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Osun zeigt sich besonders eindrücklich in der Verbindung von Yoruba-Tradition und Landschaft. Der Osun Sacred Grove ist viele Jahrhunderte alt und gilt als Wohnsitz der Fruchtbarkeitsgöttin Osun, einer der Yoruba-Gottheiten. Als größter erhaltener heiliger Hain wird er weiterhin verehrt; religiöse Gottesdienste finden dort täglich, wöchentlich und monatlich statt. So treffen an diesem Ort hohes Alter und eine fortdauernde religiöse Rolle zusammen.

Die religiöse Bedeutung ist mit einer konkreten Landschaft verbunden: Der Fluss Osun schlängelt sich durch den Wald des Sacred Grove. Entlang der Flussufer befinden sich zwei Paläste, fünf heilige Orte und neun Gebetsstätten. Außerdem umfasst der Hain vierzig Schreine, Skulpturen und Kunstwerke zu Ehren von Osun und anderen Yoruba-Gottheiten. Mehr als 400 Pflanzenarten wachsen dort, darunter einige endemische Arten. Fluss, Wald, Verehrung und Kunst gehören damit zum selben Ort; Kultur und Natur lassen sich hier nicht voneinander trennen.

Ile-Ife: Herkunft und Überlieferung

Eine andere kulturelle Perspektive eröffnet Ile-Ife. Der Yoruba-Tradition zufolge ist Ife die angestammte und spirituelle Heimat aller Yoruba. Der Überlieferung nach begann hier die Erschaffung der Welt; damit verbunden ist die Bezeichnung „Land of the Source“. Während diese Erzählung Ile-Ife mit Herkunft und Schöpfung verbindet, prägen im Sacred Grove die Verehrung und der gelebte religiöse Alltag das Bild. Es sind zwei verwandte, aber unterschiedliche Zugänge zur Yoruba-Tradition.

Zu den wichtigen Orten in Ile-Ife zählen das Ife Museum of Antiquities, der Okemogun Shrine, der Oduduwa Palace, die Zoological Gardens und der Odua Shrine. Prüfen Sie vor einem Besuch, ob der jeweilige Ort zugänglich ist; bei den Zoological Gardens sollten Sie außerdem klären, ob sie aktuell in Betrieb sind. Die Moremi Statue of Liberty wurde zu Ehren von Queen Moremi Ajasoro errichtet. Die benannten Orte und das Denkmal stehen für unterschiedliche kulturelle Bezugspunkte: Die Überlieferung über den Ursprung der Welt und die Widmung an Queen Moremi Ajasoro erzählen nicht dieselbe Geschichte.

Landschaft und benannte Orte

Das Ibodi Monkey Reserve ist ein Affenwald im Atakumosa West Local Government Area des Bundesstaats Osun. Der Olumirin Waterfall ist auch als Erin Ijesha Waterfall bekannt; der Name geht auf die Stadt Erin-Ijesha zurück. Die Namensbeziehung hilft bei der Orientierung: Olumirin Waterfall und Erin Ijesha Waterfall bezeichnen nicht zwei verschiedene Wasserfälle, sondern zwei Namen desselben Ortes.

Das Nike Art Centre befindet sich in Osogbo; die Owa Obokun Statue steht am Ilesha Roundabout im Bundesstaat Osun. Falls Sie einen Besuch planen, prüfen Sie vorab die aktuelle Zugänglichkeit. So reicht das Themenspektrum von religiöser Praxis und Herkunftserzählungen bis zu Kunst, Wald und Wasserfall. Für Ihre Reiseplanung können Sie zunächst entscheiden, welcher Zugang Sie besonders interessiert: die fortdauernde Verehrung im Sacred Grove, die Überlieferungen und benannten Orte in Ile-Ife oder die Landschaftsorte.

Weitere Reiseziele entdecken: Inisa, Asi, Baruwa, Ilesa, Ile-Ife, Oshogbo, Iloko, Otan Ayegbaju.

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Nigeria.

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