Katsch an der Mur ist ein Ziel für Reisende, die römische Geschichte, historische Bauwerke und Radfahren zusammen denken möchten. Der Ort liegt am nordwestlichen Eingang des Katschtals, nahe der Grenze zwischen den Schladminger Tauern und den Wölzer Tauern. Für die Planung lassen sich zwei Schwerpunkte gut unterscheiden: historische Spuren und Bauwerke vor Ort sowie Radrouten, die am Katschbach oder durch das Katschtal führen.
Römische Spuren und die Lage am Tal
Die römische Siedlung Katsch erstreckt sich zwischen der B96 Murtal Straße im Süden, dem angrenzenden Hügel im Westen und dem Katschbach im Norden. Nördlich des Katschbachs befindet sich ein weiteres Gräberfeld, das zur Siedlung gehört. In Katsch stehen sowohl eine römische Straßenstation als auch die römische Siedlung mit Gräberfeld unter Denkmalschutz. Der Bach hilft dabei, die beschriebenen Bereiche räumlich einzuordnen: Er bildet die Nordseite der Siedlung, während das weitere Gräberfeld nördlich davon liegt.
Einen anderen räumlichen Akzent setzt die Burgruine Katsch. Sie liegt auf einem hohen Felsenkopf an der Mündung des Katschtals in das Murtal. So reicht das historische Profil des Ortes von der römischen Siedlung am Bach bis zum Übergang zwischen den beiden Tälern. Wer sich für die Geschichte des Ortes interessiert, begegnet damit unterschiedlichen Bezugspunkten: einer Siedlung mit Gräberfeld, einer Straßenstation und einer Burgruine an markanter Lage.
Kirchen und geschützte Bauwerke
Auch die Kirchen verbinden unterschiedliche historische Details. Die katholische Filialkirche hl. Laurentius in Katsch ist ein denkmalgeschütztes Objekt. In der Filialkirche St. Lorenzen ob Katsch zeigt sich der romanische Kern unter anderem an der flachen Holzdecke mit Malereien. Altäre und Kanzel stammen aus der Zeit um 1700. Diese Angaben lenken den Blick sowohl auf den älteren Kern der Kirche als auch auf ihre Ausstattung aus einer späteren Epoche.
Zum geschützten baulichen Erbe in Katsch gehört außerdem das Kropfmoarhaus, auch Gasthof Kropfmar genannt. Malerische Fachwerkhäuser und historische Gebäude zeugen zudem von der mittelalterlichen Vergangenheit des Ortes. Zusammen mit den römischen Spuren und den Kirchen ergibt sich so ein Bild, das mehrere historische Schichten umfasst, ohne dass ein einzelnes Bauwerk für die ganze Ortsgeschichte stehen muss.
Zwei Radrouten, unterschiedliche Schwerpunkte
Der Katschbachpromenade-Familienradweg „R1 grün“ ist eine leichte Radtour und besonders für Familien und Kinder geeignet. Er verläuft entlang des Katschbachs zwischen St. Peter am Kammersberg und Katsch an der Mur. Für Ihre Tourenwahl bietet der R1 damit einen klaren lokalen Schwerpunkt: den Bach und die Strecke zwischen den beiden benannten Orten. Seine leichte Einstufung und die ausdrücklich genannte Eignung für Familien und Kinder geben dieser Tour ein anderes Profil als einer regional angelegten Rundfahrt.
Die gemütliche Radrundtour „Umrundung der Stolzalpe“ führt von Murau teilweise entlang des Murradwegs ins Katschtal und Rantental. Von Murau bis Frojach verläuft sie am Fluss entlang; bei Katsch öffnet sich das beschauliche Katschtal. Im Vergleich zum R1 ist hier der Rundtour-Charakter entscheidend: Die Route beschreibt einen größeren regionalen Verlauf, während der Familienradweg am Katschbach zwischen St. Peter am Kammersberg und Katsch verläuft. Welche Tour besser zu Ihrer Planung passt, hängt daher vor allem davon ab, ob Sie den lokalen Bachverlauf oder die weitere Rundtour in den Mittelpunkt stellen möchten.
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