Roitham lässt sich über den Traunfall, Rundwege und historische Bauwerke entdecken. Der Wasserfall steht zugleich für eine lange Salztransportgeschichte. Für Ihre Planung lohnt der Blick auf die jeweilige Form: eine leichte Familienrunde mit Brücken und Kapelle, ein fünf Kilometer langer Themenweg oder die Pilgerroute von Roitham bis Gmunden.
Traunfall und Wege
Der Traunfall ist ein Wasserfall der Traun in Oberösterreich. Er liegt zwischen Steyrermühl und Roitham am Traunfall, an der Gemeindegrenze zwischen Desselbrunn und Roitham am Traunfall.
Der Traunfall-Rundwanderweg ist ein leichter Rundweg und für die ganze Familie geeignet. Er führt über die Traunfallbrücke, zur Holzbrücke und weiter zur Nikolauskapelle, bevor er zum Ausgangspunkt zurückkehrt. Wer bei einer Wanderung feste Wegpunkte bevorzugt, kann sich an dieser Abfolge aus Brücken und Kapelle orientieren.
Der 5 km lange Themenweg „Arena der Menschenrechte“ führt vom historischen Traunfall über das Europaschutzgebiet Natura 2000 und Oberbuch nach Roitham am Traunfall und anschließend zum Ausgangspunkt zurück. Die Arena ist damit die 5-km-Runde, während sich der Traunfall-Rundwanderweg durch seine leichte, familiengeeignete Runde mit Brücken und Kapelle auszeichnet.
Als weitere Wegform führt „Wasserpilgern“ von Roitham am Traunfall bis Gmunden. An der Jakobuskirche in Roitham gibt es Folder, Stempel und ein Segensband. Damit ergänzt die Pilgerroute die beiden Rundwege um eine Strecke mit Gmunden als Ziel.
Ortsgeschichte und Kultur
Der Traunfall spielte über 600 Jahre lang eine Schlüsselrolle im Salztransport zwischen dem Inneren Salzkammergut und der Donau. Seine Bedeutung reicht damit über die Naturform hinaus und verankert den Traunfall in der regionalen Transportgeschichte.
Die römisch-katholische Pfarrkirche von Roitham wurde 1350 im spätgotischen Stil erbaut und ist dem Apostel Jakobus dem Älteren geweiht. Ihr Altarbild schuf der Maler Karl Strasser 1870. Bauzeit, Widmung und Altarbild bieten drei unterschiedliche Zugänge: spätgotische Architektur, religiöse Zuordnung und ein Kunstwerk aus dem 19. Jahrhundert.
Schloss Au an der Traun steht unter Denkmalschutz. Am 30. Mai 1653 kaufte Pacidus Hieber von Greifenfels, Abt der Benediktinerabtei Lambach, den alten Adelssitz Au an der Traun. Auch die Flößer-Kapelle am Traunfall und die Traunfallkapelle hl. Nikolaus am Traunfall stehen unter Denkmalschutz. So reichen die geschützten Bauwerke vom Schloss bis zu zwei Kapellen. Der zeitliche Vergleich reicht vom Kirchenbau 1350 über den Kauf von Schloss Au 1653 bis zum Altarbild von 1870. Für Geschichtsinteressierte ergibt sich so ein Überblick über drei Epochen und drei unterschiedliche Themen aus der Kulturgeschichte: Architektur, Besitzgeschichte und Kirchenkunst.
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