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Haslach an der Mühl verbindet textile Handwerkstradition mit Baugeschichte und Naturerlebnissen. Für die Planung lässt sich die Auswahl gut nach Interessen ordnen: Geht es Ihnen vor allem um Weberei und Wollverarbeitung, um historische Bauwerke, um Musikinstrumente oder um Eindrücke an der Steinernen Mühl? Die verschiedenen Schwerpunkte bieten unterschiedliche Anknüpfungspunkte für einen Aufenthalt.

Textile Geschichte und Handwerk

Das Webereimuseum wurde 1971 gegründet und übersiedelte 2012 in das Textile Zentrum Haslach. Die Ausstellung führt von der Flachsaufbereitung bis zur fertigen Leinwand und zeigt zugleich die Entwicklung der Webtechnik: von Handwebstühlen bis zur Jacquardmaschine. So begegnen sich in einem Thema sowohl die Verarbeitung eines Materials als auch der Wandel der dafür eingesetzten Technik.

Eine andere Perspektive eröffnet die Manufaktur Haslach. Bei Führungen können Sie den Weg der Wolle bis zum fertigen Qualitätsprodukt kennenlernen. Prüfen Sie vor der Planung den aktuellen Führungstermin, da sich Zeitpläne ändern können. Leinwand aus Flachs und Produkte aus Wolle stehen dabei für unterschiedliche textile Materialien und Verarbeitungsschritte.

Der Webermarkt bringt die textile Tradition in den öffentlichen Raum: Seit 1992 findet er jährlich an zwei Tagen statt, in den verwinkelten Gassen des alten Ortsteils „auf der Stelzen“ und am Marktplatz. Rund 90 Ausstellerinnen und Aussteller aus mehreren Nationen präsentieren dort textiles Schaffen und handgefertigte Produkte zum Kauf; die Zahl kann von Ausgabe zu Ausgabe variieren. Da auch die Veranstaltungstermine jährlich wechseln, sollten Sie vor der Reise den Termin des jeweiligen Jahres prüfen.

Baugeschichte und Musik

Die Pfarrkirche zum hl. Nikolaus gilt als die stattlichste spätgotische Kirche des Oberen Mühlviertels. Ihr freistehender Turm wurde als Wehrturm der Marktbefestigung errichtet. Der Alte Turm war ebenfalls Teil der historischen Befestigungsanlage von Haslach; diese wurde zwischen 1483 und 1487 erbaut. Die Bauwerke bieten damit verschiedene Anknüpfungspunkte, um sich mit der spätgotischen Kirche und der früheren Befestigung auseinanderzusetzen.

In der Mechanischen Klangfabrik stehen 150 Musikinstrumente und weitere musikalische Exponate aus der Zeit vom Barock bis zur Gegenwart im Mittelpunkt. Bei Führungen werden Instrumente gespielt und ihr Innenleben vorgeführt. Das Kaufmannsmuseum setzt dagegen auf eine historische Ladenszene: Es rekonstruiert die Einkaufsatmosphäre eines voll ausgestatteten Gemischtwarenladens um 1920. Wegen Renovierung bleibt das Museum 2026 geschlossen; die Wiedereröffnung ist für Mai 2027 vorgesehen.

Naturerlebnis an Wegen und Fluss

Auf dem Naturerlebnisweg wird die Natur an Stationen mit Sehen, Tasten, Fühlen und Riechen erfahrbar. Dazu kommen Spiel- und Geschicklichkeitsstationen; der Weg endet an einem Spielplatz. Im Welset Pühret an der Steinernen Mühl gibt es einen vier Kilometer langen Naturerlebnisweg, einen kleinen Badeplatz und einen kleinen Spielplatz. Das Welset Pühret ist frei zugänglich. Für den Sommer ist die Steinerne Mühl zudem ein Ort zur Abkühlung; dieser saisonale Akzent gehört in die warme Jahreszeit.

Wer bei einem Weg auch Aussichten berücksichtigen möchte, findet sie auf dem Haslacher Rundumweg: Er bietet einige Ausblicke. Einen anderen Bezug zur Flusslandschaft hat die Mühlviertler Ölmühle, vulgo Stahlmühle. Sie liegt in Haslach an der Mündung der Steinernen Mühl in die Große Mühl. Dort wird seit mehr als 500 Jahren Leinöl gepresst – ein konkreter Einblick in eine lange lokale Herstellungstradition.

Weitere Reiseziele entdecken: Hörbich, Neustift Im Mühlkreis, Auberg, Niederkappel, Sankt Ulrich Im Mühlkreis, Julbach, Schönegg, Klaffer Am Hochficht.

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Rohrbach.

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