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In Renswoude begegnen sich verschiedene Spuren der Geschichte: das Fort aan de Buursteeg an der Grebbelinie, der Kasteelpark mit seinem alten Baumbestand und die Renaissancekirche im Dorf. Auch die Wege durch das Umland erzählen von der Landschaft und der historischen Verteidigung der Wasserlinie.

Das Fort aan de Buursteeg und die Grebbelinie

Das Fort aan de Buursteeg gehört zur Grebbelinie, einer Kette aus Forts und Liniendeichen zwischen Rhenen und Spakenburg. Es entstand 1786 an der Stelle, an der Buursteeg und Slaperdijk aufeinandertrafen. Seit 2018 verbindet ein Tunnel die beiden Teile des Forts für Fußgänger und Radfahrer. Im Fort zeigt das Grebbelinie-Bezoekerscentrum eine interaktive Ausstellung über die historische Verteidigung der Grebbelinie. Zahlreiche Wander- und Radwege sind an das Besucherzentrum angebunden; von dort aus lassen sich das Fort und die Wasserlinie aktiv erkunden.

Über das Erdfort werden auf Anfrage Führungen für Schulen, Familien und Unternehmen organisiert. Das Besucherzentrum ist rollstuhlgerecht, und ein Aufzug führt zur Ausstellung im ersten Stock. Prüfen Sie die aktuellen Angaben zur Barrierefreiheit vor Ihrer Anreise.

Schlosspark und Koepelkerk

Im Kasteelpark Renswoude stehen alte Laubbäume mit einem Durchschnittsalter von 150 Jahren. Auf dem Waldboden wachsen zahlreiche Stinsenpflanzen; am Wassergraben finden sich Adderwortel und wilde Schachbrettblumen. Der Park ist zudem reich an Rehen und Vögeln. Elemente des französischen Barocks und des englischen Landschaftsstils sind noch gut erkennbar. Zum historischen Gut gehört auch eine 700 Meter lange Wasserallee, der Grand Canal aus dem Jahr 1708.

Der Park ist für alle frei zugänglich; informieren Sie sich vor dem Besuch über die aktuelle Zugangsregelung. Das Kasteel selbst ist für die Öffentlichkeit jeden ersten Dienstag im Monat nach vorheriger Terminvereinbarung geöffnet. Prüfen Sie vorab die Termin- und Öffnungsbedingungen, wenn Sie das Schloss von innen besuchen möchten.

Die Koepelkerk ist eine Renaissancekirche mit dem Grundriss eines griechischen Kreuzes. Ihre Kuppel wird von Pfeilern beziehungsweise ionischen Säulen getragen; die Bauarbeiten dauerten bis 1641. In den Sommermonaten ist die Kirche regelmäßig für Besucher geöffnet, und während der Öffnungszeiten geben Freiwillige Erläuterungen. Der Eintritt ist kostenlos, eine freiwillige Spende für den Restaurierungsfonds willkommen. Da sich saisonale Öffnungen ändern können, prüfen Sie die Besuchsmöglichkeiten vorab.

Dorfgeschichte und Erinnerung

Renswoude besitzt den offiziell ausgewiesenen Status als geschütztes Stadt- und Dorfsbild, Nummer 1428, in der Provinz Utrecht. Die Nieuwe Buurt entstand im 18. Jahrhundert als Erweiterung des Ortes entlang der Dorpsstraat, in der Nähe des Schlosses und der Koepelkerk. In der Nieuwe Buurt, an der Dorpsstraat 38, befindet sich die Oudheidkamer der Historischen Vereinigung Oud-Renswoude. Sie dokumentiert und zeigt die Geschichte des Dorfes und des Schlosses.

Am zentralen Kreisverkehr steht ein Widerstandsdenkmal; jedes Jahr am 4. Mai werden dort Kränze und Blumen niedergelegt. Das Kriegsdenkmal von Renswoude wurde 1949 zum Gedenken an Einwohner enthüllt, die als Kriegsopfer, Untergetauchte oder Angehörige des Widerstands ums Leben kamen. Ein weiterer Erinnerungsort ist das weiße Kreuz an der Groeperkade zwischen dem Restaurant De Dennen und dem Verteidigungswerk De Engelaar. Es steht an dem Ort, an dem am 14. November 1944 fünf Menschen erschossen wurden.

Renswoude organisiert den Open Monumentendag gemeinsam mit Scherpenzeel und Woudenberg. Die Veranstaltung findet jedes Jahr an einem Samstag statt; die gastgebende Gemeinde wechselt. Die Einzelheiten des Programms können sich ändern, daher lohnt sich vor einem Besuch ein Blick auf die aktuellen Termine.

Wanderwege und Radtouren

Die 14 Kilometer lange Verkennersroute Renswoude ist ein historischer Wanderweg mit 40 Informationstafeln beziehungsweise Markierungspfosten. Sie lässt sich in drei Abschnitte teilen: Dorf, Umland und Schloss mit jeweils 5, 5 und 4 Kilometern. Inhaltlich führt die Route von der späten Steinzeit und dem Goldenen Zeitalter über die landwirtschaftliche Entwicklung und die Industrialisierung im 20. Jahrhundert bis zur Gegenwart.

Für einen Rundweg durch das Umland von Renswoude und Scherpenzeel kommt der 6 Kilometer lange Breeschoterpad infrage. Er verläuft überwiegend über unbefestigte Wege, Bauernland und historische Trassen. Der 15 Kilometer lange Boswachterspad Grebbelinie ist ebenfalls auf unbefestigten Wegen angelegt und führt durch üppig bewachsene Landschaft, in der Spuren der Geschichte der Wasserlinie erhalten sind. Länge, Rundwegform und historische Schwerpunkte unterscheiden die Routen und helfen Ihnen bei der Auswahl.

Der etwa 1,5 Kilometer lange Leughtenpad ist zwischen Sonnenaufgang und Sonnenuntergang für alle frei zugänglich. Kinder können dort rennen, suchen, klettern, entdecken und mit Wasser spielen. Zugangsmöglichkeiten können sich ändern; prüfen Sie die aktuelle Regelung vor dem Besuch. Der Daatselaarsepad führt überwiegend über unbefestigte Wege und ist nicht für Kinderwagen oder Rollstühle geeignet.

Auch für Radtouren gibt es unterschiedliche Möglichkeiten: Die 45 Kilometer lange Route Genieten vanuit Renswoude führt durch die Landschaft der Gelderse Vallei mit Grasland sowie kleinen Wald- und Heidegebieten. Sie beginnt und endet auf dem frei zugänglichen Parkplatz des Restaurants De Dennen; prüfen Sie die Parkmöglichkeiten vor Ihrer Fahrt. Der Jufferpad beginnt am TOP Fort aan de Buursteeg, wo kostenloses Parken möglich ist, oder alternativ am Bahnhof Veenendaal-de Klomp. Sein Weg führt durch das Umland von Renswoude und Veenendaal, über alte und neue Landgüter sowie an Forts und Schlössern vorbei.

Weitere Reiseziele entdecken: Renswoude, Montfoort, Vianen, Lopik, De Bilt, Rhenen, Houten, Oudewater.

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Utrecht.

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