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Harmelen lässt sich über unterschiedliche Interessen entdecken: Naturgebiete, historische Bauwerke und Spuren der Wasserwirtschaft setzen jeweils eigene Schwerpunkte. Auch die Wege unterscheiden sich nach Fortbewegungsart und Untergrund. So können Sie für Ihren Aufenthalt gezielt Natur, Ortsgeschichte oder eine Wander- und Radtour in den Blick nehmen.

Natur und Landschaft

Das Vijverbos besteht größtenteils aus Eschen-Niederwald und Wasserflächen. Hinzu kommen Laubwald, Grasland und eine Streuobstwiese. In der vielfältigen Mischung aus offenen und dichten sowie feuchten und trockenen Lebensräumen finden zahlreiche Pflanzen- und Tierarten Platz. Die Landschaft ist damit nicht auf einen einzigen Waldtyp beschränkt.

De Kievit liegt an der Westseite der Gemeinde Harmelen, am Rand des Ortes. Das kleine Naturgebiet grenzt an ein Wohngebiet und die Hollandse Kade. Zu seiner Landschaft gehören feuchtes Heuland und eine Streuobstwiese mit Hochstammbäumen; durch das abwechslungsreiche Gelände kann man wandern. Ein historisches Tagelöhnerhaus aus dem Jahr 1862 bildet das Zentrum der Stichting De Kievit. Zu deren regelmäßigem Programm gehören Exkursionen, Workshops und Aktivitäten rund um Vögel, Bienen, Pflanzen sowie das Leben im und am Wasser.

Schloss, Kirche und Wasserbau

Kasteel Huize Harmelen stammt aus der Zeit um 1270. 1535 wurde es in seiner früheren Form wiederhergestellt; 1536 erhielt es die Anerkennung als Ridderhofstadt. Das heutige Haus entstand später: 1937 wurde es im historischen Stil auf dem nördlichen Teil des Unterbaus des früheren Hauses errichtet. Die Jahreszahlen stehen somit für verschiedene Abschnitte der Baugeschichte – vom Ursprung über die Anerkennung bis zur heutigen Bausubstanz.

Auch bei der Nederlands Hervormde Kerk lassen sich Bauphasen unterscheiden. Bauspuren reichen ins 14. Jahrhundert zurück, während die heutige Form aus dem 15. Jahrhundert stammt. Das Kirchenschiff ist 12 Meter breit. Wer sich für historische Bauwerke interessiert, findet hier also sowohl eine zeitliche Entwicklung als auch ein konkretes architektonisches Maß.

Das Gemaal De Adriaan wurde 1873 erbaut und spielte historisch eine wichtige Rolle dabei, die Polder Bijleveld, Reijerscop, Mastwijk und Achthoven trocken zu halten. Das Pumpwerk ist erhalten und befindet sich in Privatbesitz; eine Besichtigung von innen ist nicht möglich. Für die Ortsgeschichte der Wasserwirtschaft ist außerdem die Haanwijkersluis bedeutsam: Nachdem die Schifffahrtsroute Mitte des 17. Jahrhunderts verbessert worden war, wurde der Haanwijkerdam nach längerem Drängen durch die Schleuse ersetzt. Das frühere Schleusenwärterhaus steht noch heute am Jaagpad 16.

Wandern und Radfahren

Die Routen bieten unterschiedliche Möglichkeiten, die Umgebung zu Fuß oder mit dem Rad kennenzulernen. Die Romeinse Limes: Bodegraven–Harmelen führt Wanderer und Radfahrer an Überresten der römischen Vergangenheit entlang. Die Doortraproute Vleuten verläuft durch Harmelen und nutzt überwiegend Radwege, Straßen mit Radfahrstreifen und verkehrsarme Straßen.

Die Potterskaderoute ist dagegen ein Wanderweg zwischen Harmelen und Woerden. Sie verläuft größtenteils über halb befestigte Treidelpfade und Graskaden. Unbefestigte Wege, Baumwurzeln und Abschnitte auf einer Kade ohne Ausweichmöglichkeit machen sie für Menschen mit eingeschränkter Mobilität ungeeignet. Nach Regen können die Wegverhältnisse variieren; prüfen Sie den Zustand vor Ihrer Tour. Für die Routenwahl sind damit zunächst zwei Fragen hilfreich: Möchten Sie wandern oder Rad fahren, und passt das jeweilige Wegprofil zu Ihren Anforderungen?

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