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In Hatzendorf treffen Kirchenkunst und Theatertradition auf drei Wege mit eigenen Schwerpunkten. Für die Planung können Sie entscheiden, ob Sie Kulturgeschichte, moderne Kunst im Landschaftsraum oder Bienenkunde und Natur in den Vordergrund stellen möchten.

Kultur zwischen Hochaltar, Theater und früher Besiedlung

Der Hochaltar der Pfarrkirche Hatzendorf wurde 1753 vom Gnaser Bildhauer Franz Domiscus geschaffen. Das Werk ist ein konkreter historischer Bezugspunkt für alle, die sich für sakrale Kunst und das kulturelle Profil des Orts interessieren.

Ein weiter zurückliegender Zeithorizont führt ins Grazbachtal: Das klimatisch begünstigte Tal auf der Ostseite des Basaltstocks der Riegersburg war bereits in der Junghallstattzeit besiedelt. Dieser Siedlungskontext reicht zeitlich weit vor den Hochaltar und die jüngere Theatergeschichte zurück und ergänzt die späteren Kulturbezüge um eine frühe historische Perspektive.

Das Theater in Hatzendorf besteht seit dem 24. Februar 1924. Seit 1986 gibt das KinderTheater neun- bis zehnjährigen Kindern die Möglichkeit, mit Bühne, Beleuchtung und Maskenbildnerin aufzutreten. Die beiden Aspekte unterscheiden sich deutlich: Hier steht eine lange Theatertradition neben der Möglichkeit für Kinder, selbst auf der Bühne mitzuwirken.

Auch das Essig und Öl Fest gehört zum kulturellen Kalender Hatzendorfs und findet alle zwei Jahre statt. Wenn Sie Ihre Reise auf das Fest abstimmen möchten, prüfen Sie die konkreten Veranstaltungstermine vor der Planung.

Drei Wege mit eigenen Schwerpunkten

Der Kunst-Panorama-Weg verbindet moderne Kunstwerke mit Aussichten auf Hatzendorf. Seit 2009 säumen 15 Werke den Weg. Er führt über einen Höhenrücken, der von 360-Grad-Panoramen eingefasst ist. Der Weg vereint damit zwei unterschiedliche Blickwinkel: Kunst entlang der Route und Rundumblicke über den Ort.

Auf der Imker-Meile stehen Bienen und ihre Rolle in der Natur im Mittelpunkt. Der Bienenzuchtverein Hatzendorf und Tafeln des Österreichischen Imkerbundes informieren über ihre Bedeutung. Zugleich führt die Route über Feldraine und teilweise bewaldetes Gebiet; unterwegs ergeben sich wiederholt Ausblicke auf die Riegersburg.

Für diese Route ist auch eine Anreise mit der Bahn möglich: Sie erreichen den Bahnhof Hatzendorf und gehen von dort etwa 300 Meter bis zur Wegmarkierung beim Hotel Restaurant Malerwinkl. Prüfen Sie vor dem Start die Bahnverbindung und die Wegmarkierung.

Der Glücksweg Hatzendorf führt durch das Dorfzentrum, durch Wald und über Wiesen entlang von Bächen. Im Vergleich zu den beiden stärker thematisch geprägten Wegen stehen hier die unterschiedlichen Landschaftsabschnitte im Vordergrund. So können Sie die Routenauswahl nach Ihrem Interesse treffen: moderne Kunst und Panoramen, Bienenkunde und Ausblicke oder Dorfzentrum, Wald und Bachläufe.

Praktische Orientierung

Wenn Sie den Bienenbezug auch kulinarisch aufgreifen möchten, sind Honigprodukte im Hofladen der Landwirtschaftlichen Fachschule oder beim Malerwinkl erhältlich. Erkundigen Sie sich vor dem Besuch nach den Öffnungsarrangements.

Eine kostenlose Rad- und Wanderkarte erhalten Sie in der Bürgerservicestelle Hatzendorf. Sie kann bei der Orientierung für Rad- und Wanderthemen helfen; fragen Sie vorab nach, ob sie bei Ihrem Besuch verfügbar ist.

Weitere Reiseziele entdecken: Studenzen, Kapfenstein, Jagerberg, Gnas, Fehring, Riegersburg, Unterlamm, Kirchberg an der Raab.

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Feldbach.

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