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Ogijo erschließt sich über lokale Überlieferungen zu Siedlungsanfängen, Wasser, Ortsnamen und religiösen Traditionen. Die Erzählungen geben unterschiedliche Zugänge zur Geschichte des Ortes: Eine beschreibt die Gründung, andere verbinden bestimmte Personen mit einzelnen Siedlungen, einer Quelle oder der Benennung eines Ortes. Für Reisende, die Kulturgeschichte in ihre Zielwahl einbeziehen, entsteht so ein konkreter thematischer Schwerpunkt, ohne dass alle Geschichten zu einem einzigen Gründungsbericht zusammengezogen werden.

Siedlung und Ortsnamen

Nach der lokalen Überlieferung war Melufen Opowo vor rund 400 Jahren der erste Siedler und Gründer Ogijos. Die Erzählung verortet ihn im Ilisa Compound in Iperu, Remo, und beschreibt ihn als Jäger, Kräuterkundigen und Bauern. Die Zeitangabe bleibt ungefähr und gehört zur überlieferten Gründungsgeschichte. Zugleich verbindet der Bericht die Gründung mit einer benannten Person, ihrer Herkunft und mehreren Tätigkeiten; diese Punkte bilden gemeinsam das Bild, das die lokale Tradition von den Anfängen Ogijos erzählt.

Eine andere Geschichte führt nach Agbo-Owa, auch Agbowa in Ogijo genannt. Ogijos lokale Überlieferung berichtet, dass Odumati sich dort niederließ und jagte sowie Landwirtschaft betrieb. Diese Erzählung konzentriert sich auf eine Person und ihre Tätigkeiten in Agbo-Owa. Mit Abafon verbindet die Überlieferung wiederum Debolu: Sie nennt ihn als Gründer des Ortes und berichtet, er habe ihn nach einem großen Afon-Baum benannt. Hier steht somit eine Ortsgründung samt Namensdeutung im Mittelpunkt. Die beiden Berichte ergänzen die Erzählung über Ogijos Gründung um eigene Ortsgeschichten.

Die Quelle des Ogijo River

Auch die Quelle des Ogijo River ist Gegenstand lokaler Überlieferung. Oluye wird darin die Entdeckung der Quelle zugeschrieben. Eine weitere Erzählung berichtet, Ojikoledun habe Oluye beim Graben geholfen, bis Wasser austrat. Die Überlieferung unterscheidet dabei zwei Rollen: Oluye wird mit der Entdeckung verbunden, Ojikoledun mit der Hilfe beim Graben. Der Bericht richtet den Blick auf eine bestimmte Wasserquelle und den Vorgang, der in der Erzählung zu ihrem Auffinden führte.

Religiöse Überlieferungen

Melufen Opowo erscheint auch in den religiösen Erzählungen Ogijos: Die lokale Überlieferung schreibt ihm die Einführung der Verehrung von Esu in Ogijo und ebenso die von Ogun zu. Es handelt sich um zwei benannte Gottheiten, die mit derselben Person in Verbindung gebracht werden; diese Überlieferungen ergänzen das Bild Melufens um eine religiöse Rolle. Daneben berichtet Ogijos lokale Tradition von der Verehrung von Orisa Oba Lire und Oro Olagbeyinwa durch Menschen in Ogijo, Ikorodu und der Umgebung. Der räumliche Rahmen ist hier weiter gefasst als bei den Erzählungen zu Esu und Ogun, die ausdrücklich auf Ogijo bezogen sind. Diese Unterscheidung hilft, die religiösen Traditionen nicht unterschiedslos als eine einzige Ortsgeschichte zu lesen.

Oju-Olubun in der lokalen Überlieferung

Eine weitere lokale Überlieferung bezeichnet Oju-Olubun, auch „Oju Ogiju Vii, nisi. tikukei“ genannt, als Gemeindemarkt Ogijos. Sie verbindet die Nutzung des Markts mit Orten und Dörfern zwischen Sagamu und Ikorodu. Damit enthält die Überlieferung neben einzelnen Lebensgeschichten auch einen gemeinschaftlichen Bezug: Sie verknüpft den Markt mit einem Gebiet, das über Ogijo hinausreicht.

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