Aigen im Ennstal verbindet markante Landschaften mit eigenen Spuren der Ortsgeschichte. Der Putterersee und der Kulm setzen unterschiedliche Akzente für alle, die gern draußen unterwegs sind; Kirchen, Denkmäler und regionale Kultur ergänzen das Bild. So können Sie Ihren Aufenthalt nach Landschaft, Bewegung oder Geschichte ausrichten.
See, Kulm und Bergblicke
Der Putterersee ist mit 13 Hektar Fläche und 8 Metern Tiefe der wärmste Alpenmoorsee der Steiermark. Diese Maße und die Einordnung als Alpenmoorsee geben dem Gewässer ein klares landschaftliches Profil.
Der Kulm ist ein Inselberg in Aigen im Ennstal. Er ragt rund 270 Meter über den Talboden des Steirischen Ennstals auf; sein Gipfel liegt auf 918 Metern Seehöhe. Eine Wanderung hinauf eröffnet einen 360-Grad-Ausblick über das gesamte Ennstal bis zum Dachstein und zum Gesäuse. Am Gipfel stehen ein kleines Gipfelkreuz und ein Rastplatz.
Eine weitere Wanderung führt auf die Hohe Trett oberhalb von Aigen. Von dort reichen die Ausblicke zum Grimming, ins Ausseerland, zum Dachstein und ins Gesäuse. Kulm und Hohe Trett bieten damit zwei unterschiedliche Blickrichtungen auf die umliegende Landschaft.
Radfahren und Anreise
Auch für das Radfahren gibt es verschiedene Anknüpfungspunkte. Der Ennsradweg bietet in Aigen im Ennstal eine Möglichkeit zum Radfahren. Neben dem Campingplatz Putterersee liegt der Eichschacherl Trail, der Kindern einen geeigneten Einstieg ins Mountainbiken bietet. Prüfen Sie vor der Fahrt die lokalen Betriebsbedingungen des Trails.
Für den Wünschelrutenweg bedienen die Buslinien 940 und 941 die Haltestelle „Putterersee“ in der Nähe des Ausgangspunkts. Da sich Fahrpläne ändern können, empfiehlt sich ein Blick auf die aktuelle Verbindung vor der Reise. Der nächstgelegene Bahnhof ist Stainach-Irdning in Stainach, 6 Kilometer von Aigen entfernt; prüfen Sie auch hierfür die aktuellen Bahnverbindungen.
Kirchen, Denkmalpflege und lokale Kultur
Die Florianikirche verbindet zeitgenössische Architektur mit einer außergewöhnlichen Synthese aus Fels, Glas und Holz. Geweiht wurde sie am 3. Mai 1992. Ihre Bauweise setzt einen modernen Akzent zu den historischen und denkmalgeschützten Orten der Gemeinde.
Als denkmalgeschütztes Objekt ausgewiesen sind das Puttererschlössl mit Schlosskapelle sowie die katholische Filialkirche der heiligen Johannes des Täufers und Johannes des Evangelisten am Hohenberg. Auch die hallstattzeitliche Siedlung und die Hügelgräber am Kulm bei Aigen stehen unter Denkmalschutz. Der Kulm ist damit nicht nur ein Ziel für den Ausblick, sondern trägt auch archäologische Spuren der Hallstattzeit.
Eine eigene kulturelle Tradition ist das Aigner Dirndl: Die Frauenbewegung Aigen rief es 2006 ins Leben. Seine Musterung stilisiert den Butterstriezel und das Bäumchen aus dem Gemeindewappen. Zur Erinnerung an die Gefallenen der Schlachten von Stalingrad vom 22. November 1942 bis zum 2. Februar 1943 wurde das Stalingradkreuz errichtet; die Gedenkkapelle wurde am 8. September 1973 eingeweiht.
Auch Schloss Pichlarn hat einen historischen Bezug zur Sakralgeschichte: Früher gab es dort eine Schlosskapelle, die dem heiligen Nepomuk und dem heiligen Otmar geweiht war. Zusammen mit den Kirchen, der Gedenkkapelle und den archäologischen Denkmälern bildet dies eine andere Seite Aigens als die Wege und Aussichtspunkte.
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