Stoob verbindet mehrere klar unterscheidbare Themen: die bis heute gepflegte Töpferei, sakrale Bau- und Bildkunst sowie das Landschaftsschutzgebiet Biri – Noplerberg Stoob. Für die konkrete Planung lohnt es sich, die beiden Keramikangebote auseinanderzuhalten. Das Töpfermuseum bietet Gruppenführungen, während der Ceramico Campus einen Kinderworkshop mit Alters- und Gruppenvorgaben anbietet. So können Sie den Schwerpunkt nach Interesse und gewünschter Teilnahmeform auswählen.
Keramik: Tradition und Mitmachen
Das Töpfermuseum Stoob dokumentiert eine jahrhundertealte Handwerkstradition der Töpferei, die in Stoob bis heute gepflegt wird. Ganzjährig sind Führungen für Gruppen ab zehn Personen möglich. Bei einer Gruppenführung durch einen der Stoober Töpfermeister können Besucher die Entstehung der Keramikwaren vor Ort beobachten. Das Angebot verbindet damit die lange Geschichte des Handwerks mit einem Einblick in die Herstellung.
Der Kinderworkshop des Ceramico Campus setzt auf eigenes Gestalten: Teilnehmer ab sechs Jahren formen aus einfachen Tonklumpen kleine Kunstwerke; Vorkenntnisse sind nicht erforderlich. Samstags sind individuelle Termine für Gruppen ab fünf Personen möglich. Für diese Termine ist eine Anmeldung im Voraus erforderlich. Prüfen Sie Termine und Buchungsbedingungen vor Ihrer Reise; auch beim Museum können sich Buchungsdetails ändern.
Die Angebote unterscheiden sich damit nach Teilnahmeform und Gruppengröße: Im Museum beobachten Besucher bei einer Führung die Entstehung der Keramikwaren, im Campus-Workshop gestalten Kinder selbst. Auch die Gruppenschwellen geben eine konkrete Orientierung: Für die Museumsführung gilt die Grenze von zehn Personen, für den möglichen Samstagstermin des Workshops die von fünf Personen. Für den Workshop ist zusätzlich die Voranmeldung wichtig.
Bergkirche und Kalvarienberg
Die Stoober Bergkirche ist ein romanischer Bau auf einer kleinen Anhöhe am östlichen Rand des Dorfes. In ihr befinden sich freigelegte Fresken von besonderem kulturhistorischem Wert. Abgesehen von der Darstellung in der Laibung des Ostfensters sind die Fresken stark beschädigt. Die erhaltenen Freskenreste zeigen Christus als Weltenherrscher in einer Mandorla, umgeben von den Symbolen der vier Evangelisten. Für Kulturinteressierte verbinden sich damit die Einordnung des Bauwerks in die Romanik und eine konkrete religiöse Bilddarstellung.
Am Kalvarienberg befindet sich eine Kreuzigungsgruppe, ein Werk des Holzschnitzers Ferdinand Stuflesser aus St. Ulrich im Grödental. Entlang des Aufstiegs zum Kalvarienberg und rund um die Kirche befinden sich 14 Kreuzwegstationen. Die Bergkirche verbindet romanische Architektur mit Fresken, während am Kalvarienberg eine Holzschnitzerei und die Folge der Kreuzwegstationen im Mittelpunkt stehen. So unterscheiden sich die sakralen Themen nach Darstellung und Form: Fresken in der Bergkirche, eine geschnitzte Kreuzigungsgruppe und 14 Stationen am Kalvarienberg.
Landschaftsschutz in Stoob
Das Stoober Biri ist als Landschaftsschutzgebiet Biri – Noplerberg Stoob geschützt. Damit steht neben den Kulturthemen ein eigenständiger Landschaftsbezug zur Auswahl. Für die Reiseentscheidung lässt sich Stoob so nach unterschiedlichen Interessen betrachten: Das Biri steht für Landschaftsschutz, Museum, Fresken und Kreuzwegstationen für verschiedene kulturelle Zugänge.
Weitere Reiseziele entdecken: Frankenau-Unterpullendorf, Horitschon, Steinberg, Lackenbach, Karl, Deutschkreutz, Neckenmarkt, Markt Sankt Martin
Zur übergeordneten Reiseübersicht: Oberpullendorf.