Inzing verbindet eine besondere Krippentradition mit Kirchengeschichte, Kapellen und Rundwegen. Der Ort liegt am Fuß des flachen Rangger Köpfls. Für die Planung bieten sich unterschiedliche Schwerpunkte an: religiöses Erbe und Ortsgeschichte oder Wege, Natur und saisonale Angebote.
Krippen und religiöses Erbe
Die Kirchengrippe in Inzing ist die größte und älteste orientalische Krippe in Inzing. Erbaut wurde sie 1861 vom Thaurer Einsiedler und Jerusalempilger Felix Zimmerling. Ein vom Inzinger Krippenverein herausgegebener Führer verzeichnet rund 50 Großkrippen im Ort. Die Inzinger Krippen bleiben von Weihnachten bis zum 20. Januar aufgestellt. Größere Gruppen können sich anmelden und auf Anfrage Auskünfte sowie eine Führung erhalten. Erkundigen Sie sich vor der Reise nach den aktuellen Besuchsmöglichkeiten.
Auch die Pfarrkirche gehört zur religiösen Geschichte des Ortes: Dort wird die „Inzinger Mutter Gottes“ verehrt. Zahlreiche Votivtafeln zeugen vom Vertrauen der Wallfahrer aus ganz Tirol. Eine weitere Tradition ist der „Bergsegen“. Rund um das Fest Mariä Heimsuchung am 2. Juli treffen sich Einwohnerinnen und Einwohner in einer der Mittelgebirgskapellen von Hof, Gigglberg, Eben oder Schindeltal. Zur Feier gehören eine Heilige Messe und ein geselliges Beisammensein; der genaue Termin kann von Jahr zu Jahr variieren.
Ortsgeschichte und Rundwege
Oberhalb der Kirche steht ein Turm, der heute „Schlössl“ genannt wird. Die Ritter von Eben, 1227 erstmals urkundlich erwähnt, zogen in diesen Turm. So lassen sich ein heute gebräuchlicher Ortsname und ein konkretes Kapitel der Inzinger Geschichte miteinander verbinden, ohne dass der Turm selbst besichtigt werden muss.
Für eine Wanderung bietet der Themenweg Inzing eine 8 Kilometer lange Runde mit Start und Ziel am Parkplatz des Freischwimmbads. Eine historische Rundtour beginnt ebenfalls in Inzing, führt über teils uralte Wege nach Hof und Toblaten und kehrt in den Ort zurück. Die beiden Touren unterscheiden sich in ihrem Schwerpunkt: Beim Themenweg sind Streckenlänge und Rundverlauf benannt, bei der historischen Tour prägen die alten Wege und die Folge der beiden Orte den Wegcharakter. Prüfen Sie die Wegbedingungen vor Ort. Als Tipp zum Themenweg wird außerdem das Feuchtbiotop und Vogelschutzgebiet Gaisau genannt.
Natur und saisonale Erlebnisse
Die Gaisau gehört zu den letzten erhaltenen Auwaldbeständen des Inntals und ist eines der wichtigsten Vogelbrutgebiete der Region. Sie verbindet damit zwei Naturthemen: den besonderen Auwald und die Bedeutung des Gebiets für brütende Vögel. Als Naturschutzgebiet bietet sie einen anderen Schwerpunkt als die Ortsgeschichte und die Rundtouren.
Das saisonale Freibad Inzing bietet Schwimmen im Freien und eine 9.500 Quadratmeter große Liegewiese mit schattenspendenden Bäumen. Prüfen Sie vor Ihrem Besuch die aktuellen Betriebsinformationen der Gemeinde. Nach dem Aufstieg können sich Gäste in der Inzinger Alm bei einer Almjause stärken; auch hier sollten Sie die saisonalen Öffnungsinformationen vor der Reise prüfen.
Eine kulinarische Ergänzung im Inntal ist der Genuss-Radweg: Entlang seiner Strecke bieten 24 Stationen Produkte wie Bienenhonig, Schnäpse und Früchte an. Die teilnehmenden Produzenten und verfügbaren Produkte können sich ändern. Für die Wahl einer Unterkunft in Inzing können Sie so zunächst abwägen, ob Sie Ihren Aufenthalt stärker auf Krippen und Geschichte, auf Rundwege und Natur oder auf saisonale Angebote ausrichten möchten.
Weitere Reiseziele entdecken: Gschnitz, Innsbruck, Rinn, Mützens, Telfs, Kolsass, Gries Im Sellrain, Reith Bei Seefeld.
Zur übergeordneten Reiseübersicht: Innsbruck-Land.