Dobl lässt sich über mehrere unterschiedliche Themen erschließen: die Geschichte der Pfarrkirche „Maria im Dorn“, den historischen Gjaidhof und die Technikgeschichte des Senders Dobl. Dazu kommen Bewegungsangebote und eine Radtour, die über Dobl führt. So können Sie den Ort anhand Ihrer Interessen einordnen – ob Sie sich vor allem für Bau- und Ortsgeschichte interessieren oder Bewegung in Ihre Reiseplanung einbeziehen möchten.
Maria im Dorn: Baugeschichte und Tradition
Dobl wurde 1219 erstmals urkundlich unter dem historischen Namen „Tobel“ erwähnt. Die Pfarrkirche „Maria im Dorn“ geht auf die Kapelle des Jagdschlosses der Babenberger und später der Habsburger zurück. Der erhaltene Grundbestand der Kirche ist romanisch; im Dachstuhl wurden Freskenreste aufgedeckt. Damit stehen am selben Bau unterschiedliche Aspekte der Kirchengeschichte im Blick: der romanische Bestand und die Malereien, deren Reste im Dachstuhl gefunden wurden.
Auch Kunst und religiöse Tradition gehören zur Geschichte von „Maria im Dorn“. Kaiserin Maria Theresia veranlasste, dass der Bildhauer Balthasar Moll den Innenraum der Pfarrkirche ausstattete. Im 18. Jahrhundert war die Kirche ein viel besuchter Wallfahrtsort. Der alljährlich um den 12. Juli gefeierte „Kirtasonntag“ erinnert an die feierliche Inthronisierung der Muttergottesstatue im Jahr 1760 auf dem neuen, von Maria Theresia gestifteten Hochaltar. Der Termin verbindet die wiederkehrende Feier mit einem konkreten historischen Ereignis.
Gjaidhof: zwei Stationen der Schlossgeschichte
Auch beim Gjaidhof lohnt es sich, die zeitlichen Schritte auseinanderzuhalten. Nach seiner Wiederherstellung im Jahr 1480 wurde er bereits als Schloss bezeichnet. Um 1570 ließ Erzherzog Karl den Gjaidhof durch seinen Hofbaupolier Dionysia Tade zu einem Schloss ausbauen. Die Bezeichnung nach der Wiederherstellung und der spätere Ausbau sind damit zwei Stationen der Geschichte des Ortes, nicht ein einziges Bauereignis.
Der Gjaidhof ist außerdem mit einer Institution in Dobl-Zwaring verbunden: Die Bibliothek Dobl-Zwaring befindet sich im historischen Schloss Gjaidhof. Damit treffen an diesem Ort Schlossgeschichte und die heutige Nutzung des Gebäudes durch die Bibliothek aufeinander.
Sender Dobl und technische Geschichte
Der Sender Dobl bietet einen anderen Blick auf die Ortsgeschichte als Kirche und Schloss. Sein Sendemast ist 156 Meter hoch und das höchste Bauwerk der Steiermark. Die Höhe und die regionale Einordnung machen den Sender zu einem eigenständigen Thema für alle, die Dobl nicht nur über seine kirchlichen und historischen Bauwerke kennenlernen möchten.
Auch die Landschaft trägt einen historischen Bezug: Der an Dobl angrenzende Forst wurde später als Kaiserwald bezeichnet. Diese Verbindung von Ortsgeschichte und Landschaft ergänzt die Bau- und Technikthemen, ohne sie zu einem einheitlichen Rundgang zusammenzufassen.
Bewegung und Radfahren
Zu den Sportanlagen in Dobl gehört ein Motorikpark. Der Spiel- und Aktivpark befindet sich beim Toni-Fließer-Sportplatz in Dobl-Zwaring. Er bietet auf 4.400 Quadratmetern insgesamt 26 Bewegungsstationen im Freien.
Auch eine Radtour ist mit Dobl verbunden: „Flair des Südens 731“ führt über den Erzherzog-Johann-Radweg R9 bis Dobl und anschließend über Muttendorf auf den nördlichen Abschnitt des Kainachtalradwegs R14. Die Abfolge der Radwege macht den Verlauf nachvollziehbar: zunächst über R9 nach Dobl, danach über Muttendorf weiter auf R14.
Anreise zum Museum Sender Dobl
Für die Fahrt zum Museum Sender Dobl können Sie mit der S-Bahn S7 oder S61 bis Lieboch fahren und anschließend den RegioBus 714 bis zur Haltestelle Dobl Neue Welt nehmen. Von dort sind etwa 700 Meter zu Fuß zurückzulegen. Als Alternative fährt der RegioBus 691 bis zur Haltestelle Dobl Ort; auch von dort folgen etwa 700 Meter Fußweg. Die ähnlichen Fußwegangaben erleichtern den Vergleich der beiden Varianten. Prüfen Sie Verbindungen und Haltestellen vor der Fahrt.
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