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Zwischen den sanften Hügeln der Nockberge und blühenden Bergwiesen liegt Thomatal. Seine Geschichte reicht in Bundschuh bis in die Zeit des Bergbaus und der Verhüttung im 16. Jahrhundert zurück. Eine Wallfahrtskirche, eine Burgruine und saisonale Möglichkeiten zum Wandern, Radfahren und Langlaufen geben der Reise weitere unterschiedliche Schwerpunkte.

Bergbaugeschichte und Burgruine Edenfest

In Bundschuh reichen Bergbau und Verhüttung bis ins 16. Jahrhundert zurück. Der Stuckofen im Thomataler Ortsteil Bundschuh ist ein Wirtschaftsdenkmal aus dem montanhistorischen Bereich. Auch die Josefshütte in Schönfeld erzählt von der Arbeit rund um den Erzabbau: Ursprünglich diente sie als Stadel, in dem Futter für die Ochsen im Erzabbau gelagert wurde. Seit 2009 steht die wiederaufgebaute Hütte und dient heute als Almkirche.

Ein weiteres historisches Ziel ist die Burgruine Edenfest, die 1147 erstmals urkundlich erwähnt wurde. Der Tourismusverein Thomatal legte 1978 einen Besuchersteig über die Nordflanke der Felskuppe zur Ruine an. Prüfen Sie vor einer Wanderung die aktuellen Wegverhältnisse.

Wallfahrtskirche, Grotte und Georgiritt

Die Pfarr- und Wallfahrtskirche zum hl. Georg in Thomatal im Lungau ist eine Wallfahrtskirche für Bauern und Viehzüchter. Zu ihrer Ausstattung gehört eine gut erhaltene Mauracher-Orgel aus dem Jahr 1883. Die sogenannte Kirchturmgrotte bildet das Untergeschoß des Turms der Wallfahrtskirche St. Georg in Thomatal. Seit dem Tod von Pfarrer Valentin Pfeifenberger (1914–2004) erinnern dort sieben Gedenktafeln an ihn.

Auch der Georgiritt verbindet den Kirchenort mit einem besonderen Brauch. Beim alljährlichen Ritt am Sonntag nach dem 23. April, dem Georgitag, bringen Thomataler Bauern „Sauhaxn“ als Opfer dar. Sie legen die Opfergaben in der Wallfahrtskirche St. Georg in einer Schale unter die Georgistatue. Die ersten schriftlichen Nachweise für derartige Georgiopfer stammen aus dem Jahr 1538; Valentin Pfeifenberger holte den später vergessenen Brauch in der Neuzeit wieder hervor.

Besuch und besondere Gestaltung

Das Valentinum präsentiert den historischen Nachlass von Pfarrer Valentin Pfeifenberger der Öffentlichkeit. Es ist frei zugänglich und kostenlos zu besichtigen; die Ausstellungsstücke sind von außen einsehbar, da man keinen Innenraum betritt. Prüfen Sie vor dem Besuch die aktuellen Besuchsdetails.

Eine weitere kulturelle Besonderheit ist die Heilige Familie: Sie ist direkt aus noch am Ort stehenden, lebenden Zirben geschnitzt.

Winterwege und Sommeraktivitäten

Im Winter führen Wanderungen entlang des mäandernden Kremsbachs durch verschneite Felder, Wälder und sanfte Hügel. Für den Langlauf bietet die Höhenloipe Schönfeld Rosanin 8 km Loipe für den klassischen Stil und teilweise auch zum Skaten. Da die Loipenbedingungen saisonal schwanken können, prüfen Sie diese vor Ihrem Ausflug.

Schönfeld liegt auf 1.730 Metern Seehöhe und ist Ausgangspunkt für Wanderungen und Trekkingtouren. Im Sommer ist Thomatal-Schönfeld außerdem Ausgangspunkt für Wanderungen und Radtouren in der Bergregion Lungau. Für eine Wanderung zur Franzenshütte sollten Sie etwa zwei Stunden einplanen. Damit stehen je nach Saison unterschiedliche Aktivitäten im Vordergrund: Winterwanderungen und Langlauf auf der einen, Wandern und Radfahren auf der anderen Seite.

Weitere Reiseziele entdecken: Tamsweg, Zederhaus, Unternberg, Schellgaden, Tweng, Wölting, Sankt Margarethen Im Lungau und Zankwarn.

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