Timelkam bietet verschiedene Zugänge zu Baugeschichte, Ortsgeschichte und Technik. Die historischen Themen reichen von einer Burg, die um 909 bestand, bis zu einem spätbarocken Landsitz; dazu kommen ein Energiemuseum, ein Heimatmuseum und eine Museumsbahn auf einer ehemaligen Kohlenbahn. Für Ihre Reiseentscheidung können Sie überlegen, welchen dieser Schwerpunkte Sie vertiefen möchten.
Zwei unterschiedliche Baugeschichten
Die Ruine Altwartenburg war um 909 eine kaiserliche Burg. Als mittelalterliche Zweihügelburg erlebte sie später einen starken baulichen Wandel: Im 18. Jahrhundert wurde der Großteil abgetragen, heute sind die verbliebenen Reste stark verfallen. Damit lassen sich der frühe Ursprung der Anlage und ihr späterer Abtrag als zwei weit auseinanderliegende historische Phasen einordnen.
Schloss Neuwartenburg ist ein anderes Bauwerk und ein anderes Kapitel: Graf Johann Albert Saint Julien, Oberster Falkenmeister des Habsburger Kaiserhauses, ließ es von 1730 bis 1732 am Ufer der Vöckla als spätbarocken Landsitz errichten. Zum Ensemble gehört ein Park, der gemeinsam mit dem Landsitz angelegt wurde. Im Mittelbau befindet sich ein Prunksaal mit einem großen Gemälde von Bartolomäo Altomonte. So stehen hier die Anlage eines Landsitzes, sein Park und ein konkret benanntes Ausstattungsstück im Mittelpunkt.
Museen zu Energie und Ortsgeschichte
Im Museum Erlebniswelt Energie gehören die Ausstellungen „Strom Heute“ und „Stromgeschichten“ sowie das multimediale Filmerlebnis „Gestatten Strom“ zum Angebot. Historische Ausstellungsstücke, alte Pläne und Elektrogeräte werden mit interaktiven Informationssystemen und moderner Informationstechnik verbunden. Der Zugang zum Thema reicht damit von historischen Objekten bis zu multimedialer Vermittlung. Da sich Ausstellungen ändern können, prüfen Sie vor Ihrem Besuch die aktuellen Informationen.
Das Archiv- und Heimatmuseum Timelkam setzt einen anderen Schwerpunkt: Seine Gemeindechronik umfasst etwa 2.000 Seiten Text und etwa 2.000 Bilder und dokumentiert die Ortsgeschichte über mehrere Jahrhunderte. Hinzu kommt ein eigener Projektionsraum. Dort erhalten Besucherinnen und Besucher anhand von Präsentationen oder Filmen Einblicke in die Geschichte der Marktgemeinde Timelkam und der Timelkamer Grundherrschaften. Chronik und Projektionen bieten zwei verschiedene Zugänge: eine umfangreiche schriftliche und bildliche Dokumentation sowie eine audiovisuelle Vermittlung.
Museumsbahn und Wege
Die Museumsbahn zwischen Timelkam und Ampflwang verläuft auf einer 10,5 Kilometer langen ehemaligen Kohlenbahn. Zum Einsatz kommen historische Dampf- und Diesellokomotiven beziehungsweise historische Triebwagen. Die Fahrt beginnt an der Haltestelle „Timelkam Energie-AG“, fünf Gehminuten vom ÖBB-Bahnhof Timelkam entfernt. Nostalgiezüge verkehren an ausgewählten Tagen; prüfen Sie vor der Fahrt den aktuellen Fahrplan.
Für eine Runde zu Fuß ist Timelkam Weg 4 ein konkret beschriebener Anhaltspunkt: Der Rundweg führt entlang der Vöckla nach Leidern und über die Aderstraße zum TIWI-Gelände zurück. Die Route verbindet diese genannten Abschnitte zu einem Rundkurs; prüfen Sie vor dem Aufbruch die Wegbedingungen. Radfahrende finden am Römerradweg-Rastplatz Timelkam eine Einladung zum Verweilen und Kräfte-Tanken. Die Informationstafeln dort beschreiben die gesamte Route, den jeweiligen Standort der Radfahrenden und die Geschichte der Römer an diesem Ort.
Für die Zeiteinteilung lassen sich zwei Angebote vergleichen: Eine Führung im Museum Erlebniswelt Energie dauert etwa eine Stunde, die Fahrt der Museumsbahn etwa 30 Minuten. Der Eintritt ins Museum ist frei; prüfen Sie vorab die aktuellen Besuchsinformationen. So können Sie Bau- und Ortsgeschichte, Technik und eine Fahrt auf der historischen Bahn je nach verfügbarem Zeitrahmen unterschiedlich gewichten.
Weitere Reiseziele entdecken: Frankenburg Am Hausruck, Gampern, Aurach Am Hongar, Pühret, Nußdorf Am Attersee, Oberwang, Weissenkirchen Im Attergau, Attersee Am Attersee.
Zur übergeordneten Reiseübersicht: Vöcklabruck.