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Sankt Martin an der Raab liegt im Südosten des Burgenlandes, in einer waldreichen, ruhigen Hügellandschaft am Dreiländereck Österreich–Ungarn–Slowenien. Römische Spuren, Grenzgeschichte und Landschaft geben dem Ort unterschiedliche Facetten. Für Ihre Planung lohnt es sich, diese Schwerpunkte auseinanderzuhalten: Archäologische Fundorte erzählen eine andere Geschichte als der Gedenkstein am Dreiländergrenzpunkt oder die Aussicht am Stoagupf.

Römische Spuren und informative Stationen

In der Marktgemeinde wurden Reste eines römischen Gutshofs mit einem Wohngebäude und mehreren Wirtschaftsgebäuden geortet. Zu den römischen Überresten gehören auch Hügelgräber und Grabbauten auf einer von Osten nach Westen ausgerichteten Terrasse. Sie wurden teilweise freigelegt und bilden gemeinsam eine Gräberstraße. So stehen hier verschiedene Formen römischer Anlage nebeneinander: ein Gutshof mit Wohn- und Wirtschaftsgebäuden sowie eine zusammenhängende Begräbnisstätte.

Am Hauptplatz, neben dem Bauernladen, zeigt das Römermuseum die neuesten Funde aus den Grabungen. Wer sich für die archäologischen Themen interessiert, kann dort die Funde in den Mittelpunkt stellen; die informativen Stationen des drei Kilometer langen Römerwegs bieten einen weiteren Zugang. Wenn Sie gezielt wegen einer bestimmten Ausstellung anreisen, prüfen Sie vorab, welche Funde aktuell gezeigt werden.

Der 3-Ländergrenzpunkt: vom Symbol zur Gedenkstätte

Der Gedenkstein am 3-Ländergrenzpunkt (Ö-H-SLO) wurde 1922 auf der Kuppe errichtet. Seinerzeit symbolisierte er die drei Habsburger-Nachfolgestaaten. Nach dem Fall des Eisernen Vorhangs und dem EU-Beitritt Ungarns und Sloweniens entwickelte sich der Grenzpunkt zu einer gemeinsamen Gedenkstätte der Völkerverständigung. Diese zeitliche Abfolge macht den Wandel seiner Bedeutung sichtbar: Auf das Symbol der Nachfolgestaaten folgte eine gemeinsame Gedenkstätte. Der 3-Ländergrenzpunkt ist in Slowenien als Kulturdenkmal registriert.

Hügellandschaft und Geschichte am Stoagupf

Der Stoagupf ist ein Vulkankegel mit einer langen Siedlungsgeschichte. Auf ihm befand sich eine der ältesten neolithischen Höhensiedlungen des Burgenlandes; im Mittelalter lag dort außerdem ein Kernwerk mit einfachem Wall-Graben-System. Die Landschaftsform und die geschichtlichen Spuren stehen hier eng nebeneinander, ohne dieselbe Zeit zu beschreiben. Eine Aussichtsplattform bietet bei Tag und bei Nacht einen Blick in die umliegende Landschaft. Auch das Wasser der Augenquelle wurde untersucht und als Trinkwasser von bester Qualität festgestellt.

Kapelle, Künstlerdorf und Handwerk

Die Wegkapelle in St. Martin an der Raab weist zwei Fresken auf, die mit großer Wahrscheinlichkeit aus der Bauzeit um 1812 stammen. Sie zeigen den heiligen Martin und den heiligen Georg. Die zeitliche Einordnung bleibt dabei eine Wahrscheinlichkeit, nicht eine sichere Datierung.

Im Künstlerdorf Neumarkt an der Raab wird in den Atelierhäusern seit mehr als 50 Jahren Kulturgeschichte geschrieben. Im Rahmen der Sommerakademie finden Kunstkurse statt, die von international renommierten Künstlern geleitet werden. Wenn Sie Ihre Reise auf einen Kurs ausrichten möchten, prüfen Sie vorab die Termine.

In Eisenberg an der Raab steht ein anderer historischer Bau: Der denkmalgeschützte, strohgedeckte alte Lehmspeicher stammt aus dem 18. Jahrhundert und diente einst als Vorratslager für die Landwirtschaft. Über den Wanderweg „Hexenweg“ ist der Speicher erreichbar. Unabhängig davon stellt Erbe & Saponi in einem ehemaligen Kuhstall reine Pflanzenölseifen und naturkosmetische Pflegeprodukte aus hochwertigen natürlichen Inhaltsstoffen her. Angeboten werden außerdem Workshops zum Seifensieden, zur Destillation von Duftpflanzen und zum Komponieren eigener Parfums.

Die Themen setzen unterschiedliche Akzente für die Reiseentscheidung: Römerfunde und Gräberstraße, die wechselnde Bedeutung des Grenzpunkts, die Aussicht am Stoagupf sowie Kunst und Handwerk. So können Sie Sankt Martin an der Raab nach den Entdeckungen auswählen, die Sie besonders interessieren.

Weitere Reiseziele entdecken: Eisenberg an der Raab, Rudersdorf, Mühlgraben, Deutsch Kaltenbrunn, Heiligenkreuz Im Lafnitztal, Neuhaus Am Klausenbach, Jennersdorf, Windisch-Minihof.

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