Mooskirchen verbindet konkrete Zeugnisse der Ortsgeschichte mit einer sanft hügeligen Landschaft. Für einen Aufenthalt können Sie zwischen Bau- und Musikgeschichte, Wegen für Spaziergänge und Radtouren sowie einem Besuch der Feindestillerie Hochstrasser wählen. Die lokalen Themen reichen von einem Hauszeichen für eine Hafnerwerkstätte bis zu einem Wanderweg durch typische Schilcher-Anbaugebiete. Kultur und Landschaft bieten damit unterschiedliche Schwerpunkte für Ihre Reiseplanung.
Musikgeschichte und Handwerk im Ort
Am Amtsgebäude der Marktgemeinde Mooskirchen am Marktplatz 4 befindet sich ein Relief der Musikgruppe „Mooskirchner Altsteirer“. Johann Arbeiter gründete die Gruppe 1880; das Relief verknüpft einen konkreten Ort mit der Geschichte der Musikgruppe. Ein anderes Detail erzählt vom Handwerk: Über der Eingangstür des Hauses vlg. Steghafner zeigt ein Hauszeichen eine Hafnerwerkstätte. Das sorgfältig restaurierte Haus vlg. Riemerweber am Oberen Markt 1 wiederum erinnert an die frühere Bewohnerschaft Mooskirchens, die fast ausschließlich von Handwerkern geprägt war. So stehen neben der Musikgeschichte auch handwerkliche Berufe als konkrete Themen der Ortsgeschichte im Mittelpunkt.
Weitere historische Zeichen setzen ein im Gras liegender Mühlstein und eine Statue des heiligen Johannes von Nepomuk. Der Mühlstein ist der Unterteil des Prangers. Die Statue steht im Zusammenhang mit einer Brücke, die bis 1930 unter dem Schutz des Heiligen stand. Diese Hinweise reichen vom früheren Handwerk bis zu einem historischen Brückenbezug und eröffnen verschiedene Anknüpfungspunkte für alle, die sich für Ortsgeschichte interessieren.
Pfarrkirche und Baugeschichte
In Mooskirchen gab es bereits eine Kirche; nach der Mutterpfarre Piber ist sie die zweitälteste im Bezirk Voitsberg. Das Kirchengebäude wurde baulich verändert und erhielt seine heutige Gestalt. Joachim Carlone erhöhte den Turm und versah ihn mit einer Zwiebelhaube. Damit stehen zwei Aspekte nebeneinander: die Einordnung der Kirche in die ältere Kirchengeschichte des Bezirks und ein konkret benannter Eingriff an ihrem Turm. Wenn Sie sich für Architektur interessieren, bietet die Kirche so einen eigenen Zugang zur Geschichte des Ortes.
Sanfte Hügel und unterschiedliche Wege
Die Landschaft rund um Mooskirchen ist sanft hügelig und von Wäldern, Wiesen und Weinbergen geprägt. Sie lädt zu Spaziergängen und Radtouren ein. Der Mooskirchner Radrundweg beginnt am Marktplatz und führt durch verschiedene Teile der Marktgemeinde. Der Mooskirchner Schilcherwanderweg nimmt eine andere Richtung: Von Mooskirchen führt er über Gemeinde- und Bezirksgrenzen hinaus nach Gundersdorf und durch typische Schilcher-Anbaugebiete. So unterscheiden sich die Routen durch ihren Verlauf: Der Radrundweg startet am Marktplatz, während der Wanderweg Mooskirchen mit einem Ziel außerhalb der Gemeinde verbindet.
Erlebniswelt und Anreise
Die Feindestillerie Hochstrasser bietet eine Erlebniswelt mit Führungen und Verkostungen zur Herstellung edler Destillate. Das ist ein anderer Besuchsschwerpunkt als die historischen Gebäude und Wege und spricht insbesondere Reisende an, die mehr über Destillation erfahren möchten. Jedes Jahr im Juli finden dort die Marillentage statt. Wenn Sie Ihren Aufenthalt danach ausrichten möchten, prüfen Sie die konkreten Veranstaltungstermine für das gewünschte Jahr.
Für die Anreise mit der Bahn ist der Bahnhof Mooskirchen-Söding ein möglicher Orientierungspunkt: Er ist mit Regionalzügen der GKB erreichbar. Vom Bahnhof sind es etwa fünf Minuten mit dem Fahrrad zum Marktplatz, dem Startpunkt des Mooskirchner Radrundwegs. Bei einer konkreten Bahnreise können Sie den GKB-Fahrplan für Ihren gewünschten Reisetag prüfen.
Weitere Reiseziele entdecken: Modriach, Köflach, Dietenberg, Bärnbach, Hirschegg-Piber-Sonnseite, Steinberg Bei Ligist, Krottendorf Bei Ligist, Kleinsöding.
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