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In Sankt Marein bei Neumarkt stehen Wege am Wasser neben Zeugnissen von Kirchen-, Schloss- und Bergbaugeschichte. Die Graggerschlucht führt am Gebirgsbach bis zu einem Kaskadenwasserfall; in Pöllau erzählen ein restaurierter Hochofen und ein Bergbaumuseum vom früheren Bergbau. Schloss Lind ergänzt das Spektrum mit einer Dauerausstellung und einer Gedenkstätte. Für die Wahl des Aufenthaltsortes hilft eine einfache Frage: Möchten Sie Ihre Zeit vor allem für Wanderwege, für historische Themen oder für beides vorsehen?

Wandern entlang des Wassers

Die Wanderroute durch die Graggerschlucht führt an einem Gebirgsbach entlang bis zum Kaskadenwasserfall. Der Rundwanderweg „Zurück zum (Pöllauer) Ursprung“ ist ganz dem Thema Wasser gewidmet; er führt ins Ortszentrum von St. Marein und wieder zurück zum Parkplatz der Graggerschlucht. Die beiden Wege unterscheiden sich damit auch im Ziel: Die Route durch die Schlucht führt bis zur Kaskade, der Rundweg verbindet das Wasserthema mit dem Ortszentrum und der Rückkehr zum Parkplatz.

In Mühldorf gibt es einen Parkplatz für den Besuch der Graggerschlucht. Prüfen Sie vor der Anreise die aktuelle Parksituation, da sich Parkmöglichkeiten ändern können. Der Zugang zur Schlucht ist saisonal: Für den Sommer ist täglicher freier Zugang angegeben, in den Wintermonaten ist sie gesperrt. Prüfen Sie vor einem Besuch die aktuelle Zugangssituation.

Kirchen, Schloss und Erinnerungsorte

Die katholische Pfarrkirche Mariä Himmelfahrt in Sankt Marein bei Neumarkt ist in der Denkmalschutzverordnung für Murau aufgeführt. Die Pfarrkirche Mariä Himmelfahrt in St. Marein wird außerdem mit den Jahresangaben 1252 (1491) geführt. Auch die Gesamtanlage Schloss Lind ist in der Denkmalschutzverordnung für Murau aufgeführt.

Auf Schloss Lind umfasst das Andere Heimatmuseum die Dauerausstellung „Das eigene & das Fremde“ sowie eine Gedenkstätte zur Geschichte des Mauthausen-Nebenlagers. Auf dem Areal rund um Schloss Lind befindet sich außerdem ein Schlosspark. Ausstellung und Gedenkstätte stehen für unterschiedliche historische Themen: Die Dauerausstellung trägt ihren eigenen Titel, während die Gedenkstätte der Geschichte des Nebenlagers gewidmet ist.

Bergbau und Kunstgeschichte in Pöllau

Der restaurierte Hochofen gehört zusammen mit dem Knappenhaus zu den erhaltenen Zeugnissen der Bedeutung Pöllaus als Erzlagerstätte. Das Bergbaumuseum in Pöllau bietet Einblicke in den Bergbau früherer Jahrhunderte. So stehen hier erhaltene Zeugnisse einer Erzlagerstätte neben einem Museum, das den historischen Bergbau zum Thema hat.

Bei der Jakobskirche liegt der Akzent auf Kunstgeschichte: Die erhaltenen Malereien dürften frühgotisch sein und aus der Mitte des 13. Jahrhunderts stammen. Die vorsichtige Einordnung gehört zu diesem Detail; die Malereien werden nicht als sicher datiert beschrieben.

Wasser unter der Erde und am Fels

Die Ursprungsquellen in Pöllau und Zeutschach sind durch ein unterirdisches Höhlensystem miteinander verbunden. Einen anderen Wasserprozess zeigen die Gletschermühlen auf dem Friedhof von St. Marein: Sie entstanden, als Schmelzwasser während des Abschmelzens der Eismassen der letzten Eiszeit den Fels auswusch. Die Gletschermühlen sind dort besonders schön ausgebild.

Damit stehen zwei unterschiedliche Aspekte des Wassers nebeneinander: die unterirdische Verbindung der Ursprungsquellen und die Formung des Felses durch Schmelzwasser. Zusammen mit den wasserbezogenen Wanderwegen eröffnet das einen weiteren Blick auf das Thema – von einer beschriebenen Wegführung bis hin zu geologischen Formen.

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