Gotische Baukunst, historische Handwerksarbeit und Wege entlang der Pram geben Taufkirchen an der Pram mehrere unterscheidbare Schwerpunkte. Für Ihre Planung stehen Kulturstätten, Wanderungen mit unterschiedlichen Streckenlängen und eine Radroute durch mehrere Orte nebeneinander. So können Sie einen Tag stärker auf Kirchenkunst, frühere Wohn- und Arbeitswelten oder Bewegung im Freien ausrichten. Die einzelnen Themen erzählen unterschiedliche Teile der Ortsgeschichte, ohne dass daraus ein einziges festes Programm werden muss.
Kirchenkunst, Künstlergeschichte und Handwerk
Die einschiffige gotische Pfarrkirche wurde um 1450 von Baumeister Stefan Krumenauer erbaut. In der Kirche befindet sich eine wertvolle gotische Madonna aus der Zeit um 1460. Bauwerk und Kunstwerk bieten zwei konkrete Blickwinkel auf den Ort: die Architektur der Kirche und eine Madonna, deren Entstehungszeit ungefähr in dieselbe Epoche fällt.
Das Bilger-Breustedt-Haus war Lebens- und Wirkungsstätte des Künstlerpaares Margret Bilger und Hans Joachim Breustedt. Dieser kulturelle Bezug ergänzt die Kirchenkunst um die Geschichte zweier Künstler und ihrer gemeinsamen Wirkungsstätte.
Im Handwerksmuseum Laufenbach zeigen etwa 300 Jahre alte, originalgetreu wieder eingerichtete Holzhäuser, wie Menschen früher lebten und in kleinen Werkstätten arbeiteten. Das Museum erstreckt sich über 3.500 m² und behandelt rund 15 Handwerke und Gewerbe, die im 19. und 20. Jahrhundert im Dorf Laufenbach ansässig waren. Die wieder eingerichteten Häuser machen dabei den Alltag in den Wohn- und Arbeitsräumen zum Thema; die Auswahl der Handwerke erweitert den Blick auf die damaligen Gewerbe im Dorf.
Auch die Mittelschule Taufkirchen an der Pram hat einen besonderen kulturellen Bezug: Sie ist die einzige Schule Österreichs mit einem eigenen Museum, dem Museum in der Schule. Zusammen mit den historischen Häusern und dem Künstlerpaar entsteht so ein breites Bild davon, wie Kultur in Taufkirchen mit Baukunst, Kunstschaffen, Handwerk und einem Museum im Schulumfeld verbunden ist.
Zu Fuß: Streckenlänge und Wegthema
Zwei Wanderwege beginnen am Ortsplatz. Der 12 km lange Marterl- und Kapellenweg führt von Taufkirchen an der Pram über mehrere örtliche Kapellen und Bildstöcke bis zum Museum in der Schule. Die Strecke verbindet damit religiöse Kleindenkmäler mit einem kulturellen Ziel. Der 4,3 km lange Pramweg startet ebenfalls am Ortsplatz und führt entlang der Pram. Der Längenvergleich hilft, die gewünschte Gehstrecke einzugrenzen: Auf der kürzeren Route steht der Flusslauf im Mittelpunkt, auf der längeren kommen Kapellen, Bildstöcke und das Museum als Wegstationen hinzu. Die Kilometerangaben geben die Streckenlängen wieder.
Radfahren und Bewegung im Generationenpark
Der Pramtal-Radweg verläuft entlang der Pram über Zell an der Pram, Andorf und Taufkirchen an der Pram bis in die Barockstadt Schärding. Er ist als R21 beschildert und für Familien geeignet. Im Vergleich zu den örtlichen Wanderwegen führt diese Radroute durch mehrere benannte Orte und über Taufkirchen hinaus bis nach Schärding.
Der Högl-Lorenz-Generationenpark bietet zahlreiche Spielgeräte und einen Fitnessbereich für Jung und Alt. Zum Park gehört außerdem die erste Pumptrack-Anlage im Bezirk. Damit kommen dort Spiel, Fitness und Pumptrack als unterschiedliche Bewegungsangebote zusammen; der Radweg ist davon als eigene, durch mehrere Orte verlaufende Route zu unterscheiden.
Eine besondere Spur aus der Vergangenheit
Die Taufkirchner Mooreiche besteht aus den Resten der Krone einer Eiche. Der Baum wurde vermutlich zwischen 260 und 420 n. Chr. durch einen Sturm gefällt. Die Datierung bleibt eine Vermutung; gerade die Verbindung aus erhaltenen Kronenresten, weitem zeitlichem Abstand und möglicher Ursache macht die Mooreiche zu einem ungewöhnlichen historischen Bezugspunkt im Ort.
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