Kaltenberg verbindet einen Marienwallfahrtsort mit einer natürlichen Aussichtsterrasse hoch über Unterweißenbach. Die Fernsicht und die Wallfahrtskirche treffen hier auf Wanderwege mit deutlich unterschiedlichem Zeitbedarf. Sie können den Aufenthalt kulturell ausrichten oder eine Rundwanderung in den Mittelpunkt stellen. Für die Planung lohnt sich ein Blick auf die Gehzeiten und die jeweiligen Wegmerkmale: Der Kreuzweg führt bergauf zu einem Ziel, während die beiden Rundwanderwege unterschiedliche Zeitblöcke abdecken.
Wallfahrtskirche, Kapelle und Quelle
Die heutige Marien-Wallfahrtskirche Kaltenberg wurde von 1798 bis 1803 erbaut und ist Maria Heimsuchung geweiht. In ihr befindet sich eine spätgotische Madonna aus der ersten Hälfte des 15. Jahrhunderts. Das Bildwerk ist damit mehrere Jahrhunderte älter als die heutige Kirche. Die Marien-Wallfahrtskirche ist ein beliebtes Ausflugsziel im Mühlviertel und liegt an den Wanderwegen von Kaltenberg.
Die Ursprungskapelle liegt nahe Kaltenberg direkt am Johannesweg und an den Rundwanderwegen. Der Überlieferung nach soll sich an diesem Ort die Erscheinung der Muttergottes ereignet haben. Das Augenbründl befindet sich in unmittelbarer Ortsnähe. Sein Wasser kann als Trinkwasser genutzt werden; ihm wird traditionell eine heilende beziehungsweise lindernde Wirkung zugeschrieben. Kapelle und Quelle bieten so weitere, jeweils eigene Bezüge zur Ortsgeschichte und Überlieferung.
Wanderwege mit unterschiedlichem Zeitbedarf
Der Kreuzweg führt über 14 Stationen von der Nachbargemeinde Unterweißenbach bergauf zum Marienwallfahrtsort Kaltenberg. Anders als eine Rundwanderung verbindet er einen Ausgangsort mit einem Ziel; die 14 Stationen prägen dabei den Wegverlauf.
Der Urkraftweg ist ein 19,3 km langer Rundwanderweg mit rund 600 Höhenmetern und etwa 6,5 Stunden Gehzeit. Zum Weg gehören ein Kneipp-Platzerl, idyllische Rastplätze und neun Impulsstationen. Damit ist er die längere der beiden beschriebenen Runden und braucht einen entsprechend größeren Zeitblock.
Der Obergrabenweg ist ebenfalls eine Runde, aber mit anderem Umfang: Er ist 7,5 km lang, weist rund 230 Höhenmeter auf und eignet sich für eine etwa zweistündige Wanderung. Im Vergleich zum Urkraftweg ist er damit die kompaktere Wahl, wenn Sie einen kürzeren Zeitblock für die Tour vorsehen möchten. Der Weg führt auf den Rifflberg und bietet dort Weitblick über die Mühlviertler Hügelwelt in Richtung Sandl. Am Obergrabenweg liegen außerdem das Steinerne Kornmandl und die Phallussteine, imposante Steinformationen des Mühlviertels.
Den Urkraftweg können Sie an verschiedenen Stellen betreten; sein offizieller Start liegt am Wanderausgangspunkt im Ort Kaltenberg. Die kostenlose Wanderkarte von Kaltenberg erhalten Sie bei der Gemeinde, am Wanderausgangspunkt und bei den Tourismusbetrieben. Da sich Routenangaben ändern können, prüfen Sie vor dem Aufbruch die aktuelle Tourenbeschreibung, besonders wenn die Gehzeit Ihren Tagesplan bestimmt.
Weitere Aktivitäten
Kaltenberg liegt direkt an der Tour de Alm; die Tour kann mit dem Rennrad erkundet werden. So steht neben den Wanderwegen auch eine Radroute als Reiseidee zur Wahl.
Für Gruppen ab sechs Personen bietet die BioBrennerei Thauerböck in Kaltenberg nach Voranmeldung Hofführungen und Brennereibesichtigungen mit Verkostungen an. Berücksichtigen Sie bei der Planung sowohl die Voranmeldung als auch die Mindestgruppengröße.
Weitere Reiseziele entdecken: Wullowitz, Tragwein, Unterweißenbach, Liebenau, Wartberg Ob Der Aist, Neumarkt Im Mühlkreis, Hirschbach Im Mühlkreis, Bad Zell.
Zur übergeordneten Reiseübersicht: Freistadt.