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Eibiswald erschließt sich über unterschiedliche Themen: sakrale Baugeschichte, das Erbe von Stahl und Weinbau, Museen und Aussichtspunkte. Kirchen und Häuser führen durch verschiedene Jahrhunderte; Sammlungen widmen sich lokaler Geschichte und Arbeit. So können Sie Ihre Entdeckungen danach ausrichten, ob Sie sich eher für Architektur, Kulturgeschichte, Landschaft oder regionale Genussangebote interessieren.

Kirchen, Häuser und Industriegeschichte

Die Eibiswalder Marienkirche wird bereits 1170 als Leibnitzer Filialkirche erwähnt und wurde in der zweiten Hälfte des 13. Jahrhunderts eine selbständige Pfarrkirche. Die Pfarrkirche Maria in Dorn geht auf einen ursprünglich gotischen Bau aus dem 14. Jahrhundert zurück. In der Kirche Sankt Leonhard in der Eben befinden sich prächtige Deckenmalereien aus dem 16. Jahrhundert. Die drei Kirchen bringen jeweils einen anderen historischen Bezug in den Blick.

Auch die Gebäude erzählen von verschiedenen Epochen. Schloss Eibiswald wurde von der Familie der Eibiswalder im Renaissancestil neu erbaut. Das Haus Aichberg 4 mit dem Schichtturm entstand 1857 als Kanzlei- und Direktionsgebäude des Eibiswalder Stahlwerks, damals im Industriestil. Zusammen bilden die Bauten in Eibiswald ein nahezu ungestörtes Ensemble, wie es in der Steiermark nur noch selten zu finden ist. Wer sich für Baugeschichte interessiert, findet hier neben sakralen Gebäuden auch ein konkretes Beispiel der Industriegeschichte.

Das Lerchhaus, das älteste Haus von Eibiswald, besteht aus zwei ursprünglich getrennt gezählten Häusern. Erst um 1800 wurden sie zusammengeschlossen. Im Haus befindet sich eine wertvolle Renaissance-Diele. Im Innenhof ist das ÖAV Weitwandermuseum untergebracht. Es behandelt das Weitwandern, das Wirken Carl Hermanns als Begründer und Bildhauer des Weitwanderns sowie einen Porträtfilm über ihn.

Museen zwischen Ortsgeschichte und Weinbau

Das Universalmuseum im Kloepferhaus zeigt mehr als 1.300 Ausstellungsstücke. Zu den Themen gehören die lokale Frühgeschichte, bäuerliches Leben und Arbeiten in der Südweststeiermark, Koralpenglas und Stahlproduktion. Damit reicht der Blick von früheren Lebens- und Arbeitswelten bis zu regionalen Erzeugnissen und industrieller Produktion.

Einen anderen Schwerpunkt setzt das Weinbaumuseum Glirsch: Es bewahrt Zeitzeugnisse, die einen Überblick über die Tradition und den Hintergrund des Weinbaus geben. Zusammen mit dem Thema Stahl im Kloepferhaus und dem historischen Stahlwerk in der Baugeschichte wird deutlich, wie verschieden die lokalen Themen sind. Für einen Besuch mit Kulturinteresse können Sie so zwischen Alltags- und Arbeitsgeschichte, Handwerk und Weinbaugeschichte wählen.

Wege, Wasserfall und Aussicht

Der Nord-Süd-Weitwanderweg 05 ist ein Teilstück des Europäischen Fernwanderweges E6. Eine konkret beschriebene Wegfolge bietet der Hans Kloepfer Weg: Er verläuft vom Bahnhof Wies-Eibiswald über das alte Kircherl St. Veit nach Eibiswald, führt an der Kreuzkirche und dem Weitwanderwegstein vorbei und anschließend durch das „Stille Tal“ nach Aichberg. Der Wasserfall Hadernigg am Essigbach zwischen Hadernigg und St. Lorenzen ist etwa 10 Meter hoch.

Auch bei den Aussichtspunkten unterscheiden sich die genannten Blickziele. Vom Aussichtsturm Sankt Pongratzen reicht der Panoramablick von der Südlichen Weststeiermark bis ins slowenische Drautal. Von der Aussichtsplattform Buchenberg bietet sich ein Blick über das Grazer Becken und das Leibnitzer Feld. Der Panoramaturm der Wein- & Genusswelt Garber ist hofeigen, 13 Meter hoch und bietet einen 360°-Panoramablick. Auf Wunsch kann er exklusiv für eine Jause reserviert werden; stimmen Sie diese Möglichkeit für Ihren Termin vorab ab.

Aktivitäten und saisonale Genussangebote

Das Erlebnisbad Eibiswald verfügt über ein modernes Wasserbecken mit einer Fläche von 610 m². Der 3Eiben Kids Bike-Park umfasst den Flowtrail „Let it flow“ mit Steilkurven, Durchfahrten und Rampen, den „Blackberry Single Trail“ mit drei Abfahrtsvarianten sowie den Technik-Parcours im „Sumsi Wood“. Da sich das Layout ändern kann, empfiehlt es sich, vor dem Besuch die aktuellen Anlageninformationen zu prüfen.

In der Aibler Ölpresse wird Kürbiskernöl nach alter Tradition gewonnen. Für Besucherinnen und Besucher gehören eine Vorführung des Pressvorgangs, eine Vergleichsverkostung und eine Kernöleierspeis aus der großen Röstpfanne zum Angebot. Da sich die Arrangements ändern können, fragen Sie die Möglichkeiten am besten vorab für Ihren Besuch nach.

Das Weinlesefest findet jährlich am ersten Oktoberwochenende statt. Am Samstag beginnt es mit einem traditionellen Erntedankumzug. Wenn Sie Ihre Reise auf das Fest ausrichten möchten, prüfen Sie die aktuellen Veranstaltungstermine. So lässt sich der Besuch nach einem konkreten Anlass planen, während Museen, Baugeschichte, Wege und Aussichtspunkte weitere thematische Anknüpfungspunkte bieten.

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