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Schenkenfelden lässt sich auf zwei Ebenen entdecken: auf markierten Wegen durch Wald und Landschaft sowie über Erinnerungsorte, die konkrete Kapitel der Ortsgeschichte festhalten. Ein besonders anschauliches Landschaftsmerkmal ist die Europäische Wasserscheide zwischen Kettenbach und Grasbach.

Wanderwege und Orientierung

Die Wanderwege rund um Schenkenfelden sind markiert; ihre Markierung erfolgt in Abstimmung mit den Nachbargemeinden. Für die Orientierung erhalten Sie die Mühlviertler Sterngartl-Wanderkarte kostenlos im Marktgemeindeamt Schenkenfelden während der Bürgerservicezeiten. Prüfen Sie die Verfügbarkeit der Karte vor der Anreise.

Der Märchenwald-Wanderweg verläuft als gemütliche Rundroute durch abwechslungsreiche Waldlandschaft und ist rund 2 km lang. Aus Holz geschnitzte Märchengruppen mit mehr als 40 Figuren, Spielplätze am Anfang und Ende sowie ein Märchenteich gehören zu den Merkmalen der Route. Die ungefähre Streckenlänge bietet einen konkreten Rahmen für die Tagesplanung; eine Abzweigung vom Weg führt außerdem zum Gipfelkreuz am Hirtstein. Am höchsten Punkt des Thierbergs befindet sich dort ein mit Seilen verankertes Aluminiumkreuz.

Nach Schenkenfelden führen der Nordwaldkammweg, der Europäische Weitwanderweg und der Stern Gartl Weg. Damit steht die lokale Rundroute neben drei benannten Wegen, deren Ziel der Ort ist.

Wasserscheide und Fließrichtungen

Zwischen Kettenbach und Grasbach verläuft die Europäische Wasserscheide. Der Kettenbach mündet nordwärts in die Moldau; der Grasbach ist ein Quellbach der Großen Gusen im Einzugsgebiet der Donau, die südwärts fließt. Die beiden Fließrichtungen führen somit unterschiedlich weiter: nach Norden zur Nordsee und nach Süden zum Schwarzen Meer. So lässt sich der Begriff Wasserscheide an zwei benannten Bächen und ihren unterschiedlichen Abflusswegen nachvollziehen.

Geschichte im Ortsbild

Die Bauernkriegskapelle erinnert an die kriegerische Begegnung zwischen kaiserlichen Truppen und einheimischen Bauern am 30. August 1626. Bei dieser Begegnung kamen damals etwa 300 Bauern ums Leben. Datum, beteiligte Gruppen und die ungefähre Opferzahl geben dem Erinnerungsort einen konkreten historischen Bezug.

Das Krämereimuseum Gerstlhaus bewahrt einen Kramerladen aus dem frühen 19. Jahrhundert und eine k.u.k. Poststelle aus dem Jahr 1869. Im Biedermeierzimmer des Gerstlhauses steht ein 1814 von Anton Walter gefertigtes Fortepiano. Kramerladen und Poststelle stehen für Handel und postalische Kommunikation; das Fortepiano setzt einen eigenen musikalischen Akzent.

Das Harrucker-Denkmal ist eine Büste auf einem kleinen Platz am Marktplatz, am Beginn der Harruckerstraße, und lädt zum Verweilen ein. Die Anton-Schiesser-Gedenktafel kennzeichnet das Geburts- und Elternhaus des k.u.k. Feldmarschalleutnants Anton Schiesser, Edler von Reifegg. So begegnen Ihnen im Ortsbild verschiedene Erinnerungsformen: eine Kapelle für ein Ereignis, eine Tafel für ein bestimmtes Haus und eine Büste im öffentlichen Raum.

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