Die spätgotische Pfarrkirche „Mariä Namen“ und der Einkehrweg am Gurtenbach geben Wippenham zwei unterschiedliche Akzente: sakrale Kunst und Wege entlang eines Bachlaufs. Bei der Auswahl eines Aufenthalts können Sie sich fragen, ob Sie sich eher für die Heiligenfiguren und den Hochaltar interessieren oder für kleine Brücken und schattige Uferpfade. Die konkreten Details helfen, den eigenen Schwerpunkt zu bestimmen.
Kirche: Gotik im barocken Hochaltar
Die Pfarrkirche „Mariä Namen“ in Wippenham ist für ihre zahlreichen weiblichen Heiligenfiguren bekannt. Ihr Hochaltar ist barock, integriert aber drei gotische Figuren: Im Zentrum steht eine Marienstatue mit dem Jesuskind; außerdem gehören die heilige Barbara und die heilige Katharina von Alexandrien dazu. So treffen im selben Altar unterschiedliche Stilzuordnungen aufeinander: Das Werk ist barock, die darin eingebundenen Figuren sind gotisch.
Der Hochaltar entstand in der Mitte des 17. Jahrhunderts; am Altar ist die Jahreszahl 1659 angebracht. Diese beiden Angaben verorten den Altar zeitlich. Die spätgotische Einordnung der Kirche und die gotische Gestaltung der Figuren bleiben davon zu unterscheiden. Für die Betrachtung der Kirchenkunst sind damit sowohl das größere Ensemble als auch die einzelnen Figuren ein eigener Anknüpfungspunkt.
Am Gurtenbach: der Einkehrweg
Der Einkehrweg erreicht den Gurtenbach. Die Wanderung führt über kleine Brücken und an schattigen Uferpfaden entlang. Bach, Brücken und Ufer bilden dabei die konkreten Landschaftsmerkmale des Weges. Wer zwischen Kirchenkunst und einem Aufenthalt im Freien abwägt, findet hier einen anderen Schwerpunkt als am Hochaltar.
Die beiden Themen lassen sich auch unabhängig voneinander in die Reiseplanung einordnen: Bei der Pfarrkirche stehen Figuren, Altar und Kunststile im Mittelpunkt, beim Einkehrweg der Bachlauf und die beschatteten Pfade. So können Sie überlegen, welche dieser unterschiedlichen Interessen Ihre Wahl von Wippenham stärker prägt.
Gruppenangebote am Loryhof
Der Loryhof ist ein Bio-Bauernhof im hügeligen Innviertel und bietet touristische Angebote. Für Gruppen gibt es dort eine geführte Wanderung am Bienenlehrpfad mit anschließender Honigverkostung. Eine Vorabsprache kann nötig sein; klären Sie die Besuchsarrangements deshalb vorab. Der Bienenlehrpfad und Naschgarten beginnt am Loryhof.
Der Naschgarten umfasst verschiedene Obstbäume, Beeren und Sträucher. Eine kleine Ausstellung am Bienenlehrpfad und Naschgarten zeigt den Weg vom Blütenbesuch bis zum Honig im Glas. Garten und Ausstellung setzen damit unterschiedliche Akzente: Einerseits geht es um Obst und Beeren, andererseits um den Weg vom Blütenbesuch bis zum fertigen Honig im Glas.
Bei der Bauern-Olympiade nehmen mindestens 15 Personen an verschiedenen Stationen teil und stellen Können, Wissen und Geschick unter Beweis. Die Stationen werden für jede Gruppe individuell zusammengestellt. Für die Planung sind somit sowohl die Mindestgröße als auch das jeweilige Gruppenprogramm relevant.
Am Loryhof geben geprüfte Biersommelièren Einblick in regionale und internationale Bierspezialitäten. Die Bierverkostung und das Bierquiz richten sich an Personen ab 16 Jahren und dauern 1,5 Stunden. Damit unterscheiden sich die Angebote in ihren Planungsangaben: Bei der Bauern-Olympiade zählt die Mindestteilnehmerzahl, bei Bierverkostung und Quiz gelten Altersgrenze und Dauer; für die geführte Wanderung kann eine Vorabsprache nötig sein.
Anreise planen
Wippenham ist mit dem Auto sowie mit Bus oder Bahn erreichbar. Wenn Sie mit Bus oder Bahn anreisen, prüfen Sie die konkrete Verbindung vor der Reise. So lässt sich die Anreiseplanung getrennt von der Wahl des inhaltlichen Schwerpunkts angehen – ob Kirchenkunst, der Einkehrweg oder ein Gruppenangebot im Vordergrund steht.
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