschichte reicht weiter zurück. Die erste Schleuse in der Nieuwe Wetering bei Nieuwersluis wurde 1634 angelegt. Eine Ersatzschleuse bei Nieuwersluis entstand 1880; sie ist teilweise erhalten und seit 1963 nicht mehr in Gebrauch. Die beiden Daten beziehen sich auf unterschiedliche Schleusenbauten und machen mehrere historische Bauphasen des Wasserbaus greifbar. Zum Fort gehört außerdem eine ökologische Facette: Sein Turmfort dient Fledermäusen als Überwinterungsplatz, darunter der seltenen Bartfledermaus.

Sterreschans und historische Gartenkunst

Sterreschans bildet mit den angrenzenden Landgütern Overholland und Rupelmonde eine historische Reihe von Landgütern an der Vecht in Nieuwersluis. Diese Reihe wird „Mennistenhemel“ genannt; die Eigentümer der Landgüter waren Mennoniten. So lässt sich die Geschichte von Sterreschans nicht nur über seine Parkanlage, sondern auch über seine Stellung in dieser historischen Reihe betrachten.

Der Park rund um das Haus und der Überpark von Sterreschans bilden zusammen ein relativ gut erhaltenes Beispiel einer Parkanlage im Landschaftsstil des frühen 19. Jahrhunderts an der Vecht. Der Überpark ist als „ferme ornée“ gestaltet und gehört zu den wenigen Anlagen dieser Art, die in den Niederlanden erhalten sind. Auch das historische Wegemuster verbindet die beiden Parkteile: Es setzt sich zwischen Park und Überpark fort, die dadurch eine kompositorische und stilistische Einheit bilden. Landschaftsstil, besondere Gestaltung des Überparks und die Verbindung der Parkteile sind damit verschiedene Aspekte derselben Anlage.

Mit der Fietsboot unterwegs planen

Als ergänzende Reiseorientierung gibt es die Fietsboot über die Vecht, eine Hop-on-Hop-off-Schiffsverbindung zwischen Nieuwersluis und Maarssen für Radfahrer und Wanderer. Vier Haltestellen liegen in den alten Dörfern Nieuwersluis, Breukelen und Maarssen; Maarssen ist dabei zweimal vertreten. Die Anlegestellen befinden sich in der Nähe der Fahrradroutenknoten 02, 84, 87 und 46. Damit treffen auf der Verbindung Haltestellen in drei Dörfern und mehrere nahegelegene Knotenpunkte für Fahrradrouten zusammen.

Wenn Sie die Fietsboot in Ihre Planung aufnehmen möchten, prüfen Sie vorab den Fahrplan. Die Verbindung ist ein konkreter Bezugspunkt für Rad- und Wanderpläne rund um Nieuwersluis und Maarssen; Fahrtage und Fahrzeiten sollten Sie in Ihre eigene Planung einbeziehen, statt sie vorauszusetzen.

Weitere Reiseziele entdecken: Vreeland, Loenen aan de Vecht.

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Loenen.

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