Eine Wallfahrtskirche auf einem der höchsten Punkte der Gemeinde, ein Kapellenbrauch mit festem Feiertag und 200 Jahre Bergbaugeschichte setzen in Allerheiligen im Mühlkreis verschiedene Akzente. Hinzu kommen Wege und eine markante Granitformation. Für Ihren Aufenthalt können Sie daher nach Interesse gewichten: kirchliche Geschichte, Wanderung und Natur oder Bergbau.
Wallfahrtskirche und Orgel
Die römisch-katholische Pfarr- und Wallfahrtskirche „Unsere liebe Frau, Königin Aller Heiligen“ steht im Ortszentrum auf einem der höchsten Punkte in der Gemeinde Allerheiligen im Mühlkreis. Ihre Orgel stammt aus der ersten Hälfte des 17. Jahrhunderts. So treffen die kirchliche Funktion des Ortes und ein Instrument mit einer klaren historischen Datierung aufeinander.
Kapelle, Brauch und Überlieferung
Die Heiligenstein-Kapelle wurde 1504 als „Hüttl am Heiligenstein“ errichtet. Seit 1960 wird am Fronleichnamstag ein Altar aufgestellt, von dem aus das Evangelium verkündet wird. Wenn Sie diese Tradition zum Anlass Ihrer Reise machen möchten, beachten Sie den Feiertag bei der Terminplanung und prüfen Sie die aktuellen Veranstaltungsangaben. An den Schüsselsteinen am Waldrand befinden sich Opfersteine beziehungsweise Opferschalen. Auf der Wanderung des „Bergauf-Bergo Weges“ begegnet Ihnen außerdem der Pechölstein. Die Tradition ist an einen bestimmten Feiertag gebunden, der Pechölstein dagegen an eine benannte Wanderung – zwei unterschiedliche Anknüpfungspunkte für Ihre Planung.
Falkenstein und Wanderwege
Der Falkenstein ist ein Granitfelsen, der von der Naarn fast senkrecht rund 100 Meter aufragt. Am 13. September 1983 wurde er zum Naturdenkmal erklärt. Höhe und Schutzstatus geben zwei verschiedene Gesichtspunkte: die markante Form des Felsens und seine formelle Ausweisung als Naturdenkmal.
Der Jahreskreisweg beginnt im Ortszentrum von Allerheiligen. Der Stoakraftweg ist 48 Kilometer lang und führt durch den Naturpark Mühlviertel sowie durch die Naturparkgemeinden Allerheiligen, Bad Zell, Rechberg und St. Thomas am Blasenstein. Er führt außerdem zur Wallfahrtskirche in Allerheiligen. Für Ihre Auswahl ist damit der Unterschied greifbar: Der Jahreskreisweg beginnt im Ortszentrum, während der Stoakraftweg als gemeindeübergreifende Strecke zur Wallfahrtskirche führt.
Bergbaugeschichte und Flying Fox
Das Kaolinum Bergbaumuseum behandelt 200 Jahre Bergbaugeschichte von 1803 bis in die Gegenwart. Ein detailgetreuer Schaustollen mit zahlreichen Geräten veranschaulicht die harten Arbeitsbedingungen der Bergleute über und unter Tage. So kommen der lange historische Zeitraum und die konkrete Darstellung der Arbeitsbedingungen zusammen – zwei verschiedene Zugänge zum Bergbau.
Der Hochseilgarten Kaolinum verfügt über eine 120 Meter lange Flying-Fox-Anlage, deren Start 12 Meter über dem Erdboden liegt. Wenn Sie diese Aktivität einplanen möchten, prüfen Sie vorab den aktuellen Betrieb.
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