Ein prägnantes Landschaftsmerkmal der Stillensteinklamm ist der Bach, der unter der Steinernen Stube auf einer Strecke von rund 300 Metern unter der Erde verschwindet. Dazu kommen Wanderwege und historische Bauwerke; so stehen Landschaft und Kultur als verschiedene Themen für Ihre Reiseplanung zur Wahl.
Wandern und Landschaft
Die Stillensteinklamm wurde mit dem Oberösterreichischen Wandergütesiegel ausgezeichnet. Am Zugang prägen Granitblöcke, kleine Wasserfälle und Kaskaden das Landschaftsbild. Das sichtbare Wechselspiel von Fels und Wasser steht neben dem unterirdischen Verlauf des Bachs und gibt der Klamm mehrere unterschiedliche landschaftliche Merkmale.
Der Wanderweg Burg Werfenstein ist ein 5,7 Kilometer langer Rundwanderweg mit Start und Ziel an der Gießenbachmühle in Sankt Nikola an der Donau. Für diese Runde sind sowohl die Länge als auch der gemeinsame Ausgangs- und Endpunkt benannt. Die Donausteig-Etappe 4_G06 ist dagegen durch ihren Verlauf von Grein über Sankt Nikola an der Donau nach Sarmingstein gekennzeichnet. Damit stehen zwei unterschiedliche Planungsformen zur Wahl: eine bezifferte Runde und eine Etappe, die mehrere Orte verbindet. Die Gießenbachmühle wird heute als Veranstaltungssaal genutzt.
Kirchen und Burggeschichte
Die Pfarrkirche Hl. Nikolaus wurde 1141 von Beatrix von Clam zusammen mit einem Hospital für Pilger und Reisende gegründet. Ihre Architektur wird als barockisierte romanische Chorquadratkirche beschrieben: Die Bezeichnung hält sowohl die romanische Bauform als auch die barocke Überarbeitung fest.
Eine weitere kirchliche Zeitmarke bietet die ehemalige Filialkirche hl. Maria. Ihr Langhaus und ihr Chor wurden um 1400 errichtet. Auch die Burg Werfenstein erschließt eine andere historische Perspektive: Sie wurde erstmals 1242 urkundlich erwähnt. Früher spannte man von der Burg Ketten über die Donau zur Insel Wörth, um Schiffe anzuhalten. Die Ketten gehören damit zu ihrer früheren Funktion an der Donau, nicht zu einer heutigen Nutzung.
Bei den Jahreszahlen lohnt es sich, Gründung, erste urkundliche Erwähnung und Bauzeit auseinanderzuhalten: 1141 bezeichnet die Gründung der Pfarrkirche mit dem Hospital, 1242 die erste urkundliche Erwähnung der Burg und um 1400 die Bauzeit von Langhaus und Chor der ehemaligen Filialkirche. So lassen sich die historischen Angaben einordnen, ohne sie zu einer einzigen Baugeschichte zusammenzuziehen.
Den Aufenthalt planen
Wenn Sie Ihren Aufenthalt nach einer Wanderung ausrichten möchten, können Sie zunächst zwischen dem Rundweg Burg Werfenstein und der Donausteig-Etappe unterscheiden. Für einen kulturhistorischen Schwerpunkt bieten die Pfarrkirche, die ehemalige Filialkirche und die Burg jeweils andere Anknüpfungspunkte: eine Gründung mit Hospital, Bauformen um 1400 und die frühere Kontrolle des Schiffsverkehrs. Welche dieser Themen für Sie im Mittelpunkt steht, kann Ihre Wahl des Reiseziels leiten, ohne dass die Orte zu einem festen Ausflugsablauf verbunden werden müssen.
Prüfen Sie bei der Auswahl die Lage und Verfügbarkeit der jeweiligen Angebote anhand Ihres persönlichen Reiseplans.
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