Im historischen Hangar Nr. 8 in Zeltweg begegnet Ihnen österreichische Militärluftfahrtgeschichte auf großer Fläche: Das Militärluftfahrtmuseum zeigt auf 5.000 m² mehr als 25 Luftfahrzeuge. Der Blick auf die Sammlung eröffnet einen Einstieg in ein Thema, das im Murtal neben Bergbau, Stadtgeschichte und Landschaft seinen Platz hat.
Museen zwischen Luftfahrt, Bergbau und Hallstattzeit
In Fohnsdorf widmet sich das Bergbaumuseum der Geschichte des Bergbaus. Auf 1.000 m² überdachter Ausstellungsfläche und 5.000 m² Freigelände sind zeitgeschichtliche Dokumente und Schaustücke zu sehen. Zu den Höhepunkten zählen eine 3.600 PS starke Zwillings-Doppeltandemdampfmaschine und ein 47 m hoher Förderturm. Für die Saison 2026 ist eine Besichtigung im Rahmen einer etwa 1,5-stündigen Führung vorgesehen; eine Voranmeldung wird erbeten. Stimmen Sie die Termine vorab ab.
Das Museum Murtal in Judenburg zeigt Funde aus der Hallstattzeit, darunter Waffen, Schmuck und verzierte Keramik, sowie den Strettweger Kultwagen. Untergebracht ist es in einem ehemaligen Minoritenkloster, einem der ältesten Gebäude Judenburgs. Neben der Dauerausstellung gehören Sonderausstellungen, Workshops und eine begehbare Karte der Region zum Angebot. Die Themen reichen damit von archäologischen Objekten bis zum räumlichen Überblick über die Region.
Das Stadtmuseum Judenburg führt durch die Entwicklung der Region von der Steinzeit bis in die Neuzeit. Ein Panoramamodell der Stadt und eine historische Schausammlung mit 16 Dioramen geben dieser Zeitspanne konkrete Anschauung. Anders setzt das Puch Museum den Schwerpunkt: Es widmet sich der Marke Puch und den Menschen hinter ihren Entwicklungen. Wenn Sie sich für die lokale Technik- und Industriegeschichte interessieren, eröffnen die Häuser unterschiedliche Blickwinkel auf Vergangenheit und Erfindungsarbeit.
Auch die traditionelle Puchparade gehört zum Jahreslauf in Judenburg: Sie findet jedes Jahr am 15. August statt. Prüfen Sie die Veranstaltungstermine, wenn Sie Ihren Aufenthalt danach ausrichten möchten.
Sternenturm: Turm und Planetarium
Der Sternenturm ist ein 75 m hoher und 500 Jahre alter Stadtturm in Judenburg. Der Zugang erfolgt über einen Glasbodenlift oder über 254 Stufen. Im Planetarium kommen bei den Kuppelshows ein Zeiss-Sternenprojektor und mehrere Videoprojektoren zum Einsatz. Auf einen hochauflösenden Film folgt eine Live-Erklärung der Sterne und Sternbilder – eine Verbindung von moderner Projektion und unmittelbarer Erläuterung des Nachthimmels. Die Zugangsmöglichkeiten können sich ändern; prüfen Sie sie vor Ihrem Besuch.
Bis zur Haltestelle Judenburg Hauptplatz ist der Sternenturm mit den Stadtbussen 2 und 3 sowie den RegioBussen 860, 870 und 871 erreichbar. Da sich Routen ändern können, lohnt sich vor der Fahrt ein Blick auf den Fahrplan. Auch der Murradweg verläuft am Sternenturm vorbei und führt durch die gesamte Steiermark. Für Radreisende ist das eine konkrete Verbindung zwischen einem Fernradweg und einem kulturellen Ziel in Judenburg.
Fahr-Erlebnisse und Wege im Freien
Am Red Bull Ring können Fahr-Erlebnisse mit einem Porsche 718 Cayman S, einem offiziellen KTM-Moto2-Bike oder im Offroad-Bereich gebucht werden. In der warmen Jahreszeit gibt es dort außerdem eine 850 m lange Outdoor-Kartstrecke mit 9 PS starken Go-Karts. Die Angebote unterscheiden sich deutlich: Sie können zwischen Erlebnissen auf verschiedenen Fahrzeugen und einer saisonalen Kartstrecke wählen. Prüfen Sie das aktuelle Angebot, bevor Sie Ihre Planung darauf stützen.
In Hohentauern umfasst das Loipennetz mehr als 13 km und hat fünf Einstiege; die Bedingungen können saisonal variieren. Ebenfalls dort liegt der Große Scheibelsee am Fuß des Bösensteins. Sie erreichen ihn über die Mautstraße zur Edelrautehütte und anschließend über eine kurze Wanderung. Wetter und Straßenverhältnisse können den Weg beeinflussen, daher sollten Sie sie vorab berücksichtigen. Der Große Bösenstein ist mit 2.448 m der höchste Gipfel des Murtals.
Weitere Wege führen durch unterschiedliche Landschaften: Der Natur-Historien-Lehrpfad in Fohnsdorf verläuft auf Waldwegen an Infotafeln, Rastplätzen und naturnahen Feuchtflächen vorbei. Von Obdach führt ein Erlebniswanderweg zur Aussichtsplattform St. Anna mit Panoramablick über die Region. Zum Murtal gehören außerdem stille Mur-Auen. Bergwandern, Erholung an klaren Seen, Radfahren entlang der Mur und traditionelle Feste stehen hier nebeneinander – Sie können Ihren Schwerpunkt nach Landschaft, Bewegung oder Kultur wählen.
Auch Radwege setzen eigene Akzente: Der Seckauer Alpenradweg R24 führt nach Seckau, wo die Abtei Seckau als sehenswerter Halt hervorgehoben wird. In Judenburg verläuft der Murradweg am Sternenturm vorbei. Die beiden Angaben geben Ihnen konkrete Orientierung zu Routen und benannten Zielen, ohne dass daraus eine gemeinsame Etappe folgt.
Lokale Genussangebote
Für Gruppen bietet das Café und die Konditorei Regner nach rechtzeitiger Reservierung eine Kaffeejause, Lebkuchenverkostungen und einen Film über die Herstellung des Seckauer Lebkuchens an. Dort wird seit 1660 gebacken. In der Schnapsbrennerei der Abtei Seckau sind Destillerieführungen und Verkostungen nach Voranmeldung möglich. Beide Angebote setzen eine vorherige Absprache voraus; sie eignen sich deshalb besonders, wenn Sie einen konkreten Genuss- oder Gruppenbesuch planen.
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