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Mariahof spricht Natur- und Geschichtsinteressen mit unterschiedlichen Orten an. Am Dürnberger Moor prägen die lange Entstehung und seltene Arten das Naturthema; am Furtner Teich kommen Baden, Fischen und das Vogelschutzgebiet zusammen. Zur Geschichte gehören die Pfarrkirche Mariä Himmelfahrt und die Burgruine Steinschloss. Bei der Planung können Sie damit zwischen Naturerlebnis und Bau- sowie Ortsgeschichte gewichten, statt die Orte als festgelegte Route zu verstehen.

Natur am Dürnberger Moor und Furtner Teich

Das Dürnberger Moor entstand vor rund 12.000 Jahren. Seltene Tiere und Pflanzen leben dort; zu ihnen zählt der fleischfressende Sonnentau. So lässt sich das Moor sowohl über seine Entstehung als auch über seine Artenwelt einordnen: Die geologische Zeitspanne und die biologische Vielfalt geben zwei verschiedene Blickwinkel auf denselben Lebensraum. Vom Parkplatz Oberdorf nordwestlich von Vockenberg führt der Weg am Gehöft Anawander vorbei zum Dürnberger Moor und zu dessen Aussichtsturm. Die Abfolge dieser benannten Punkte gibt Ihnen einen konkreten Verlauf für die Planung.

Am Furtner Teich in Mariahof sind Baden und Fischen möglich. Ein Rundweg um das Vogelschutzgebiet am Teich ermöglicht Besuchern, dieses Gebiet zu erleben. Damit stehen zwei unterschiedliche Schwerpunkte zur Wahl: Aktivitäten am Wasser und der Rundweg mit dem Vogelschutzgebiet als Thema. Vom 1. Januar 2025 bis zum 31. Dezember 2026 ist der Furtner Teich täglich und kostenlos zugänglich. Liegt Ihr Besuch nach diesem Zeitraum, prüfen Sie bitte vorab die dann geltenden Besuchsbedingungen.

Kirche und Burgruine: historische Spuren

Die Pfarrkirche Mariä Himmelfahrt wurde 1066 erstmals urkundlich als „ecclesia Grazluppa“ erwähnt. Nach ihrer Zerstörung durch die Ungarn wurde sie zwischen 1482 und 1511 im spätgotischen Stil erneuert. Außerdem wurde die Kirche zur Wehranlage umgebaut. Die erste Nennung 1066 liegt deutlich vor der spätgotischen Erneuerung; so lässt sich die Kirchengeschichte in eine frühe Erwähnung und eine spätere Bauphase gliedern. Der Umbau zur Wehranlage ergänzt diese Geschichte um eine weitere bauliche Funktion.

Die Burgruine Steinschloss in Mariahof gilt als höchstgelegene Burg der Steiermark. Sie wurde vermutlich im 12. Jahrhundert durch das Edelgeschlecht „von Stein“ erbaut. 1503 wurde Steinschloss von seinem damaligen Besitzer, dem Adelsgeschlecht Liechtenstein, an das Stift St. Lambrecht verkauft. Die frühe Bauzeit bleibt eine Vermutung; der Verkauf ist auf 1503 datiert. Bauzeit und Besitzerwechsel sind damit zwei unterschiedliche historische Anhaltspunkte, die sich zeitlich nicht miteinander verwechseln lassen. Zeitlich liegt die erste urkundliche Nennung der Kirche im Jahr 1066 vor der vermuteten Bauzeit des Steinschlosses im 12. Jahrhundert.

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