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Geiersberg verbindet einen weiten Rundblick mit einer ausgeprägten Leonhard-Tradition und dem Granatzweg entlang der alten Bayern-Innviertel-Grenze. Auf der Anhöhe liegt ein kleines Hochplateau; in der Pfarrkirche treffen die Verehrung des heiligen Leonhard und datierte Kunst- und Glockengeschichte aufeinander. Für Ihren Aufenthalt ergibt sich so eine Mischung aus Landschaft, Ortsgeschichte und einer Route, die sich auch abschnittsweise erkunden lässt.

Hochplateau mit weitem Rundblick

Die Anhöhe von Geiersberg bildet ein kleines Hochplateau. Der Rundblick reicht im Norden bis zum Böhmerwald und im Süden über den Hausruckkamm bis zum Höllengebirge, zu den drei Dachsteinspitzen und zum Schafberg. Die nördliche und die südliche Blickrichtung setzen dabei unterschiedliche Landschaftsmarken in den Rahmen: hier der Böhmerwald, dort Bergzüge und Gipfel vom Hausruckkamm bis zum Schafberg. Wer Geiersberg wegen seiner Aussicht auswählt, findet damit einen weiten Rundblick statt eines einzelnen Aussichtsziels.

Granatzweg: entlang der alten Grenze

Der Granatzweg führt von Geiersberg entlang der alten Bayern-Innviertel-Grenze nach St. Willibald. Sie können auch einzelne Wegabschnitte begehen und müssen Ihre Planung daher nicht auf die gesamte Route ausrichten. Neben dem Gehen lässt sich der Weg auch mit dem E-Bike erkunden. Eine Elektrotankstelle befindet sich beim Bauhof der Gemeinde Geiersberg. Wenn Sie mit dem E-Bike unterwegs sein möchten, prüfen Sie vorab lokal, ob die Station betriebsbereit ist.

Leonhardkirche und Kunstwerke

Die Pfarrkirche Geiersberg ist dem heiligen Leonhard geweiht und die einzige Leonhardkirche des Innviertels. Ihre älteste und zugleich größte Glocke stammt aus dem Jahr 1512. In der Kirche befindet sich außerdem eine Lindenholzstatue von Bonaventura Schwanthaler: „Unsere liebe Frau mit dem Kinde“ aus dem Jahr 1701. Weihe, Glocke und Statue geben der Kirche unterschiedliche historische Bezugspunkte – von ihrer besonderen Leonhard-Verbindung bis zu einem genau datierten Kunstwerk.

Um den 6. November findet bis heute der Leonhardiritt statt. Reiter, Pferde und Gespanne kommen zur Pfarre, um den Segen zu erbitten. Der genaue Veranstaltungstag kann abweichen. Wenn Sie den Ritt zum Anlass Ihrer Reise nehmen, prüfen Sie daher die konkreten Termine vorab.

Quelle, Kapellen und Ortsgeschichte

Gegenüber der Kirche steht die Brunnenkapelle, ein historisches Denkmal, das 1702 in seiner heutigen Form errichtet wurde. Altgeiersberg entstand um die Quelle unter der Kirche; sie tritt aus der nahe gelegenen Brunnenkapelle hervor. Bauwerk, Quelle und Siedlungsgeschichte sind hier eng miteinander verbunden. Die Entstehungssage erzählt von einem durstigen Ritter und seinem Knappen, die auf der Jagd durch einen herabfliegenden Geier auf eine frische Quelle aufmerksam wurden. Zum Dank ließ der Ritter dort der Sage nach eine Holzkapelle errichten.

Auch an anderen benannten Orten finden sich kulturgeschichtliche Spuren: In der Kapelle von Kornrödt befindet sich Engelbert Häupls ausdrucksvolle Darstellung der „mater dolorosa“, der schmerzhaften Muttergottes. Die Pestkapelle in Pramerdorf in Geiersberg steht unter Denkmalschutz. Als weiterer historischer Bezug ist die ehemalige Römerstraße durch Geiersberg überliefert, die Glaubensboten als Verkehrsweg zur bajuwarischen Bevölkerung diente.

Weitere Reiseziele entdecken: Pattigham, Mörschwang, Geinberg, Waldzell, Weilbach, Peterskirchen, Antiesenhofen, Sankt Martin Im Innkreis.

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Ried Im Innkreis.

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