Ein Bergbaualtar, ein mittelalterlicher Wohn- und Wehrturm und die Metallbearbeitung in einer historischen Schmiede geben Hütten ein klar umrissenes kulturgeschichtliches Profil. Im Bergbaudorf bei Leogang präsentiert das Bergbau- und Gotikmuseum Leogang bergbauliche Meisterwerke sowie sakrale gotische Kunst von europäischer Spitzenqualität. Die Themen setzen unterschiedliche Schwerpunkte: die Sammlung führt zur Kunst und zum Bergbau, die Annakapelle zu einer besonderen Altartradition und die Hüttschmiede zu einem handwerklichen Thema. So lässt sich bei der Planung entscheiden, ob Sie vor allem Museum und Baugeschichte oder zusätzlich eine Vorführung und eine Radrunde berücksichtigen möchten.
Museum im Thurnhaus
Das Thurnhaus ist ein mittelalterlicher Wohn- und Wehrturm aus dem 13. Jahrhundert. Bergleute nutzten das Gebäude später als Getreidespeicher; heute beherbergt es mittelalterliche Sammlungen von internationalem Rang. Die Baugeschichte umfasst damit deutlich verschiedene Nutzungen: Der Turm diente zunächst als Wohn- und Wehrbau und später der Lagerung von Getreide. Im Bergbau- und Gotikmuseum kommen bergbauliche Meisterwerke und sakrale gotische Kunst hinzu. So treffen in Hütten die Geschichte eines einzelnen Bauwerks und ein Museum mit unterschiedlichen kulturellen Themen aufeinander.
Der neue Haupteingang des Museums an der Südseite des Thurnhauses ist durch einen Lift vollständig barrierefrei zugänglich. Führungen durch das Bergbau- und Gotikmuseum sind jederzeit auf Anfrage möglich. Wenn Sie eine Führung einplanen, stimmen Sie deren Verfügbarkeit für Ihren Besuch vorab ab.
Annakapelle und Bergbaugeschichte
Die Annakapelle ist Teil des Bergbaudorfs Hütten und beherbergt einen von fünf in Europa erhaltenen Bergbaualtären. Errichtet wurde sie von 1769 bis 1770 zu Ehren der heiligen Anna, der Schutzpatronin der Bergleute. Ihre Entstehungszeit liegt deutlich nach dem Ursprung des mittelalterlichen Thurnhauses. Die beiden Bauwerke führen damit zu unterschiedlichen Zeitabschnitten; die Widmung der Kapelle stellt zugleich einen direkten Bezug zum Bergbau her. Wer Hütten kulturgeschichtlich einordnen möchte, findet hier neben der Museums- und Baugeschichte ein eigenes sakrales Thema.
Hüttschmiede: Handwerk mit festen Besuchszeiten
Die Hüttschmiede war ab dem 16. Jahrhundert Teil einer Schmelzhütte im Bergbaudorf Hütten. Seit 2012 zeigen ehrenamtliche Schmiede Besuchern dort die Kunst der Metallbearbeitung. Damit steht neben Sammlungen und Baugeschichte eine vorgeführte handwerkliche Tätigkeit im Mittelpunkt. Die Hüttschmiede ist von Mai bis Oktober jeden Mittwoch von 10:00 bis 17:00 Uhr sowie bei besonderen Veranstaltungen geöffnet. Der saisonale Rahmen und die festen Mittwochszeiten sind für die Planung besonders wichtig; prüfen Sie den Zeitplan vor Ihrer Reise. Führungen im Museum folgen einem anderen Prinzip: Sie sind jederzeit auf Anfrage möglich, sollten aber ebenfalls vorab abgestimmt werden.
Kultur und Radrunde kombinieren
Eine weitere Perspektive bietet die Route LE 01 Forsthofalm-Runde. Sie führt zunächst auf dem Radweg nach Hütten und anschließend ins Schwarzleotal. Damit stehen neben Kunst, Baugeschichte und Handwerk auch eine konkret beschriebene Radroute und ihre Wegfolge zur Auswahl. Wenn Sie Kultur und Radfahren in Ihrer Reiseplanung berücksichtigen möchten, können Sie die Route als eigenen Programmpunkt einordnen. Die Wegefolge verläuft zuerst über den Radweg nach Hütten und danach weiter ins Schwarzleotal.
Weitere Reiseziele entdecken: Maishofen, Niederland, Reith, Jochbergthurn, Erlberg, Lofer, Sulzau, Almdorf Königsleiten.
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