Selbu lässt sich durch zwei prägende Geschichten entdecken: die Selbu-Stricktradition und den Pilgerweg Romboleden. Ab 1856–1857 wurde hier mit zwei Fäden in unterschiedlichen Farben gestrickt. Die Technik legte den Grundstein für eine Tradition, die rasch zu einem wichtigen Erwerbszweig für den Ort wurde. Daneben führt der Romboleden durch Selbu – eine andere Art, sich mit der Geschichte des Ortes und seiner Umgebung zu beschäftigen.
Kirche, Museum und Romboleden
Das Selbu Bygdemuseum befindet sich im alten Pfarrhaus neben der Selbu-Kirche. Die Ausstellungen widmen sich dem örtlichen Leben, der Arbeit, dem Handwerk, den Traditionen und der Geschichte Selbus. Wenn Sie den Museumsbesuch einplanen, informieren Sie sich vorab über die saisonalen Besuchsmöglichkeiten. Im Museum ist auch das Selbu Husflidscentral angesiedelt: Dort werden Führungen und Museumsbesuche organisiert. Kurse in der Selbu-Stricktechnik sowie Vorträge und Workshops in Zusammenarbeit mit Selbu Spinneri finden auf Anfrage statt; klären Sie die Buchungsdetails vorab.
Die Selbu-Kirche zählt zu den größten Langkirchen in Trøndelag und geht ursprünglich auf das Jahr 1150 zurück. Für ihre hervorragende Akustik ist sie ebenfalls bekannt. Zugleich liegt sie am Romboleden, Norwegens ältestem Pilgerweg. Dieser führt von Tydal über Selbu nach Trondheim. Der norwegische Abschnitt verläuft über Neadalen nach Selbu und anschließend am Selbusjøen entlang. Für die Tourenplanung ist ein wichtiger Unterschied zu anderen Wegen: Der Romboleden ist nur unzureichend markiert und eignet sich am besten für Pilger, die mit Karte und Kompass vertraut sind. Prüfen Sie vor dem Aufbruch die aktuellen Routeninformationen.
Wanderwege und Natur mit Geschichte
Der Nationalpark Skarvan og Roltdalen umfasst Gebiete in Selbu und verbindet Naturerlebnisse mit kulturhistorischer Tiefe. Sie können den Park zu Fuß oder auf Skiern erkunden: Gut markierte Wanderwege und zahlreiche Touristenhütten bieten verschiedene Zugänge. In Selbu sind Vekta und Hoemskjølen Ausgangspunkte mit Parkplätzen, Informationstafeln und markierten Wegen in den Nationalpark. Einzelne Infrastruktur an den Startpunkten kann noch im Bau sein; prüfen Sie den aktuellen Stand vor Ihrer Tour.
Auch außerhalb des Nationalparks gibt es in Selbu angelegte und markierte Wanderwege. Zu den Routenprogrammen gehören „Ti på topp“ und „17 i Selbu“; die Programmstruktur kann sich von Jahr zu Jahr ändern. Beim Vergleichen der Möglichkeiten lohnt ein Blick darauf, ob Sie eine Wanderung im Nationalpark oder eines der örtlichen Routenprogramme wählen möchten – die Markierung und der jeweilige Zugang sind dabei konkrete Orientierungspunkte.
Handwerk und lokale Erinnerungsorte
Die Stricktradition begegnet Ihnen nicht nur im Museum. Die Skulptur Morsarvin vor der Selbu Sparebank ehrt sie ebenfalls. Weitere Einblicke in die Kulturgeschichte bieten unterschiedliche Orte: Das Kalvåa bygdetun vermittelt ältere Handwerks- und Almsommertraditionen, während die Kjeldstad-Mühle zum Museumsangebot der Gemeinde Selbu gehört. In Vikvarvet befindet sich außerdem die Taterutstillingen, eine Dauerausstellung in einem erhaltenen Gebäude aus der Zeit des früheren Lagers von etwa 1939 bis 1960. Diese Stationen setzen jeweils andere Schwerpunkte – von Handwerk und Almwirtschaft bis zu einer Ausstellung an einem historischen Ort.
Selbustien, Årsøya und Aktivitäten am Wasser
Der Selbustien ist 8 km lang und verläuft in Mebonden mitten in Selbu. Entlang der Anlage liegen unter anderem der Strand Vikaengene und Årsøya; am Selbustien gibt es Möglichkeiten zum Baden und Angeln. Mehrere Start- und Parkmöglichkeiten befinden sich beispielsweise bei Putten, dem Sentralbaneanlegget, Årsøya, Vikaengene und Vikastøa. Die Zufahrt erfolgt jeweils von der Vikvarvvegen. Da sich Parkmöglichkeiten ändern können, prüfen Sie die aktuelle Situation vor der Anreise.
Auf Årsøya stehen verschiedene Aktivitäten nebeneinander: Dort gibt es einen familienfreundlichen Aktivitätspark und einen kostenlosen Naturtreffpunkt mit holzbefeuertem Pizzaofen. Prüfen Sie vorab die Verfügbarkeit des Naturtreffpunkts. Eine Pumptrack-Bahn bietet eine 620 Quadratmeter große asphaltierte Fläche zum Fahrrad- und Tretrollerfahren; außerdem gibt es eine Discgolf-Anlage mit 18 Körben. Fürs Angeln steht ein barriereangepasster Angelsteg zur Verfügung. Die Toilette mit Wickelraum ist täglich und ganzjährig geöffnet; prüfen Sie die aktuelle Betriebsinformation vor Ihrem Besuch.
Selbu bietet außerdem Möglichkeiten zum Binnenfischen in mehr als 300 verschiedenen Angelgewässern, darunter im Fluss Nea und im Selbusjøen. Erlaubnis- und Zugangsbedingungen können variieren. Auf dem Selbusjøen gibt es auch Paddelrouten für erfahrene und unerfahrene Paddler. Putten und der Selbu Campingplatz sind mögliche Ausgangspunkte; informieren Sie sich vorab über Ausrüstung und Bedingungen am Einstieg.
Selbu mit dem Fahrrad erkunden
Die Fahrradrouten in Selbu unterscheiden sich in Schwierigkeitsgrad und Geländeform. Viele sind ausgeschildert und werden an mehreren Stellen durch Karten- und Übersichtstafeln ergänzt. So können Sie die Routen nach den jeweils angegebenen Merkmalen betrachten, statt von einer Tour auf alle anderen zu schließen. Zusammen mit den markierten Wanderwegen, den Wasseraktivitäten und den Kulturorten zeigt sich Selbu als Ziel mit mehreren unterschiedlichen Arten des Entdeckens.
Weitere Reiseziele entdecken: Selbu, Mebonden, Selbustrand, Hemne, Melhus, Rissa, Skaun, Malvik.
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