Untermühl liegt im waldreichen Durchbruchstal der oberen Donau, dort, wo die Große Mühl in die Donau mündet. Flusslage und Geschichte prägen auch die Aktivitäten: Der Mühltalweg erreicht den Ort, während eine Radroute die Mündung überquert und mit 300 Höhenmetern auf das Granithochland führt. Für die Planung stehen damit unterschiedliche Schwerpunkte bereit – eine leichte Wanderung durchs bewaldete Tal, eine Radtour mit Anstieg oder Einblicke in Granit- und Schifffahrtsgeschichte. Sie können Ihre Auswahl an der Art des Tages ausrichten, die Ihnen lieber ist.
Wandern und Radfahren rund um Untermühl
Der Mühltalweg ist eine leichte Wanderung durch das bewaldete Tal der Großen Mühl und erreicht Untermühl an deren Mündung in die Donau. Auch der Donausteig hat hier einen Startplatz: „Untermühl“ liegt auf dem Parkplatz vor dem Traditionsgasthof Ernst. So lässt sich der Ausgangspunkt dieser Route vor Ort konkret einordnen.
Die R1.08 Donau-Granit-Runde beginnt an der Schiffsanlegestelle Untermühl, überquert die Mündung der Großen Mühl und führt anschließend mit 300 Höhenmetern auf das Plateau des Mühlviertler Granithochlandes. Damit unterscheiden sich die Touren deutlich: Der Mühltalweg führt als leichte Wanderung durch das bewaldete Tal; bei der Granit-Runde gehören Flussquerung und Anstieg zum beschriebenen Verlauf. Die Granit-Bier-Runde: Etappe 1 beginnt im Hafenort Untermühl. Als Warm-up wird eine Fahrt in das Große Mühltal vorgeschlagen.
Für den Mühltalradweg gibt es in Untermühl die Möglichkeit, das fehlende Wegstück mit der Längsfähre Untermühl–Kaiserhof–Bremsberg zu überqueren. Der Fährbetrieb kann von den Wasserbedingungen abhängen. Prüfen Sie deshalb vor der Fahrt, ob die Überfahrt für Ihre geplante Tour möglich ist.
Flussgeschichte und Neubeginn
Um 1200 entstand Untermühl als Siedlung herrschaftlicher Fischer und Fergen der Burg Neuhaus. Fergen waren Fährmänner. Im 18. und 19. Jahrhundert wurden während der Holzschwemme in Untermühl bis zu 130.000 Raummeter Scheiter aufgestapelt. An der Mündung der Großen Mühl in die Donau befand sich in dieser Zeit die Endstation des Schwarzenberg'schen Schwemmkanals. Neuhauser Granit wurde in Untermühl für den Weitertransport per Schiff verladen. Der Ort hat zudem eine lange Tradition als Versorgungsort für die Donauschifffahrt. Die Schlosstaverne in Untermühl ist seit 1594 im Besitz der Familie Ernst.
Eine einschneidende Veränderung folgte 1964: Beim Bau des Donaukraftwerks Aschach wurde Alt-Untermühl abgetragen und überflutet. Auf aufgeschüttetem Boden wurde Untermühl neu errichtet. Die Ortsgeschichte umfasst damit sowohl den Transport von Holz und Granit als auch diesen grundlegenden baulichen Neubeginn.
Granit, Kultur und Ausblicke
Im nahen Plöcking gehören der Natursteinlehrpfad und die Hammerhütte zur Erlebniswelt Granit. Die Hammerhütte ist ein kleines Museum mit Film- und Handwerksvorführungen. Als weitere nahe Tour bietet der Feldbahnweg eine Halbtagestour mit Einblicken in die Welt des Granits und dessen Transport im 19. Jahrhundert. Der Donaublick Kettenturm bietet Ausblicke in das Donautal; der Kettenturm gilt als der einzige noch erhaltene Mautturm entlang der Donau.
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